Anita Schubert

Anita Schubert (* 17. Dezember 1937 in Breslau; † 3. Januar 2026) war eine deutsche Objektkünstlerin, Malerin und Collagistin.

Leben und Werk

Die Familie Anita Schuberts kam in der Folge des Zweiten Weltkriegs aus Breslau in die Sowjetische Besatzungszone. Anita Schubert absolvierte von 1958 bis 1961 in Magdeburg bei Heinz Bormann eine Lehre als Damenmaßschneiderin und studierte ab 1961 Gebrauchsgrafik an der Fachschule für Angewandte Kunst Magdeburg und nach deren Schließung ab 1963 an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin-Oberschöneweide. Sie war ab 1971 freischaffend tätig und lebte in Neddemin. In der DDR arbeitete sie vor allem als Gebrauchsgrafikerin. Sie gestaltete u. a. Ausstellungskataloge und Plakate, z. B. 1979 zum Jahr des Kindes.

Anita Schubert hatte in der Zeit der DDR mehrere Einzelausstellungen und war an wichtigen Gruppenausstellungen beteiligt, u. a. von 1977 bis 1988 an der VIII. bis X. Kunstausstellung der DDR und an Ausstellungen im Ausland in Brno, Lahti, Prag, Warschau und in Irland. Nach der deutschen Wiedervereinigung arbeitete Anita Schubert vermehrt als freie Künstlerin. Sie fertigte insbesondere Collagen und Objekte. Für ihre Bilder bediente sie sich u. a. der Methode des Pulp Painting. Aus Papier und Textil fertigte sie Gewänder wie Kimonos, Hemden, Hüte, Corsagen und Kesas. Daneben betätigte sie sich als Fotografin.

Anita Schubert war mit dem Fotografen Hans-Joachim Schubert (1936–2025), dem jüngeren Bruder des Malers und Grafikers Wolfram Schubert, verheiratet.

Mitgliedschaften

Ehrungen

Selbstreflexion

„Mit der Technik des Papierschöpfens erreiche ich, die historischen Monogramme und Verzierungen in eine andere freie Form zu überführen. Außerdem lasse ich altes gebrauchtes textiles Material, Baumwoll- und Leinenlumpen, im Holländer zerkleinern, das damit zum Faserbrei für die Bütte wird. Daraus kann ich mit dem Sieb schöpfen, und die Fasern verdichten sich zu Papier. So geht sowohl die Form als auch das stoffliche Material in die Erinnerungsgestalt ein.“

Einzelausstellungen seit der deutschen Wiedervereinigung (Auswahl)

Weitere Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Frank Wilhelm: Abschied von Anita Schubert: Kunst und Leben in Neubrandenburg. In: Nordkurier. 1. Februar 2026, abgerufen am 26. Mai 2026.
  2. ↑ Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 12/1979, S. 594
  3. ↑ Frank Wilhelm: Schwerer Schicksalsschlag für Maler Wolfram Schubert. In: Nordkurier. 27. August 2026 (nordkurier.de).
  4. ↑ Anita Schubert: Monogramm Monolog. Handgeschöpfte Papiere, Prägungen, Materialdrucke. Eigenverlag, 2017, S. 3
  5. ↑ Anita Schubert stellt in der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz aus. (PDF) Sparkasse Mecklenburg-Strelitz, 18. Oktober 2016, abgerufen am 27. Mai 2026.
  6. ↑ Ausstellungen 2019. In: Galerie Teterow. Abgerufen am 13. Juni 2025.
  7. ↑ Anita Schubert, im Garten der Papiere – Kunstverein Templin. Abgerufen am 13. Juni 2025.
  8. ↑ Strelitzius: Reise nach Ägypten: Anita Schubert stellt Fotografien in der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz aus. 24. Januar 2023, abgerufen am 13. Juni 2025.
  9. ↑ Klaus-Peter Voigt: Alte Briefe, neuer Hut in Magdeburger Ausstellung. (volksstimme.de [abgerufen am 13. Juni 2025]).