Anthea Hamilton
Leben
Anthea Hamilton wurde als Tochter eines aus Jamaika eingewanderten Paares in London geboren und besuchte dort eine katholische Schule.
Hamilton wurde 1997 an der Wimbledon School of Art ausgebildet und studierte anschließend an der Leeds Beckett University , wo sie im Jahre 2000 ihren Bachelor -Abschluss erhielt. 2005 folgte der Master am Royal College of Art in London.
Sie lehrt in Genf und bietet Workshops für Alumni am Royal College of Art an. Zuvor hatte sie eine Stelle am Arts Council und besaß für ein Jahr eine Galerie im Osten Londons.
Hamilton lebt und arbeitet in London.
Werk
Hamiltons Werke weisen Bezüge zur Pop Art auf und verbinden Elemente aus Kunst, Mode, Design und Film. Ihre Kunst ist Ergebnis einer intensiven Recherche und dient der Analyse zur Reflexion gesellschaftlicher Zusammenhänge. Hamilton selbst verweist auf den französischen Schriftsteller und Dramatiker Antonin Artaud als zentrale Inspirationsquelle, insbesondere dessen Konzept des „körperlichen Wissens von Bildern“. Ihre Werke zielen darauf ab, eine unmittelbare körperliche Reaktion bei den Betrachtenden hervorzurufen. Dies erreicht Hamilton durch den Einsatz ungewöhnlicher Materialien, überdimensionierter Formen und eines subtilen Humors.
Hamilton beschreibt Humor in ihrer Kunst nicht als Mittel zur Belustigung, sondern als ein Werkzeug zur gedanklichen Verarbeitung. Sie interessiert sich für die mechanische Funktionsweise von Humor innerhalb einer Idee, insbesondere im Kontext der Präsentation ihrer Recherchen. Der Einsatz von Humor ermögliche eine größere Offenheit und verhindere, dass ihre Arbeiten belehrend wirken.
Anthea Hamilton versteht sich weniger als Bildhauerin denn als Ausstellungsmacherin. Ihre Arbeiten entstehen stets mit Blick auf ihre spätere Inszenierung und Wirkung im Raum. Die Präsentation erfolgt dabei konsequent zu ihren eigenen Bedingungen – ein Selbstverständnis, das sie in einem Gespräch mit der Künstlerin Sylvie Fleury formulierte.
Aquarius (2010)
In dieser Installation verwendete Hamilton ein über sieben Meter hohes, auf ein Baugerüst gedrucktes Bild eines männlichen Modells, das auf dem Dach eines Parkhauses präsentiert wurde. Die sichtbare Gitterstruktur des Gerüsts verlieh der Pose des Modells eine klassische Ästhetik, die Assoziationen mit Leonardo da Vincis Vitruvianischem Menschen weckt. Durch einen gezielt geschaffenen Durchgang zwischen den Beinen der Figur wurde diese Referenz humorvoll gebrochen und ins Absurde überführt. Hamilton Arbeit bietet Raum für vielfältige Interpretationen. Das Motiv wirke zugleich „komisch und sexuell“.
Project for a Door (After Gaetano Pesce) (2016)
Die Skulptur war Teil von Hamiltons Installation für den Turner Prize 2016 in der Tate Britain . Das Werk basiert auf einem nie realisierten Entwurf des italienischen Designers Gaetano Pesce aus den 1970er-Jahren für den Eingang eines Apartmentgebäudes in New York: ein überdimensioniertes männliches Hinterteil, das aus einer Wand ragt, mit Händen, die die Pobacken spreizen. Hamilton übernahm diesen Entwurf und verwandelte ihn in eine großformatige Skulptur, die provokativ mit Themen wie Körperlichkeit, Architektur, Humor und Begehbarkeit spielt.
Das Werk entstand aus einer umfassenden Recherche, die Verbindungen zwischen venezianischer Gotik , dem Hyperrealismus in der Malerei und der Disco-Kultur herstellte.
Anthea Hamilton Reimagines Kettle’s Yard (2016)
Im Rahmen der Ausstellung Anthea Hamilton Reimagines Kettle’s Yard interpretierte Hamilton die Sammlung von Jim Ede neu, indem sie Werke aus Kettle’s Yard mit eigenen Arbeiten sowie mit Objekten von eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern kombinierte. In Anlehnung an die häusliche Atmosphäre des Originals integrierte sie Möbel, Textilien und Alltagsgegenstände in die Präsentation und schuf so eine ortsspezifische Installation, die Malerei, Skulptur und Design in einer raumbezogenen Inszenierung verbindet. Hamiltons Interesse an Form, Körper und Alltagsästhetik zeigt sich etwa in der Verwendung handgewebter Matten oder in figurativen Referenzen wie Kimonos oder Brotlaiben. Ihre Neuordnung von Edes Objekten würdigt dessen Sammlung nicht durch Konservierung, sondern durch kreative Transformation. Dadurch betont sie die Offenheit und Wandelbarkeit kuratorischer Räume.
The Squash (2018)
Mit dieser Inszenierung realisierte Hamilton eine ortsspezifische Installation für die Duveen Galleries in der Tate Britain. Die Arbeit vereint Skulptur, Performance und Rauminstallation und bestand aus einem weißen, gekachelten Ausstellungsraum, der an ein Schwimmbecken oder eine Klinik erinnerte. Täglich bewegte sich eine verkleidete Person in einem vom Modehaus Loewe entworfenen, hochstilisierten Kostüm mit einem überdimensionalen Kürbiskopf („gourd head“) durch den Raum. Diese Figur verkörperte eine stille, rätselhafte Präsenz zwischen Objekt und Subjekt und verlieh der Installation eine lebendige Dimension. Die Inszenierung thematisierte Fragen nach Identität, Körperlichkeit und Ritual sowie die Rolle der Betrachtung im musealen Kontext.
Weitere Werke (Auswahl)
1999: Over the Rainbow , Video
2006: Figaro , Skulptur
2006: Man , Skulptur
2006: Untitled (Dance) , Skulptur
2006: Untitled (Odile) , Skulptur
2006: Olympian
2007: The Piano Lesson
2007: Das Buschwoman , Saatchi Gallery
2008: The Waitress , Holz, Brot, Klammer, Aprikose, Farbe
2010: Brick Suit
2010: Leg Chair (John Travolta ) , Postkarten, Plexiglas, Gips und Messing
2011: Leg Chair (Jane Birkin ) , Arts Council Collection
2011: Divers , Siebdruck, Arts Council Collection
2012: faber and faber kimono , Digitaldruck auf Baumwoll-Canvas, Baumwolle, gebürsteter Stahl, Schnur und Holz
2012: John Travolta, Bust-like
2012: Kabuki Chef
2012: Karl Lagerfeld Bean Counter , Tate Britain
2012: Leg Chair (SUSHI NORI) , Acryl, Messing, Gips, Wachs, Nori -Algenblätter, Reiskuchen , The Hepworth Wakefield
2012: Venice Kimono , Stoff
2012: Portrait of John (rubbernecking) , maßgefertigte Tapete für einen geschwungenen Raum mit Fenstern
2012: Travolta Kimono , Digitaldruck auf Seiden-Viskose-Satin, Baumwolle, Baumwollseil, gebürsteter Stahl, Schnur und Holz
2012: Wild Food Kimono , Digitaldruck auf Shantung Dupion-Seide, Seiden-Viskose, Leder, gebürsteter Stahl und Schnur
2013: Wrestler Kimono , PVC-Kunstleder, Seidensatin-Acetat, Baumwolle und Stahl auf Holzsockel
2014: Leg Chair (Cigarettes ), Acryl, Messing, Gips und Wachs, Tate Britain
2014: Vulcano Table , handgeblasenes Glas, rote Pigmentfarbe, pulverbeschichtetes Metall
2015: British grasses kimono , digital bedruckte Seide, Baumwolle, Korbgeflecht, Baumwollseil und Edelstahlrahmen
2015: Ant Farms , Acrylglas, Digitaldruck auf PVC -Tapete, lebende Ameisen, PVC-Schläuche, MDF-Platte
2015: Cigarette Kimono , digital bedruckte Seide, Seide, digital bedrucktes Lycra, Baumwolle und Frottee
2015: Project For A Door (Sculpturecenter) , Polystyrol, Ölfarbe, Epoxidharz, Jesmonite
2016: Guimard Chastity Belt
2016: karasutra (after mario bellini)
2016: Wavy Thigh High Giallo Boot
2018: Gourd-headed Dancer , Performance
2018: h is for hairy leg , Acryl, Metallklammern, Sprühfarbe, Gummi, Perlen und Kunststoff
2018: t is for tax return , Holzregal, Ordner, Alabaster , Perlen, Kunststoff, Reisnudeln und Holz
2018: friends (k is for kegels) , Holz, Vinyl, Reißverschlüsse, Plastikspielzeug, Stofftier und Holzsockel
2018: 4-colour wavy boot , bemaltes Holz, Spitze, Metall und Holzsockel
2018: Wavy Carbon Trap Shino Boot , glasierter Ton
2018: Wavy Concrete Boot
2018: Wavy window boot , Acryl, Schlösser und Holzsockel
2019: Mama Moth Sofa , Stoff, Polyurethanschaum und Holz
2019: Two Chefs , Serie von Schaufensterfiguren, diverse Küchengegenstände, Kleidung, rote Paprika, Zuckermais, Flechten
2020: Cabbage five four ways
2021: Extensions , Installation für das Treppenhaus im Institute of Contemporary Art Miami, Miami
2021: The Garden , permanenter Garten für das Studio Voltaire, London
2022: Cold, Cold Heart Incense (in Zusammenarbeit mit dem Parfumhersteller Ezra-Lloyd Jackson)
2022: Giant Pumpkin No. 3
2022: Metal Waves Kimono , Kaliko , gebürsteter Edelstahl, Stahlstifte
2022: Night Flowers 8 , Digitaler Druck auf Linoleum
2022: Primetime , speziell für die Architektur und den Standort der Hayward Gallery in London konzipierter Film
2022: Slanted Way Boot (Double Angulation) , Marmor
2022: Sleeping Kimono , digital bedruckte Seide, Baumwolle, Seide, synthetisches Material, Gummi, Beton, 12 Basaltplatten
2022: Untitled (Slanted Tartan Suit) , gewebter Anzug
2025: Calzedonia (Hot Legs) , Installation, digital bedruckter Bull Denim, digital bedruckter Plüschsamt, Digitaldruck auf Vinyl, Textilien, Holz, Pastellfarben, Sprühfarbe, Plexiglas, Metallblumen
2025: Leg Chair (Rankaku)
2025: Shibari Desk (in Zusammenarbeit mit dem Holzkunsthandwerker Pietroarco Franchetti)
2025: Transposed Lime Waves
Gruppenausstellungen (Auswahl)
2007: Anthea Hamilton und Thomas Kratz , Mary Mary, Glasgow
2008: Art Now: Strange Solution , Tate Britain, London
2008: Martian Museum of Terrestrial Art , Barbican Center , London
2009: Small Collections , Nottingham Contemporary , Nottingham
2009: Vérité Tropicale , Circuit, Lausanne
2010: Aquarius , Bold Tendencies 4, London
2010: Newspeak: British Art Now , Saatchi Gallery, London
2011: British Art Now , Art Gallery of South Australia , Adelaide
2011: One Person’s Materialism is Another Person’s Romanticism , ReMap3, Athen
2011: Savage Messiah , Rob Tufnell Gallery, London
2011: There Are Two Sides to Every Coin, and Two Sides to Your Face , Galerie Xippas, Paris
2012: Glaze , Chez Valentin, Paris
2012: In the Belly of the Whale (Act III) , Centro Culturel Montehermoso, Vitoria-Gasteiz
2012: Kabuki - Performance Year Zero , Tate Gallery of Modern Art , London
2012: LUX Biennial of Moving Images , Institute of Contemporary Arts , London
2012: One Person’s Materialism is Another Person’s Romanticism II, Glasgow International, Glasgow
2012: Phases , Wallspace Gallery, New York
2012: Space-Time Festival , Wysing Arts Centre, Cambridge
2012: Tramway Festival of Artist’s Moving Image , Tramway, Glasgow
2013: Abstract Cabinet , Roberts Institute of Arts, London
2013: Antibody , Lisa Cooley, New York
2013: Better Homes , SculptureCenter, Long Island
2013: Flatness: Cinema after the Internet , Oberhausen
2013: ICA Off-Site: A Journey Through London’s Subculture; 1980’s to now , The Old Selfridges Hotel, London
2013: Island , Frank Cohen Collection, London
2013: Notes on Neo Camp , Studio Voltaire, London
2013: Souvenir , Galerie Perrotin, Paris
2014: Assembly: A Survey of Recent Artists’ Film and Video in Britain 2008-2013 , Tate Britain, London
2014: Athletic Valentin , Chez Valentin, Paris
2014: Burning Down the House , Gwangju Biennale , Gwangju
2014: Don’t You Know Who I Am? Art After Identity Politics , Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen , Antwerpen
2014: Period Room , Palais de Tokyo , Paris
2014: Pre-Pop to Post-Human: Collage in the Digital Age , Galway International Arts Festival, Galway
2014: That Obscure Object of Desire , Luxembourg + Co, New York
2015: The Averty Show , Le Confort Moderne, Poitiers
2015: Mon Horizontalité , Until Then, Paris
2015: Terrapolis , NEON und Whitechapel Art Gallery , Athen
2015–16: Chance Encounters , Fundación Loewe, Art Basel , Miami
2015–16: Chance Encounters , Loewe Foundation, Miami
2015–16: La Vie Moderne , 13. Biennale d’art contemporain de Lyon , Lyon 35
2015–2017: British Art Show 8 , Hayward Gallery, London34
2016: History of Nothing , White Cube , London
2016: 8 Femmes , Office Baroque, Brüssel
2017: Corn Smut , White Cube, London
2017: Disobedient Bodies , The Hepworth Wakefield, Wakefield
2017: Domesticity VI , Kayu-Lucie Fontaine, Bali
2017: Footnotes , Whitechapel Art Gallery, London
2017: I go, you go, good to go , UncleBrother, Hancock, New York
2017: Uummannaruaq , 1857, Oslo
2018: Pulp Fiction: The Conscientious Objector , MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles
2018–19: Perceptions; Women Tailored to Society? , Matica srpska , Novi Sad
2019: As Seen on Screen: Art and Cinema , Walker Art Gallery , Liverpool
2019: May You Live in Interesting Times , Biennale di Venezia , Venedig
2019: Objects of Wonder: British Sculpture 1950s-Present, from the Tate Collection , PalaisPopulaire , Berlin
2019: Objects of Wonder – from Pedestal to Interaction , ARoS Aarhus Kunstmuseum , Aarhus
2019: Paralympic Heritage – Stories from Bradford , Cartwright Hall Art Gallery, Bradford
2019: Perceptions: Berrneshat , National Gallery of Kosovo, Pristina
2019: Selfnessness , Kunstnernes Hus, Oslo
2019: We Must Cultivate Our Garden , Sunshine Café, Margate
2020: Collection as Poem in the Age of Ephemerality , X Museum, Peking
2020: Junque , Massimo de Carlo Gallery, London
2020: Living Things , JTT, New York
2020: Paint the Town in Sound , Sunderland Museum and Winter Gardens, Sunderland
2021: The Paradox of Stillness: Art, Object, and Performance , Walker Art Center , Minneapolis Es handelt sich hier um eine Ausstellung zur Beziehung von Performance und Bildender Kunst, mit Fokus auf den Übergängen zwischen Bewegung, Stillstand und Zeit, in der Hamilton einen Beitrag zur Rolle des Körpers und der Bewegung im skulpturalen Raum gestaltete.
2021: Bloomberg New Contemporaries 2020 , South London Gallery, London
2021: Breaking the Mould: Sculpture by Women since 1945 , Yorkshire Sculpture Park , Wakefield
2021: Hockney to Himid: 60 years of British Printmaking , Pallant House Gallery, Chichester
2021: Wishbone Vision , Project Native Informant, London
2021: KOLÉ SÉRÉ , Braunsfelder, Köln
2022: Found Cities, Lost Objects: Women in the City , Birmingham Museum and Art Gallery, Birmingham
2022: Myriad Reflector , Centro de Arte Dos de Mayo , Madrid
2022: No Stranger or Lover to Me , Rønnebæksholm, Næstved
2022: Radical Landscapes , Tate Liverpool, Liverpool
2023: Alea Iacta Est , Vistamare, Mailand
2023: Le Retour , Musée régional d’art contemporain Occitanie , Sérignan
2023: Nudes: Kunst aus der Tate , LWL-Museum für Kunst und Kultur , Münster
2023: Old Veins, New Tunnels , Heidi Gallery, Berlin
2023: On Foot , Offer Waterman, London
2023: On Living , With Taste, Brüssel
2023: Paraventi: Folding Screens from the 17th to 21st Centuries , Fondazione Prada , Mailand
2023: S.t.a.n.d.a.r.d. P.r.a.c.t.i.c.e , Kunstverein in Hamburg , Hamburg
2024: The Campus | Inaugural Exhibition , Anton Kern Gallery, Claverack
2024: Come Closer , Middelheimmuseum , Antwerpen
2024: Des exploits, des chefs-d’œuvre , Regionalfonds für zeitgenössische Kunst Sud , Marseille
2024: Loewe Lamps , Salone del Mobile, Mailand
2024: The Shape of Things: Still Life in Britain , Pallant House Gallery, Chichester
2024: Toil , Croy Nielsen
2024–25: Conversations , Walker Art Gallery, Liverpool
2025: Ellipse And Ellipsis , Nicoletta Fiorucci Foundation, London
2025: Ensemble , The Perimeter, London
2025: BERLIN: In anderen Händen - Highlights from the Miettinen Collection , Philara Collection, Düsseldorf
Einzelausstellungen (Auswahl)
2005: How Deep Is Your Love? , Vision On, London
2006: Athens , Ibid Projects, London
2006: Solo Presentation, Liste 06 , The Young Art Fair, Basel
2007: Anthea Hamilton: Cut-outs , Galerie Fons Welters, Amsterdam
2007: Art Statements , Art Basel 38 , Basel
2007: Anthea Hamilton , Ibid Projects, London
2008: Gymnasium , Chisenhale Gallery, London
2009: Anthea Hamilton: Spaghetti Hoops , La Salle de bains, Lyon
2009: Calypsos (in Zusammenarbeit mit Nicholas Byrne), Studio Voltaire, London
2009: Turnhalle , Kunstverein Freiburg , Freiburg
2011: Open Set , Ibid Projects, London
2011: Venice: Exploring Disco , Kurzfilm, Frieze Film, London
2012: Anthea Hamilton: Sorry I’m Late , Firstsite, Colchester
2012: Frieze Projects East: LOVE (in Zusammenarbeit mit Nicholas Byrne), Poplar Baths, London
2012: Les Modules , Palais de Tokyo, Paris
2013: LET’S GO! , Bloomberg Space, London
2014: Just Kimonos , Shanaynay, Paris
2014: LOVE (in Zusammenarbeit mit Nicholas Byrne), Glasgow International Exhibition, Glasgow
2015: House , Kunst im öffentlichen Raum (KORO), Oslo
2015: Kar-a-sutra, House, Oslo
2015: Donuts, Fig-2, Institute of Contemporary Arts, London
2015–16: Lichen! Libido! Chastity! , SculptureCenter, Long Island
2016: Frieze Projects New York , Randall’s Island , New York
2016: Grasses, The Magazine Sessions , Serpentine Gallery , London
2016: LOVE IV: Cold Shower (in Zusammenarbeit mit Nicholas Byrne), Schinkel Pavillon , Berlin
2016: Turner Prize , Tate Britain, London
2016–17: Anthea Hamilton Reimagines Kettle’s Yard , The Hepworth Wakefield, Wakefield
2018: Anthea Hamilton: The New Life , Wiener Secession , Wien
2018: A is for… and, am, anxious, apple, adore , Kaufmann Repetto, Mailand
2018: The Squash , Tate Britain, London
2019: Anthea Hamilton: The Prude , Thomas Dane Gallery, London
2022: Anthea Hamilton: Cold, Cold Heart , Kaufmann Repetto, Mailand
2022: Mash Up , Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen, Antwerpen
2022: The Pillow Book , O’Flaherty’s, New York
2025: Soft You , Fondazione Memmo, Rom
2025: The Squash , Basel Social Club, Basel
The Squash im Basel Social Club (2025)
Werke in öffentlichen Sammlungen
Preise und Auszeichnungen
2005: Nominierung für den Jerwood Artists Platform Award
2006: Nominierung für den Beck's Futures Award
2016: Nominierung für den Turner Prize
Rezeption
2024 wurde Anthea Hamilton in das umfangreiche Nachschlagewerk Great Women Sculptors des Phaidon-Verlags aufgenommen, das bedeutende Bildhauerinnen der Kunstgeschichte würdigt.
Die Kunstkritikerin Laura Herman hebt in ihrer Analyse Hamiltons visuell geprägte, fragmentarisch arbeitende Praxis hervor, die sich durch ein sensibles Zusammenspiel von Beobachtung, Recherche und kulturellen Referenzen auszeichnet. Herman betont, dass Hamiltons Installationen weniger auf kohärente Narrative als auf einen „Verdauungsprozess“ abzielen, in dem „Objekte fortlaufend überarbeitet und neu kontextualisiert werden“ (Original: „a digestive process, with objects undergoing constant revision“). Die Künstlerin entwickle dabei ein komplexes Geflecht aus persönlichen, politischen und kunsthistorischen Bezügen, das gleichermaßen spielerisch wie kritisch sei. Laut Herman liege eine besondere Qualität von Hamiltons Werk in ihrer Fähigkeit, sowohl das „Vergnügen am Sehen“ als auch die „Mechanismen der Verdrängung“ sichtbar zu machen.
Alex Farquharson, Direktor der Tate Britain, würdigte Anthea Hamiltons Werk als einen eigenständigen Beitrag zur britischen und internationalen Kunst. Laut Farquharson zeichnen sich Hamiltons Arbeiten durch eine visuelle Verspieltheit und gedankliche Tiefe aus und schaffen eindrückliche Erlebnisse, die zugleich irritieren und erfreuen.
Literatur
Catherine Wood und Michelle Cotton : Anthea Hamilton: Sorry I’m Late . firstsite, 2012, ISBN 978-0-948252-35-8 .
Ruba Katrib : Anthea Hamilton: Lichen! Libido! Chastity! Hrsg.: SculptureCenter. New York 2015, ISBN 978-0-9893389-7-4 .
Andrew Bonacina und Jennifer Powell : Anthea Hamilton Reimagines Kettle's Yard . Hrsg.: Kettle's Yard Gallery. 2016, ISBN 978-1-904561-59-0 .
Anne-Claire, Milovan Farronato Schmitz, Taylor LeMelle et al. : Mash-up . Triangle Books, 2023, ISBN 978-2-93077754-2 .
Einzelnachweise
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1 2 3 4 Anthea Hamilton artist. Ben Uri Gallery, abgerufen am 14. Juli 2025 .
1 2 3 Anthea Hamilton. artnet , abgerufen am 14. Juli 2025 .
1 2 3 4 Nosheen Iqbal: Anthea Hamilton on how she plans to top her Turner prize buttocks. The Guardian , 20. März 2018, abgerufen am 14. Juli 2025 .
1 2 Anthea Hamilton — Mash Up. Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen, abgerufen am 14. Juli 2025 .
1 2 Julia Grosse: Venetian gothic architecture, super realist painting and disco culture. Contemporary And , 5. Dezember 2016, abgerufen am 14. Juli 2025 .
↑ Ella Martin-Gachot: Sylvie Fleury and Anthea Hamilton ‘This Feeling of Where Things Should Be’. Thaddaeus Ropac , 10. September 2024, abgerufen am 14. Juli 2025 .
1 2 Frieze Projects New York 2016. e-flux, abgerufen am 21. Juli 2025 .
1 2 Helen Sumpter: Anthea Hamilton. ArtReview , 9. Januar 2017, abgerufen am 14. Juli 2025 .
↑ Mark Brown: Turner prize 2016 shortlist features buttocks sculpture and choo-choo train. The Guardian, 12. Mai 2016, abgerufen am 14. Juli 2025 .
↑ Sam Sherman: Anthea Hamilton. Artforum , März 2017, abgerufen am 17. Juli 2025 .
1 2 Adrian Searle: Anthea Hamilton review – gourds move in mysterious ways at Tate Britain. The Guardian, 21. März 2018, abgerufen am 14. Juli 2025 .
↑ Anthea Hamilton. Default, abgerufen am 17. Juli 2025 .
1 2 3 4 Gilda Williams: Anthea Hamilton. Artforum, November 2006, abgerufen am 17. Juli 2025 .
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↑ Das Buschwoman. ArtFacts.Net , 2007, abgerufen am 16. Juli 2025 .
↑ The Waitress. Artory, abgerufen am 16. Juli 2025 .
1 2 3 4 5 Hannah Silver: Food, sexuality and domesticity: Anthea Hamilton reconsiders the familiar in Antwerp. Wallpaper , 14. Oktober 2022, abgerufen am 14. Juli 2025 .
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 Anthea Hamilton. Kaufmann Repetto, abgerufen am 14. Juli 2025 .
↑ Anthea Hamilton: Leg Chair (Jane Birkin). Arts Council Collection, abgerufen am 17. Juli 2025 .
↑ Anthea Hamilton: Divers. Arts Council Collection, abgerufen am 17. Juli 2025 .
↑ Anthea Hamilton. Artspace, abgerufen am 21. Juli 2025 .
1 2 Skye Sherwin: Artist of the week 209: Anthea Hamilton. The Guardian, 27. September 2012, abgerufen am 17. Juli 2025 .
↑ Karl Lagerfeld Bean Counter. Tate Britain, 2. November 2021, abgerufen am 21. Juli 2025 .
1 2 Anthea Hamilton. The Hepworth Wakefield, abgerufen am 28. Juli 2025 .
↑ Anthea Hamilton: Venice Kimono. Arts Council Collection, abgerufen am 17. Juli 2025 .
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↑ Leg Chair (Cigarettes). Tate Britain, 12. Januar 2022, abgerufen am 17. Juli 2025 .
↑ Chris Sharp: 13th Biennale de Lyon, "La vie moderne". e-flux, 11. September 2015, abgerufen am 16. Juli 2025 .
↑ British Art Show 8. Frieze , abgerufen am 16. Juli 2025 .
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1 2 3 4 Ana Vukadin: Anthea Hamilton Reimagines Everyday Objects. Frieze, 5. Juni 2025, abgerufen am 14. Juli 2025 .
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↑ Art Now: Strange Solution. Tate Britain, 1. Dezember 2011, abgerufen am 20. Juli 2025 .
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↑ Mark Westall: Peckham Car Park Sculpture Exhibition – In Conversation With Joe Balfour – Project Manager of Bold Tendencies 4. FAD Magazine, 8. September 2010, abgerufen am 20. Juli 2025 .
↑ Dimitri Ozerkov und Patricia Ellis: Newspeak: British art now from the Saatchi Gallery, London. National Gallery Singapore , abgerufen am 20. Juli 2025 .
↑ Terry Smith: ‘Saatchi Gallery in Adelaide: British Art Now’ Art Gallery of South Australia. The Monthly, 1. August 2011, abgerufen am 20. Juli 2025 .
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↑ “Glaze” at Galerie Chez Valentin, Paris. Mousse Magazine, 18. Juni 2012, abgerufen am 21. Juli 2025 .
↑ In the Belly of the Whale (Act III). Centro Culturel Montehermoso, abgerufen am 21. Juli 2025 .
↑ Performance Year Zero. Tate Gallery of Modern Art, 25. Juni 2012, abgerufen am 15. Juli 2025 .
↑ LUX / ICA Biennial of Moving Images. Institute of Contemporary Arts, abgerufen am 21. Juli 2025 .
↑ Anthea Hamilton. Glasgow International, abgerufen am 21. Juli 2025 .
↑ Phases. ArtFacts.Net, 2012, abgerufen am 21. Juli 2025 .
↑ Wysing Space-Time Festival: Line-Up. 20. Juli 2012, abgerufen am 21. Juli 2025 .
↑ Glasgow International Festival Clamors for Attention, In a Good Way. artnet, 4. April 2014, abgerufen am 21. Juli 2025 .
↑ Abstract Cabinet. Roberts Institute of Arts, abgerufen am 21. Juli 2025 .
↑ Antibody. Contemporary Art Daily, 28. Juni 2013, abgerufen am 21. Juli 2025 .
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↑ Flatness: Kino nach dem Internet. art-in.de, abgerufen am 21. Juli 2025 .
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