Ansitz Liebenstein

Ansitz Liebenstein

Ansitz Liebenstein (alternative Schreibweise: Ansitz Liebnstain bzw. Weißhaus) ist ein ehemaliger Ansitz in St. Michael, einer Fraktion der Gemeinde Eppan in Südtirol.

Geschichte

Wappen der Lustrier

Den regelmäßigen Adelssitz errichtete zu Beginn des 17. Jahrhunderts der österreichische Rat, Zahlmeister und Bürgermeister von Innsbruck Christoph Lustrier im Stil der Renaissance. Der im Barchentgeschäft tätige Christoph Lustrier war Miterbe des Handelsunternehmens seines Vaters, des Innsbrucker Stadtrates Michael Lustrier.

Der Eigentümer und seine Familie nannte sich nach dem Ansitz „Lustrier von Liebenstein“. Das elegante Gebäude mit Eckerker ist sowohl im Codex Brandis wie auch in der Tirol-Karte von Mathias Burglechner verzeichnet. Später trug der Edelsitz den Namen Weißhaus. Am 22. März 1951 erfolgte der Eintrag in die staatliche Denkmalliste. Im Jahr 1977 stürzte der nördliche Gebäudeteil ein. Infolge dieses Ereignisses kam es zu einem umfassenden Wiederaufbau, bei dem jedoch der ursprüngliche Charakter im sogenannten Überetscher Stil verloren ging. Im Erdgeschoss sind die Räume gewölbt und in den oberen Stockwerken teilweise mit bemalten Holzdecken versehen.

Literatur

Commons: Liebenstein (Weißhaus) in Eppan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Joseph Appel: Repertorium zur Münzenkunde des Mittelalters und der neueren Zeit. Band 3. Hartleben, 1823, S. 522.
  2. ↑ Heraldisch-Genealogische Gesellschaft "Adler": Monatsblatt der Heraldischen Gesellschaft "Adler". 1901, S. 70.
  3. ↑ Der Österreichische Geschichtsforscher. C. Gerold., 1841, S. 327.
  4. ↑ Wilfried Beimrohr: Die Geschichte der Verwaltung der Stadt Innsbruck im 17. Jahrhundert. Innsbruck, 1995, S. 410.
  5. ↑ Gerhard Gessner: Österreichisches Familienarchiv: ein genealogisches Sammelwerk. Degener, 1963, S. 65.

Koordinaten: 46° 26′ 46,6″ N, 11° 16′ 34,7″ O