Anselm Weyer

Anselm Weyer (* 1976 in Darmstadt) ist ein deutscher Journalist und Autor. Er lebt in Arnsberg.

Leben

Nach seiner Promotion zu Günter Grass bei Volker Neuhaus an der Universität zu Köln arbeitete Weyer als Wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Günter-Grass-Stiftung in Bremen. Später war er als Lektor und Redakteur beim Berliner Architekturverlag DOM publishers angestellt, wo er den Architekturführer Köln sowie den Architekturführer Sauerland publizierte.

Er schrieb unter anderem für die Neue Musikzeitung und Feinschwarz.net. Für den Greven Verlag Köln verfasste er 2016 das erzählende Sachbuch Liturgie von links über Dorothee Sölle und das Politische Nachtgebet. Seit 2015 erscheint seine historische Artikel-Serie Spurensuche in der Kölnischen Rundschau.

Auf seiner Artikelserie Babylon Köln in der Kölnischen Rundschau basiert sein True-Crime-Erzählband Die Insel der Seligen. Dieses Buch, gestaltet von Clara Neumann, wurde 2023 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Buchkunst als Deutschlands schönstes Regionalbuch in der Kategorie Literatur & Belletristik ausgezeichnet. Die vergessene Geschichte der Brüder Heitger verarbeitete er zu seinem „wahren Krimi“ Wie die ruchlosen Brüder Heitger und ihre Spießgesellen eine Blutspur durch halb Deutschland zogen. Das von Birgit Kappler und Christina Schmid gestaltete Buch schaffte es auf die Shortlist für die schönsten Bücher Deutschlands 2024 und für das schönste Regionalbuch Deutschlands 2024.

Als Musiker gehörte Weyer unter anderem mit Radek Stawarz zur Begleitband von Franz Kasper und spielte auf seinen auf Day-Glo Records publizierten Alben sowie seinen Konzerten (Trompete, Bass, Mundharmonika, Klavier und Gitarre). Außerdem spielte er auf dem Debütalbum sowie auf Konzerten von Sebastian Ruin – unter anderem gemeinsam mit Micki Meuser.

Veröffentlichungen

Herausgeber

Diskografie

Einzelnachweise

  1. ↑ Michael Fuchs: Serie „Babylon Köln“: Als die Brüder Heitger die Republik in Atem hielten. Zur Person: Anselm Weyer. In: Kölnische Rundschau. 2. Juli 2023, archiviert vom Original am 2. Juli 2023; abgerufen am 18. September 2023 (Interview mit Anselm Weyer).
  2. ↑ Günter Grass Stiftung Bremen ist am 29. September ein „Ort der Ideen“ - Pressestelle des Senats. Abgerufen am 13. September 2023.
  3. ↑ Andreas Rossmann: Wo Elefanten auf die Waage kommen. Mehr als ein Architekturführer: Anselm Weyers exzellent recherchierte und reich bebilderte Baugeschichte von Köln bildet die Domstadt im Wandel ab. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 13. Juli 2021.
  4. ↑ Anselm Weyer: Architekturführer Köln - Perlentaucher. Abgerufen am 13. September 2023.
  5. ↑ Martin Struck: Anselm Weyer. Architekturführer Köln. In: Geschichte in Köln. Zeitschrift für Stadt- und Regionalgeschichte. Band 69, 2022, S. 376 f.
  6. ↑ Ein Interview mit Dr. Anselm Weyer (Autor). 26. November 2020, abgerufen am 13. September 2023.
  7. ↑ Anselm Weyer. 3. September 2010, abgerufen am 13. September 2023.
  8. ↑ 1968: „…seine Revolution weitertreiben / auf sein Reich hin.“ – feinschwarz.net. 20. Februar 2018, abgerufen am 13. September 2023 (deutsch).
  9. ↑ Engelbert Broich: "Liturgie von links. Dorothee Sölle und das Politische Nachtgebet in der Antoniterkirche". In: Evangelischer Kirchenverband Köln und Region. 18. Juli 2016, abgerufen am 13. September 2023 (deutsch).
  10. ↑ Christiane Florin: Politische Theologie - Wecker: "Revolutionen kommen von links, der Putsch kommt von rechts". Gespräch mit Konstantin Wecker und Anselm Weyer über Dorothee Sölle. In: deutschlandfunk.de. Abgerufen am 13. September 2023.
  11. ↑ Liturgie von links - Gespräch über Dorothee Sölle mit Dr. Anselm Weyer. Abgerufen am 13. September 2023 (deutsch).
  12. ↑ Redaktion Live – Auf historischer Spurensuche. Abgerufen am 13. September 2023 (deutsch).
  13. ↑ Benedikt Neuwöhner: Anselm Weyer: Die Insel der Seligen. Köln 1918-1926. In: Geschichte in Köln. Zeitschrift für Stadt- und Regionalgeschichte. Nr. 69, 2022, ISBN 978-3-412-52568-2, S. 379 f.
  14. ↑ Ein Interview mit Anselm Weyer (Autor). 30. Mai 2022, abgerufen am 13. September 2023.
  15. ↑ Jörg Kijanski: Rezension - Anselm Weyer - Die Insel der Seligen (Buch) - booknerds.de. In: booknerds.de - alle medien & genres. 14. Juni 2022, abgerufen am 13. September 2023 (deutsch).
  16. ↑ Staatsbegräbnis für den Mörder: Rheinischer „Freiheitskämpfer“ stirbt nach Attentat. 11. Februar 2023, abgerufen am 13. September 2023.
  17. ↑ Neues Buch über Weimarer Republik: Wie Goebbels Kölner Verein betrog. 23. Mai 2022, abgerufen am 13. September 2023.
  18. ↑ Deutschlands schönstes Regionalbuch 2023: Das sind die Siegertitel, abgerufen am 20. Oktober 2023.
  19. ↑ Deutschlands Schönste Regionalbücher 2023 (Memento vom 23. September 2023 im Internet Archive), abgerufen am 20. Oktober 2023.
  20. ↑ Wolfgang Kaes: Anselm Weyers Krimi-Drama: Wie die Heitger-Brüder eine Blutspur durch Deutschland zogen. 10. September 2023, abgerufen am 13. September 2023.
  21. ↑ Stephan Eppinger: Spannung: Die Blutspur der Brüder Heitger. In: Westdeutsche Zeitung. 29. August 2023, abgerufen am 13. September 2023.
  22. ↑ Shortlist Deutschlands schönste Bücher 2024, abgerufen am 22. Oktober 2024.
  23. ↑ Deutschlands Schönste Regionalbücher 2024, abgerufen am 22. Oktober 2024.
  24. ↑ Christian Riethmüller: Franz Kasper im Frankfurter Club „Das Bett“. In: FAZ.NET. 7. Januar 2008, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 13. September 2023]).
  25. ↑ Ulrich Maurer: Kant ist zu viel. Interview mit Franz Kasper / Gaesteliste.de Internet-Musikmagazin. 2002, abgerufen am 13. September 2023.
  26. ↑ Credits zu "Sebastian Ruin". Backstage Pro, 2010, abgerufen am 13. September 2023.
Personendaten
NAME Weyer, Anselm
KURZBESCHREIBUNG deutscher Journalist und Autor
GEBURTSDATUM 1976
GEBURTSORT Darmstadt