Anke Feiler-Kramer

Anke Feiler-Kramer (2023)

Anke Feiler-Kramer (* 1967 in Bielefeld) ist eine deutsche Archäologin, Betriebswirtin (IWW) und freischaffende Künstlerin.

Leben und beruflicher Werdegang

Anke Feiler-Kramer besuchte die Hans-Ehrenberg-Schule in Sennestadt. Nach dem Abitur studierte sie von 1987 bis 1992 Ur- und frühgeschichtliche Archäologie, Klassische Archäologie und Geologie an der Universität Freiburg. Im selben Jahr wechselte sie an die Universität Kiel. Im Jahr 1993 erfolgte ein erster Abschluss als Magister Artium, 1994 promovierte sie über die Genese der Stadt Kiel.

Von 1996 bis 1998 erarbeitete Anke Feiler-Kramer im Rahmen eines Post-Doc-Stipendiums einen Katalog frühmittelalterlicher Burgen im nordalbingischen Sachsen. Von 2002 bis 2004 erstellte sie für das Stadtmuseum Schleswig die weitgehend auf digitalen Rekonstruktionen und animierten Sequenzen beruhende Dauerausstellung Sliesthorp-Haithabu-Schleswig. Von 2004 bis 2008 bearbeitete sie beim Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein den Antrag zur Aufnahme des Danewerks und der wikingerzeitlichen Siedlung Haithabu für die Liste des UNESCO-Welterbes. In dieser Zeit erreichte sie im Fernstudium bei der Fernuniversität in Hagen einen Abschluss als Betriebswirtin (IWW). Im Anschluss wechselte sie als Stellvertretende Pressesprecherin zur Universität Kiel. Im Rahmen dieser Aufgabe entwickelte sie das Projekt museen am meer, das seither die Präsentation der acht Kieler Museen zusammenfasst und bewirbt. Von 2013 bis 2019 war sie Geschäftsführerin von Präsidium und Senat der Europa-Universität Flensburg.

Im Jahre 2011 erkannte sie die ehemalige Grönsfurt durch die Eider bei Fockbek als jenen Ort, an dem im Jahre 811 n. Chr. Friedensverhandlungen zwischen dem Reich der "Dani" und dem Karolingischen Reich stattgefunden haben.

Anke Feiler-Kramer ist verheiratet mit dem Archäologen Willi Kramer; sie hat zwei Kinder.

Freischaffende Künstlerin

Anke Feiler-Kramers Atelier am Ostseefjord Schlei

Seit 2020 ist Anke Feiler-Kramer als freischaffende Künstlerin tätig. Sie gründete das Atelier Schleilichter in ihrem am Ostseefjord Schlei gelegenen Wohnort.

Ihr Repertoire an Kunst und Kunsthandwerk ist vielfältig. So dienen Strandgutfunde von angeschwemmtem Holz dazu, Holzskulpturen und Holzlampen nach individuellen Maßgaben zu bauen. Alle Lampen sind Unikate mit handbemalten und bedruckten Schirmen. Ein Schwerpunkt der Künstlerin liegt auf verschiedenen Drucktechniken wie Linolschnitt, Lithografie, Monotypie und Radierung.

Anke Feiler-Kramers Kunst ist geprägt von der maritimen Landschaft der Schlei und Ostsee und spiegelt den Wechsel der Farben des Wassers, des Himmels und des Waldes wider. Von Meeresmotiven abgeleitete Keramikobjekte runden ihr Schaffen ab. Seit 2020 ist Anke Feiler-Kramer Mitglied im Kunstverein Natur und Kultur Carlshöhe e.V., Eckernförde. Sie nimmt an zahlreichen Ausstellungen und Präsentationen teil. Seit 2022 bietet die Künstlerin in ihrem Atelier Kurse in Drucktechniken unter www.schleilichter.eu an.

Ausstellungen

2021-2023:

2022

2023

2024

2025

Publikationen

Monografien
Einzelbeiträge
Commons: Anke Feiler-Kramer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Sliesthorp-Haithabu-Schleswig. In: Stadtmuseum Schleswig. Stadt Schleswig, 2015, abgerufen am 21. Februar 2023.
  2. ↑ Anke Feiler-Kramer: ASG-Frühjahrstagung 2007 09. bis 12. Mai 2007 in Schleswig »Innovative Ansätze in der ländlichen Entwicklung: Deutschland • Dänemark • Finnland«. Schleswig und Umgebung. Danewerk und Haithabu: Großdenkmale der Wikingerkultur – Tor zwischen Skandinavien und Europa. Agrarsoziale Gesellschaft e.V., 2007, abgerufen am 21. Februar 2023.
  3. ↑ Claus von Carnap-Bornheim, Anke Feiler-Kramer: Das UNESCO Welterbeprojekt „Phenomena and Monuments of Viking Culture“. In: Kennzeichen DK. Danewerk UNESCO-Weltkulturerbe, 88, 2007. Kgl. Dänische Botschaft Presse- und Kulturabteilung (V.I.S.D.P.).
  4. ↑ museen am meer. In: Pia Behnke. Kiel-Sailing City, abgerufen am 21. Februar 2023.
  5. ↑ Gemeinsame Erklärung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Landeshauptstadt Kiel und des IFM-GEOMAR. (PDF) Das EU-geförderte Netzwerk Kultur-Wirtschaft-Museen am Meer. Landeshauptstadt Kiel, 17. März 2011, abgerufen am 21. Februar 2023.
  6. ↑ Joachim Sebastian: "Schleilichter" - aus Denkprozess wird Sehgenuss. In: Heimatgemeinschaft Eckernförde e.V. (Hrsg.): Jahrbuch 2023. Heimatgemeinschaft Eckernförde e.V. Band 81, 2023, S. 149–158.
  7. ↑ Anke Feiler-Kramer: Vor 1200 Jahren an der Grönsfurt bei Fockbek: „super fluvium Egidoram in loco qui vocatur…, … sacramentis pax confirmatur“ (am Flusse Eider an einem Ort, der … genannt wird, ist der Frieden beeidet worden). In: Rendsburger Jahrbuch Bd. 61 (2011) S. 7–28
  8. ↑ Atelier Schleilichter. In: Sehenswürdigkeiten im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Kulturstiftung Kreis Rendsburg-Eckernförde, abgerufen am 29. Juli 2025.
  9. ↑ Dirk Steinmetz: Kunst in Kosel So setzt die Künstlerin Anke Feiler-Kramer mit Licht, Farbe und Treibholz den Norden in Szene. In: Eckernförder Zeitung. 22. März 2022, abgerufen am 5. November 2025.
  10. ↑ Fleckeby: Ausstellung "Schleilichter-Radierungen. Druckwerke von Anke Feiler-Kramer. In: schleswig-holstein.sh. Das Kulturportal für den Norden. Abgerufen am 5. November 2025.
  11. ↑ Austellung "Schleilichter" Druckwerke – Radierungen von Anke Feiler-Kramer. In: KulturFleck. 1. April 2025, abgerufen am 5. November 2025.
Personendaten
NAME Feiler-Kramer, Anke
KURZBESCHREIBUNG deutsche Archäologin, Betriebswirtin und Freischaffende Künstlerin
GEBURTSDATUM 1967
GEBURTSORT Bielefeld