Andreas Walther I (* um 1506 in Breslau; † um 1568 ebenda) war ein deutscher Bildhauer und kurfürstlicher Büchsenmacher. Zur Abgrenzung gegenüber anderen tätigen Künstlern gleichen Namens wie Andreas Walther II (Bildhauer, 1534 bis 1584) und Andreas Walther III (Bildhauer, 1550 bis 1592) wird er als Andreas Walther I oder Andreas Walter I. bezeichnet.
Er entstammt einer schlesisch-sächsischen Künstlerfamilie. Andreas Walther I wurde als zweiter Sohn von Hans Walther I in Breslau geboren. Er ist der jüngere Bruder von Christoph Walther I und der Vater von Christoph Walther II (1534–1584) und Andreas Walther II (um 1535–1581). In seiner Kindheit musste er für seinen Vater bei der Ausführung bildhauerischer Werke mitarbeiten. So erlernte er zusätzlich das Bildhauerhandwerk sowie das Schnitzen und wirkte an verschiedenen Objekten der Familie mit.
Später erlernte er das Handwerk eines Büchsenmachers in Breslau und wurde anerkannter Büchsenmachermeister. Er reparierte Jagdgewehre für den Kurfürsten Georg II. und wurde zum Kurfürstlichen Büchsenmachermeister ernannt. Eine Rechnung der Elisabethkirche in Breslau vom 27. Juli 1546 belegt eine Arbeitsleistung des Büchsenmachermeisters am Turm der Kirche. Er arbeitete für den brandenburgischen und sächsischen Hof, ebenso für adlige und kirchliche Auftraggeber und schuf Figuren, Epitaphe, Grabmäler und Reliefs aus Sandstein, Marmor und Alabaster in und um Brandenburg und Sachsen. Er starb 1568 an der in Breslau wütenden Pest.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Walther, Andreas I |
| ALTERNATIVNAMEN | Walther, Andreas I. |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bildhauer und kurfürstlicher Büchsenmacher |
| GEBURTSDATUM | um 1506 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | um 1568 |
| STERBEORT | Breslau |