Annetta Alexandridis

Annetta Alexandridis (* 1. April 1968 in Frankfurt am Main, Deutschland; † 13. April 2026 in New York City, New York) war eine deutsche Klassische Archäologin.

Annetta Alexandridis, Tochter des Ophthalmologen Evangelos Alexandridis, besuchte nach dem Abitur am Kurfürst-Friedrich-Gymnasium Heidelberg zunächst 1986/87 den Cours de langue et civilisation française an der Sorbonne in Paris, danach studierte sie ein Jahr an der École du Louvre in Paris. 1989 begann sie das Studium der Klassischen Archäologie, Alten Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität München, 1990/91 verbrachte sie an der Universität Perugia. An der Universität München erlangte sie im Juli 1994 mit der Arbeit „Statuarische Darstellung römischer Kaiserinnen am Beispiel der Faustina maior und der Faustina minor“ den Magister Artium-Abschluss, die Promotion bei Valentin Kockel folgte 1997 mit der Arbeit „Die Frauen des römischen Kaiserhauses von Livia bis Iulia Domna in statuarischer, epigraphischer und numismatischer Überlieferung“. Die Dissertation wurde mit dem Förderpreis der Universität ausgezeichnet. Kurzzeitig war sie danach Volontärin an der Kommission zur Erforschung des antiken Städtewesens der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Daran anschließend war Alexandridis 1997/98 als Inhaberin des Reisestipendiums des Deutschen Archäologischen Instituts im Mittelmeerraum unterwegs. Daran schloss sich 1998/99 ein Volontariat an der Antikensammlung Berlin an. 1999 wechselte sie als Wissenschaftliche Assistentin an die Universität Rostock. 2005–2006 war Alexandridis Junior Fellow am Center for Hellenic Studies in Washington, D.C. Ab 2006 lehrte sie zunächst als Assistant Professor, später als Associate Professor für antike Kunstgeschichte und Archäologie an der Cornell University.

Alexandridis forschte insbesondere zur Ikonografie der griechischen Mythen, Tieren und Menschen, zur römischen Skulptur sowie zur Beziehung von Archäologie und Fotografie. 1987 nahm sie an Ausgrabungen in Archanes teil, von 1990 bis 1992 an den von Ulrich Sinn geleiteten Ausgrabungen im kaiserzeitlichen Olympia, 1997 und 1999 an den von Valentin Kockel geleiteten Ausgrabungen in der Region des Macellums von Ostia sowie seit 2007 an den Ausgrabungen in Sardis, deren Co-Direktor unter Nicholas Cahill sie seit 2008 war.

Sie war Mitglied des Deutschen Archäologen-Verbandes und von 2004 bis 2006 Mitglied im Vorstand der Vereinigung. Zudem war sie Mitglied des Archaeological Institute of America sowie seit 2001 korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.

Sie war verheiratet und starb am 13. April 2026 im Alter von 58 Jahren.

Schriften

Herausgeber

Einzelnachweise

  1. ↑ Kate Blackwood: Classical art historian Annetta Alexandridis dies at 58. In: news.cornell.edu. 16. April 2026, abgerufen am 20. April 2026 (englisch, Nachruf).
Personendaten
NAME Alexandridis, Annetta
KURZBESCHREIBUNG deutsche Klassische Archäologin
GEBURTSDATUM 1. April 1968
GEBURTSORT Frankfurt am Main
STERBEDATUM 13. April 2026
STERBEORT New York City