Anna Banti

Anna Banti (geboren als Lucia Lopresti, 27. Juni 1895 in Florenz; gestorben 2. September 1985 in Ronchi di Massa) war eine italienische Schriftstellerin und Kunsthistorikerin.

Leben

Lucia Lopresti wuchs als Einzelkind kalabrischer Eltern auf. Ihr Vater Luigi Vincenzo war ein Rechtsanwalt und führte sie an die Geisteswissenschaften heran. Sie wurde geprägt von der bürgerlichen Kulturlandschaft des neunzehnten Jahrhunderts und den Erzählungen von Balzac, Manzoni, Verga und Proust. An der Universität La Sapienza studierte und promovierte sie in Kunstgeschichte bei Adolfo Venturi über Marco Boschini. In den folgenden Jahren veröffentlichte sie eine Reihe von kunsthistorischen Aufsätzen.

1924 heiratete sie den Kunstkritiker und Kunsthistoriker Roberto Longhi, dessen Schülerin sie am Liceo Visconti in Rom gewesen war. Sie lebte in Rom und Bologna, bis sie 1940 in ihren Geburtsort zurückkehrte. Ihre erste Erzählung veröffentlichte sie 1934. Neben ihren großen Romanen verfasste Anna Banti Kunst- und Filmkritiken, schrieb Biographien über Matilde Serao und Giovanni da San Giovanni und übersetzte zahlreiche englischen Texte. 1950 gründete sie zusammen mit ihrem Mann die Kunst- und Literaturzeitschrift Paragone. Für den Roman La Monaca die Sciangai erhielt sie 1958 den Premio Veillon.

1982 wurde sie mit einem Antonio-Feltrinelli-Preis ausgezeichnet.

Werke (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Biografie, Lucia (pseudonimo Anna Banti) auf treccani.it, abgerufen am 28. Februar 2014.
  2. ↑ Biografie auf lib.uchicago.edu, abgerufen am 28. Februar 2014.
  3. ↑ Lucia Lopresti Longhi bei italiadonna.it, abgerufen am 28. Februar 2014.
Personendaten
NAME Banti, Anna
ALTERNATIVNAMEN Lucia Lopresti (Geburtsname); Lucia Lopresti Longhi (Ehename)
KURZBESCHREIBUNG italienische Schriftstellerin
GEBURTSDATUM 27. Juni 1895
GEBURTSORT Florenz
STERBEDATUM 2. September 1985
STERBEORT Ronchi di Massa