| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Anisatin | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C15H20O8 | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 328,31 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
215–220 °C | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Anisatin ist ein giftiges Sesquiterpenlacton aus der Frucht und dem Samen des Japanischen Sternanis (Shikimi, Illicium anisatum).
Anisatin ist ein nichtkompetitiver Antagonist der γ-Aminobuttersäure (GABA) und bindet an die GABAA-Rezeptoren.
Anisatin wirkt als Konvulsivum. Es verursacht nach Einnahme zuerst gastrointestinale, dann neurologische Symptome, darunter epileptische Anfälle und Atemlähmung.
Anisatin wurde erstmals 1951 als reiner, kristalliner Stoff isoliert und charakterisiert. Seine Struktur wurde erst 1968 (zusammen mit der des Neoanisatins) mit chemischen und spektroskopischen Methoden vollständig aufgeklärt.
Anisatin kommt im Japanischen Sternanis vor. Es wurde auch in anderen Illicium-Arten gefunden.
Echter Sternanis (Illicium verum) enthält nur Spuren von Anisatin. Verunreinigung mit Japanischem Sternanis ist aber möglich und kann gelegentlich vorgekommen. Es wurden daher Verfahren entwickelt, um Lebensmittel effizient auf das Vorhandensein von Anisatin zu prüfen.
Anisatin konnte aus (R)-(+)-Pulegon synthetisiert werden. Eine weitere, stereoselektive Totalsynthese erschien 2012.
Die Kristallstruktur ist hexagonal (Raumgruppe P61) mit a=14,168(5), c=14.609(2) Å.