Anja Kampmann

Anja Kampmann (* 30. Oktober 1983 in Hamburg) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Leben und Werk

Anja Kampmann (2026)

Anja Kampmann wuchs in Lüneburg auf und studierte an der Universität Hamburg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie hatte ihren ersten Erfolg bei Literaturwettbewerben 2006, wo sie als Finalistin zum Open Mike in Berlin geladen wurde. Seither wurden ihre Lyrik und Prosa mehrfach ausgezeichnet und durch Stipendien gefördert. Sie veröffentlichte in Zeitschriften (z. B. Akzente, Neue Rundschau, Poetenladen) und Anthologien (z. B. Jahrbuch der Lyrik, Lyrik von Jetzt 3). 2010 wurde ihr Langgedicht Stechlicht vom Washington Dance Ensemble aufgeführt. Seit 2011 arbeitete sie u. a. für den Deutschlandfunk, die NZZ und andere Medien. Mehrfach wurde sie zur Teilnahme an internationalen Literaturfestivals eingeladen. So trat sie 2011 in Karatschi und 2013 in Minsk auf, ebenso bei den Babelsprech Veranstaltungen 2013 und 2015 in Lana und Bern. Sie arbeitet auch mit bildenden Künstlern zusammen; Texte von ihr erschienen so im Katalog zur Ausstellung Stehende Strömung von Frank Berendt (2015). Im Frühjahr 2016 erschien ihr Lyrikdebüt Proben von Stein und Licht in der Edition Lyrik Kabinett im Carl Hanser Verlag.

Mit dem Roman Wie hoch die Wasser steigen wurde Anja Kampmann als Finalistin zum Alfred-Döblin-Preis 2017 eingeladen. Der Roman erschien 2018 im Carl Hanser Verlag und erhielt im selben Jahr eine Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie „Belletristik“. Im März 2018 belegte der Roman Platz 3 der SWR-Bestenliste, wurde in den Feuilletons besprochen, gelangte auch auf die Longlist des Deutschen Buchpreises und erhielt den Mara-Cassens-Preis 2018 für Debütromane sowie 2019 den Lessing-Preis des Freistaates Sachsen (Förderpreis). Für das Jahr 2019/20 erhielt sie den Stadtschreiberpreis von Bergen-Enkheim; in der Begründung der Jury heißt es über Wie hoch die Wasser steigen: „es ist nicht einfach ein Roman, sondern auch ein großes Gedicht. Einerseits spielt es in einer gleißenden Gegenwart, andererseits in einer schwierig zu umreißenden, fernen Zeitlosigkeit.“ 2020 gelangte die englische Übersetzung von Wie hoch die Wasser steigen auf die Shortlist des National Book Awards, des neben dem Pulitzer-Preis renommiertesten Literaturpreises der USA. Ihr zweiter Gedichtband der hund ist immer hungrig erschien 2021 und erhielt 2022 den Günter Kunert Literaturpreis für Lyrik. Mit der Komponistin Elnaz Seyedi schrieb sie das Stück Dunst, als kehrte alles zurück, das bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt wurde. Für den SWR schrieb sie das Hörstück Kein Haus aus Sand, das für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert war, und Stimmen aus dem Oral History Archiv „Europäisches Archiv der Stimmen“ miteinander verwebt – was bedeutet Frieden in Europa? Was bedeutet Europa?

Im Jahr 2023 hielt sie die Poetikvorlesung an der Universität Duisburg-Essen und 2024 die Liliencron-Dozentur für Lyrik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Im Lyrik Kabinett München hielt sie 2024 die Rede Die schmutzige Wäsche des schmelzenden Schnees über die Poesie Adam Zagajewskis.

Ihr Gesamtwerk wurde mit einer Tagung zum Marie Luise Kaschnitz Preis 2024 geehrt. Im Herbst 2025 erschien ihr zweiter Roman Die Wut ist ein heller Stern, der im November auf Platz 1 der SWR-Bestenliste stand und mit dem Hans-Fallada-Preis und dem Stipendium zum Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet wurde.

Der Roman ist auf St. Pauli angesiedelt und erzählt davon, wie sich in dem Milieu gesellschaftliche Freiräume unter dem Nationalsozialismus Stück für Stück verengen. Eine wichtige Rolle nimmt dabei das Varieté „Alkazar“ an der Reeperbahn ein, dessen früherer Standort im heutigen Stadtbild kaum mehr erkennbar ist. Kampmann stellt das historische Nachtleben mit Prostitution, Abhängigkeiten, Armut und den Machtverschiebungen nach 1933 ohne Verklärung des Kiezes dar. Zugleich beschreibt sie solche Bühnen als Orte, die für einige Menschen zeitweise Schutz und ein Auskommen bieten konnten, bevor die Nationalsozialisten die Häuser übernahmen und unter Kontrolle brachten. Für die Arbeit am Roman recherchierte sie zur Topografie Hamburgs und arbeitete mit Bildmaterial sowie mit Berichten aus Projekten zur gesprochenen Geschichte, darunter Erzählungen von im Nationalsozialismus zwangssterilisierten Frauen. Ihren Blick auf Hafen und Elbe verstand sie dabei auch als von Familienerinnerungen geprägt, etwa von der Stimme ihrer Großmutter und von Erzählungen ihres als Kapitän tätigen Urgroßvaters über die großen Dampfschiffe. Die Vielzahl der Fundstücke hielt sie weniger in Notizbüchern fest als in einem „emotionalen Speicher“, zu dem sie im Schreiben wiederholt zurückkehrte. Kampmann kritisiert romantisierende Kiez-Erzählungen, welche die nationalsozialistische Gewalt lange überdeckt hätten.

Anja Kampmann ist ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Kampmann lebt in Leipzig.

Publikationen

Einzeltitel

Beiträge in Anthologien und Literaturzeitschriften (Auswahl)

Vertonungen

Auszeichnungen

Commons: Anja Kampmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Anja Kampmann. In: lyrikline.org, abgerufen am 17. Dezember 2019 (mit Gedichten).
  2. ↑ Frank Milautzcki: Literarischer März 2015. fixpoetry, 22. März 2015, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. Dezember 2019; abgerufen am 26. März 2015.
  3. ↑ Martina Weber: ES GIBT / MIR EINEN ORT – Leonce-und-Lena-Wettbewerb 2015. In: poetenladen.de. poetenladen, 2015, abgerufen am 26. März 2015.
  4. ↑ Frank Berendt (Hrsg.): Stehende Strömung. Kerber Verlag, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-86678-706-3.
  5. ↑ Anja Kampmann: Wie hoch die Wasser steigen – Belletristik. Leipziger Messe, 8. Februar 2018, archiviert vom Original am 22. Februar 2018; abgerufen am 21. Februar 2018.
  6. ↑ SWR Bestenliste März. (Memento vom 13. Juni 2018 im Internet Archive) In: swr.de, 6. März 2018.
  7. ↑ Helmut Böttiger: Die Lupe der Sehnsucht. Überscharfe Wahrnehmung, somnambule Trance und geballte Gegenwart: Anja Kampmann erzählt in ihrem grandiosen Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen“ von der Odyssee eines modernen Wanderarbeiters. In: Süddeutsche Zeitung. 29. Januar 2018, abgerufen am 21. September 2018. –
    Paul Jandl: Nur die Tauben finden den Weg zurück in Anja Kampmanns Debütroman. Wie wir ausziehen und nie mehr zurückfinden: Davon erzählt die junge Schriftstellerin Anja Kampmann in einem herzergreifend unsentimentalen Roman. In: NZZ. 31. Januar 2018, abgerufen am 6. März 2019. –
    Tobias Lehmkuhl: Eine sehr präzise Klinge. Anja Kampmanns bemerkenswerter Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen“. In: Die Zeit. Nr. 9/2018, 27. Februar 2018. –
    Ulrich Rüdenauer: Buch der Woche vom 26.02.2018. Anja Kampmann: Wie hoch die Wasser steigen. (Memento vom 12. Juni 2018 im Internet Archive) In: SWR2. 23. Februar 2018, abgerufen am 15. September 2019. –
    Miriam Zeh: Tiefenbohrungen in der eigenen Sehnsucht. Anja Kampmann: „Wie hoch die Wasser steigen“. In: Deutschlandfunk. Reihe Büchermarkt, 6. Februar 2018, abgerufen am 16. September 2019. –
    Tino Dallmann: Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse. Ein Buch, das nach Meerwasser und Männerschweiß riecht. Rezension. In: mdr.de. MDR, 2018, archiviert vom Original am 12. Juni 2018; abgerufen am 17. Dezember 2019. –
    Löfflers Lektüre: Was bleibt einem Bohrarbeiter? In: Salzburger Nachrichten. 27. Februar 2018, abgerufen am 6. Oktober 2020 (Artikelanfang frei abrufbar).
  8. ↑ Marcel Beyer erhält Lessing-Preis. Der Lyriker, Erzähler, Essayist und Herausgeber Marcel Beyer erhält den mit 13.000 Euro dotierten Lessing-Preis des Freistaates Sachsen 2019. Die beiden Förderpreise (je 5.500 Euro) gehen an Anja Kampmann und Bettina Wilpert. In: Börsenblatt. 1. Oktober 2018, abgerufen am 6. März 2019.
  9. 1 2 Neue Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim: Anja Kampmann wird 46. Amtsinhaberin. In: Börsenblatt. 29. Mai 2019, abgerufen am 3. Juni 2019.
  10. ↑ Anja Kampmann im Rennen um National Book Award. (Memento vom 29. Juli 2021 im Internet Archive) In: deutschlandfunkkultur.de, 6. Oktober 2020, abgerufen am 7. Oktober 2020.
  11. ↑ evh: Anja Kampmann ist für den National Book Award nominiert. In: spiegel.de, 6. Oktober 2020, abgerufen am 6. Oktober 2020.
  12. ↑ Günter Kunert Literaturpreis für Lyrik ausgelobt. In: Kulturstiftung Itzehoe. Abgerufen am 12. Januar 2026.
  13. ↑ Anja Kampmann: Kein Haus aus Sand. Mit eigenen Gedichten sowie Gedichten von Ilya Kaminsky in der Übersetzung aus dem Englischen von Anja Kampmann. In: swr.de, 3. April 2022, abgerufen am 20. Februar 2026.
  14. ↑ Bestenlisten. Longlist 3/2022. Wortkunst | Preis der Deutschen Schallplattenkritik. In: schallplattenkritik.de, abgerufen am 20. Februar 2026.
  15. ↑ Cathrin Becker: Poet in Residence. Anja Kampmann zu Gast. In: uni-due.de, abgerufen am 20. Februar 2026.
  16. ↑ Liliencron Dozentur für Lyrik 2024 mit Anja Kampmann. In: uni-kiel.de, 15. Januar 2024, abgerufen am 20. Februar 2026.
  17. ↑ Anja Kampmann. Die schmutzige Wäsche des schmelzenden Schnees. Adam Zagajewski – Poet der Zärtlichkeit und des Staunens. In: wunderhorn.de, abgerufen am 20. Februar 2026 (Über dieses Buch, mit Leseprobe).
  18. 1 2 Marie-Luise-Kaschnitz-Preis für Anja Kampmann. In: ev-akademie-tutzing.de. Evangelische Akademie Tutzing, 12. Dezember 2023, abgerufen am 19. Dezember 2023.
    Anja Kampmann mit Kaschnitz-Preis ausgezeichnet. Pressemitteilung. In: ev-akademie-tutzing.de. Evangelische Akademie Tutzing, 3. Juni 2024, abgerufen am 3. März 2025.
  19. ↑ Anja Kampmann: Die Wut ist ein heller Stern. In: SWR. 31. Oktober 2025, abgerufen am 12. Januar 2026.
  20. ↑ Hans-Fallada-Preis 2026 geht an Anja Kampmann. In: Börsenblatt. 31. Oktober 2025, abgerufen am 12. Januar 2026.
  21. ↑ Schriftstellerin Judith Schalansky erhält den Lessing-Preis 2025. In: hamburg.de. 21. November 2025, abgerufen am 12. Januar 2026.
  22. 1 2 3 4 5 6 7 8 Dirk Knipphals: St.-Pauli-Spaziergang mit Anja Kampmann: Viel Licht und dunkle Schatten. In: taz. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026.
  23. ↑ Mitglieder. Abteilung Literatur. In: badsk.de. Bayerische Akademie der Schönen Künste, abgerufen am 19. Juli 2022.
  24. ↑ Anja Kampmann. In: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung. Abgerufen am 12. Januar 2026.
  25. ↑ Fischdiebe. Projektdetails. In: kplusw.de, Kraft plus Wiechmann PartG, abgerufen am 12. Juni 2018.
  26. ↑ Holger Heimann: „Die Wut ist ein heller Stern“: Roman über starke Hamburger Außenseiterin in der Naziherrschaft. In: NDR Kultur. 9. September 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025.
  27. ↑ Poesia n°4 – Aprile 2017. In: crocettieditore.it, abgerufen am 13. Juni 2021 (Inhaltsverzeichnis: „Anja Kampmann, Prove di pietra e di luce, a cura di Nino Muzzi“).
  28. ↑ Pulse beyond the horizon. In: wordswithoutborders.org. Oktober 2012, abgerufen am 5. Juni 2018.
  29. ↑ Aufnahme von Esė apie vandenis, gesungen von Jeffrey Gavett, sowie die erste Partiturseite der Vertonung (PDF; 76 kB). Homepage von Claus-Steffen Mahnkopf. Abgerufen am 22. Januar 2025.
  30. ↑ Werkliste Kai Johannes Polzhofer, Rubrik „Solo“, Homepage Polzhofer. Abgerufen am 22. Januar 2025.
  31. ↑ grinblɐt: Elnaz Seyedi & Anja Kampmann: Dunst – als käme alles zurück (2023) auf YouTube, 8. Februar 2024, abgerufen am 22. Januar 2025 (deutsch; Mitschnitt der UA; Laufzeit: 38:07 min).
    Werkkommentar auf der Website des SWR Kultur, Stand: 8. August 2024. Abgerufen am 22. Januar 2025.
  32. ↑ Frank Zabel. In: frank-zabel.de, abgerufen am 27. Februar 2026.
  33. ↑ (für I. In: Proben von Stein und Licht. Gedichte. Carl Hanser Verlag, München 2016 (Text – lyrikline.org).
  34. ↑ frank.zabel. In: Instagram. Abgerufen am 27. Februar 2026.
  35. ↑ Konzertchronik. In: Konzertchronik. Nefesch-Vokalensemble, abgerufen am 27. Februar 2026.
  36. ↑ Literarischer März 2015: Leonce-und-Lena-Preis geht an David Krause – Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise für Anja Kampmann und Özlem Özgül Dündar. In: darmstadtNews.de. 22. März 2015, abgerufen am 22. März 2015 (Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt).
  37. ↑ Preisträger von 2005 bis heute. Literarischer März, 2015, archiviert vom Original am 2. April 2015; abgerufen am 26. März 2015 (Preisträger bis 2015).
  38. ↑ Alfred-Döblin-Preis 2017. Akademie der Künste, 21. Mai 2017, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  39. ↑ Kulturförderpreis in der Kategorie Literatur: Landkreis zeichnet Anja Kampmann und Clemens Mädge aus (Memento vom 7. März 2019 im Internet Archive). Meldung des Landkreises Lüneburg. In: Focus. 18. September 2018, abgerufen am 6. März 2019.
  40. ↑ George Grodensky: Anja Kampmann wird Stadtschreiberin von Bergen. In: Frankfurter Rundschau. 29. August 2019, abgerufen am 30. August 2019.
  41. ↑ Verleihung des Rainer-Malkowski-Preises 2020 an Anja Kampmann und an Norbert Hummelt. Pressemitteilung. In: badsk.de, Bayerische Akademie der Schönen Künste, 20. Oktober 2020, abgerufen am 2. November 2020.
  42. ↑ Die Preisverleihung fand am 6. September 2021 in München statt. Die Laudatio auf Anja Kampmann hielt Marcel Beyer: »Und wie geht der Gesang«. Laudatio auf Anja Kampmann. In: Sinn und Form. 1/2022, S. 132–136.
  43. ↑
  44. ↑ London-Stipendium. Deutscher Literaturfonds, abgerufen am 13. April 2026.
  45. ↑ Writers in Residence. Queen Mary University of London, abgerufen am 13. April 2026.
  46. ↑ RED: Speyer. Auszeichnung geht an Kampmann. Autorin erhält Arno-Reinfrank-Literaturpreis. In: Mannheimer Morgen. 10. Mai 2023, abgerufen am 30. Mai 2023.
    Arno-Reinfrank-Literaturpreis 2024. Siebte Preisträgerin ist Anja Kampmann. In: arno-reinfrank.de. Jeanette Koch, abgerufen am 3. März 2025.
  47. ↑ Lessing-Preis und Lessing-Stipendium. Schriftstellerin Judith Schalansky erhält den Lessing-Preis 2025. Pressemitteilung, 21. November 2025. In: hamburg.de, abgerufen am 30. November 2025.
  48. ↑ Anja Kampmann erhält den Hans-Fallada-Preis 2026. Die Hamburger Schriftstellerin Anja Kampmann wird für ihren Roman „Die Wut ist ein heller Stern“ mit dem Hans-Fallada-Preis 2026 ausgezeichnet. In: Norddeutscher Rundfunk. 31. Oktober 2025, abgerufen am 31. Oktober 2025 (mit Link zum Video: Anja Kampmann über ihr Buch „Die Wut ist ein heller Stern“).
Personendaten
NAME Kampmann, Anja
KURZBESCHREIBUNG deutsche Schriftstellerin
GEBURTSDATUM 30. Oktober 1983
GEBURTSORT Hamburg