Andrea Lehner-Hartmann

Andrea Lehner-Hartmann (* 1961 in Wiener Neustadt) ist eine österreichische römisch-katholische Theologin, Religionspädagogin und Hochschullehrerin.

Leben

Andrea Lehner-Hartmann studierte von 1980 bis 1986 katholische Fachtheologie und selbständige Religionspädagogik in Wien und Freiburg im Breisgau. Von 1991 bis 1994 machte sie eine Ausbildung in Integrativer Supervision und graduierte am FPI/EAG Düsseldorf, seit 1994 ist sie freiberuflich tätig. Von 1993 bis 1998 war sie halbbeschäftigt als Vertragsassistentin am Institut für Religionspädagogik und Katechetik der Universität Wien. Von 1998 bis 2007 war sie vollbeschäftigt als Universitätsassistentin am Institut für Religionspädagogik. Von 2000 bis 2003 war sie Vorsitzende des Österreichischen Instituts für Jugendforschung. Nach der Promotion 2001 (ausgezeichnet mit dem Leopold Kunschak-Preis und dem Bank Austria Preis zur Förderung innovativer Forschungsprojekte) war sie von 2007 bis 2013 Assistenzprofessorin. Nach der Habilitation 2013 in Religionspädagogik und Katechetik lehrt sie seit September 2015 als Universitätsprofessorin für Religionspädagogik und Katechetik am Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Von Mai 2018 bis Oktober 2022 war sie Stellvertreterin des Leiters des Zentrums für LehrerInnenbildung. Seit Oktober 2022 ist sie Dekanin der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.

Forschung

Andrea Lehner-Hartmann beschäftigte sich früh mit theologischen wie religionspädagogischen Themen, welche nicht dem Mainstream zuzuordnen sind. Insbesondere legt sie in ihrer Forschung Wert auf eine Perspektive benachteiligter Personen. Dies erarbeitete sie erstmals ausführlich in ihrer Dissertation zum Thema „Wider das Schweigen und Vergessen. Gewalt in der Familie. Sozialwissenschaftliche Erkenntnisse und praktisch-theologische Reflexionen zu Gewaltvorkommen in Familien“, in der sie sich dem Phänomen von Gewalt in Familien widmete. Sie denkt Theologie und Religionspädagogik „von deren Rändern her und ermutigt dazu, etablierte Selbstverständnisse kritisch anzufragen“.

Publikationen

Monographien

Herausgeberschaften

Beiträge in Sammelbänden

Zeitschriftenartikel

Einzelnachweise

  1. ↑ Lehner-Hartmann. Abgerufen am 20. Dezember 2023.
  2. ↑ Andrea Lehner-Hartmann, auf pt-ktf.univie.ac.at, abgerufen am 28. Dezember 2023
  3. ↑ Mitteilungsblatt der Universität Wien, Studienjahr 2017/2018 - 38. Stück - Ausgegeben am 13. Juli 2018 - Nr. 213-213, Bestellung von Stellvertreterinnen und Stellvertretern der Leiterinnen und Leiter der Fakultäten und Zentren (PDF)
  4. ↑ Mitteilungsblatt der Universität Wien, Studienjahr 2021/2022 - Ausgegeben am 6. April 2022 - 20. Stück, Nr. 84 Bestellung von Leiter*innen der Fakultäten und Zentren (PDF)
  5. ↑ Bettina Brandstetter, Florian Mayrhofer, David Novakovits, Karin Peter: ‚Grenzüberschreitungen. Fachtagung zu ausgewählten Feldern religiöser Bildung‘: anlässlich des 60. Geburtstags von Andrea Lehner-Hartmann. In: Österr. Religionspädagogisches Forum. Band 30, Nr. 2, 2022, S. 189–197, S. 191, doi:10.25364/10.30:2022.2.11 (uni-graz.at [abgerufen am 20. Dezember 2023]).
Personendaten
NAME Lehner-Hartmann, Andrea
KURZBESCHREIBUNG österreichische römisch-katholische Theologin, Religionspädagogin und Hochschullehrerin
GEBURTSDATUM 1961
GEBURTSORT Wiener Neustadt