Andy Spyra

Andy Spyra (* 1984 in Hagen) ist ein deutscher Fotograf und Fotojournalist. Bekannt wurde Spyra durch seine meist in Schwarz-Weiß gehaltenen Fotografien aus Krisenregionen.

Leben

Nach dem Abitur am Hagener Gymnasium reiste Spyra durch Mittelamerika und Südost-Asien und entdeckte dort seine Liebe zur Fotografie. In Kaschmir geriet er zufällig zwischen die Fronten des Bürgerkriegs und begann „instinktiv“ zu fotografieren, was er sah. Für diese Fotos erhielt er 2008 als erster Deutscher einen Getty Images Grant. Als er sich entschieden hatte, professioneller Fotograf zu werden, arbeitete er ein Jahr als freier Fotograf für eine Zeitung in Hagen. Von 2007 bis 2009 studierte er Bildjournalismus und Dokumentarfotografie an der Fachhochschule Hannover.

Spyra ist bekannt für seine Bilder aus Kaschmir, dem Nahen Osten und Bosnien, die er mit einer Holga, einer sehr günstigen Plastik-Mittelformat-Kamera, geschossen hatte. Auf dem Balkan, in Afrika und im Nahen Osten arbeitet er an Langzeitprojekten.

Seine Fotos erscheinen im Time Magazine, in Geo, im Stern, in der FAZ, im Spiegel, der Zeit, One-Mag, im Middle East Report, dem 360° Journal, in Profifoto, Photo International, Foto8, GUP, Rearviewmirror, LFI-Leica Fotografie International, GommaMag, Neon, für GlobalPost, Zenith, im SZ-Magazin, in der Welt am Sonntag, Newsweek, The New Yorker, Il Espresso und anderen mehr.

Seit 2014 ist Andy Spyra Mitglied der Kölner Fotoagentur laif.

Im März 2018 widmete das Zeitmagazin einer Reportage von Wolfgang Bauer und Andy Spyra über eine Festung in Afghanistan, die ein Dorf bewachen soll, eine ganze Ausgabe.

Publikationen

Ausstellungen (Auswahl)

Preis und Auszeichnungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Katrin Bölstler: In manchen Fällen kann ich etwas verändern (Interview). In: Schwäbische Zeitung. Regionalausgabe Bad Schussenried. 20. Januar 2023, S. 19.
  2. ↑ Menschlichkeit im Krieg | ttt – titel, thesen, temperamente. Archiviert vom Original am 27. Oktober 2017; abgerufen am 26. Oktober 2017 (deutsch).
  3. ↑ Andreas Öhler: Andy Spyra: Die Hoffnung lebt zuerst. In: Die Zeit. 12. Mai 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 26. Oktober 2017]).
  4. ↑ Fotografen: Andy Spyra. In: laif Agentur for Photos & Reportagen. Abgerufen am 27. Oktober 2017.
  5. ↑ Andy Spyra. laif Agentur für Photos & Reportagen, abgerufen am 28. Januar 2023 (englisch).
  6. ↑ Afghanistan: Der Hass und die Hoffnung. In: Zeitmagazin. (zeit.de [abgerufen am 4. Mai 2018]).
  7. ↑ Kaschmir. In: C/O Berlin. 13. November 2014 (co-berlin.org [abgerufen am 27. Oktober 2017]).
  8. ↑ Osthaus Museum Hagen. Abgerufen am 27. Oktober 2017.
  9. ↑ Spyra: Die geraubten Mädchen - BVPA - Bundesverband professioneller Bildanbieter. In: BVPA - Bundesverband professioneller Bildanbieter. 15. März 2017 (bvpa.org [abgerufen am 26. Oktober 2017]).
  10. ↑ Ausstellungseröffnung: Andy Spyra - Die geraubten Mädchen. Stadtbibliothek Reutlingen, abgerufen am 8. November 2022.
  11. ↑ Am Ende der Straße – Szene Kultur. Abgerufen am 1. Oktober 2023 (deutsch).
  12. ↑ Am Ende der Straße. Abgerufen am 1. Oktober 2023.
  13. ↑ Uni Witten/Herdecke: "Afghanistan – ein Land zwischen Hass und Hoffnung". 26. April 2024, abgerufen am 27. April 2024.
  14. ↑ C/O Berlin Talents 2010 | C/O Berlin. Abgerufen am 27. April 2024.
Personendaten
NAME Spyra, Andy
KURZBESCHREIBUNG deutscher Fotograf und Fotojournalist
GEBURTSDATUM 1984
GEBURTSORT Hagen, Deutschland