Andreas Eis (* 17. Mai 1968 in Erfurt) ist ein deutscher Politikdidaktiker. Er ist seit 2015 Professor für Politische Bildung an der Universität Kassel. Er ist aktiv im Forum kritische politische Bildung und Mitherausgeber des Jahrbuchs für Pädagogik.
Nach einer Tischlerlehre in Eisenach und anschließender Tätigkeit als Schreiner in Mannheim absolvierte Eis das Studium für Gymnasiallehramt mit den Fächern Sozialkunde und Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Auslandssemester absolvierte er am Institut d’Etudes Politiques in Rennes (Frankreich) und an der Michigan State University, East-Lansing, (Michigan, USA). Das zweite Staatsexamen legte er mit dem Referendariat in Stadtroda in den Fächern Ethik und Sozialkunde ab.
Von 2004 bis 2008 arbeitete Eis als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Didaktik der Politik im Institut für Politikwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2005 absolvierte er ein Graduiertenstudium für Empirische Didaktikforschung am Zentrum für Lehrerbildung und Didaktikforschung der FSU Jena. Seine Promotion (2009) trug den Titel: „Europäische Bürgerschaftsbildung. Die Generierung konzeptuellen Deutungswissens im Politikunterricht als Neukonstruktion der Bürgerrolle im europäischen Mehrebenensystem“.
Von 2009 bis 2011 übernahm Eis die Vertretungsprofessur für die Didaktik der Sozialwissenschaften und der Politischen Bildung an der Goethe-Universität Frankfurt/M., von 2011 bis 2015 war er als Juniorprofessur für Didaktik der politischen Bildung an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg tätig. Gemeinsam mit David Salomon erhielt Eis 2015 den Walter-Jacobsen-Preis der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung in der Kategorie Innovation.
Seit 2015 ist Eis Professor für die Didaktik der politischen Bildung an der Universität Kassel. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Europapolitische Bildung, Transformationsprozesse und Vergesellschaftung in entgrenzten Demokratien, Diversität und partizipatorische Demokratiebildung und Qualitative Lern- und Unterrichtsforschung.
Er wirkte am 16. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung zur Förderung demokratischer Bildung im Kinder- und Jugendalter des BMFSFJ mit, der 2020 erschien.
Seit 2020 ist er Mitherausgeber des Jahrbuchs für Pädagogik.
Eis ist einer der Betreuern im Graduiertenkolleg: „Just and sustainable transformation. Gerechte und nachhaltige Transformation.“ der Hans-Böckler-Stiftung. Eines seiner aktuellen Forschungsprojekte widmet sich dem Thema: „Shifting Borders of Transnational Democracy. Citizenship Education in Europe“.
Eis ist engagiert im Forum kritische politische Bildung und Mitinitiator der Frankfurter Erklärung für eine kritisch-emanzipatorische Politische Bildung (2015). 2024 war Eis Mitherausgeber des „Handbuch. Kritische politische Bildung“. Kritische politische Bildung zielt darauf ab, bestehende gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse zu verstehen und verändernd in sie eingreifen zu können. Im Sinne einer menschenrechtsorientierten Bildung geht es ihr darum, demokratische, nachhaltige und inklusive Verhältnisse zu stärken. Sie zeichnet sich insbesondere durch machtanalytische und herrschaftskritische Positionen sowie emanzipatorische und antidiskriminierende Ansätze aus.
Andreas Eis ist Mitglied in folgenden Vereinen/Verbänden:
| Personendaten | |
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| NAME | Eis, Andreas |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politikdidaktiker |
| GEBURTSDATUM | 17. Mai 1968 |
| GEBURTSORT | Erfurt |