Anne Heinlein (* 1977 in Potsdam) ist eine deutsche Foto-Künstlerin.
Anne Heinlein wurde als Tochter einer Lehrerin und eines Ingenieurs geboren und wuchs in einem kritischen religiösen Umfeld auf. Seit der Wende und nach dem Schulabschluss gehörte sie zur Potsdamer Künstler- und Hausbesetzer-Szene, wo sie die unmittelbaren Auswirkungen des Arbeitsplatzabbaus, des Wohnungsverlustes, des Verfalls und der wilden Nutzung von Wohn- und Geschäftshäusern unmittelbar kennenlernte. Sie absolvierte 1997 eine Lehre als Fotografin. Bereits frühzeitig erfuhr sie von den öffentlich eher unbekannten militärischen Objekten in Städten und Gemeinden wie geheimdienstliche Sperrobjekte, konspirative Wohnungen und Ähnliches.
Mit einer Großformat-Fotokamera hält Anne Heinlein Ereignisse, Gebäude, Gegenden, Ansichten und Reste von militärisch genutzten Räumen und Flächen mit Schwarz-Weiß-Filmen fest. Sie bedient sich gegebenenfalls auch der Methode des Tiltens, d. h. des bewussten Verschwenkens der Objektivstandarte, was zur Verlagerung der Schärfenebene führt und ungewohnte Blicke auf die Objekte lenkt und öffnet.
In den Jahren 2000 bis 2006 studierte Anne Heinlein Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, unter anderem bei den Professoren Timm Rautert und Joachim Brohm. Vom Land Brandenburg erhielt sie in den Jahren 2005 und 2012 jeweils ein Arbeitsstipendium Bildende Kunst.
Solo
Gruppen
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heinlein, Anne |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Fotokünstlerin |
| GEBURTSDATUM | 1977 |
| GEBURTSORT | Potsdam |