Dämpfung des sog. Flare-Phänomens in der Anfangsphase einer ADT
Behandlung von Hitzewallungen als unerwünschte Arzneimittelwirkung einer ADT
Maximierung der ADT in Kombination mit oder bei Kontraindikationen gegen GnRH-Analoga oder nach einer Orchiektomie. In höherer Dosierung ist etwa Bicalutamid zugelassen zur Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom und hohem Progressionsrisiko alleine oder adjuvant zu radikaler Prostatektomie oder Strahlentherapie.
Bei der Frau:
Bei übermäßiger Androgenproduktion („Vermännlichung“)
Bei übermäßigem Haarwuchs mit männlichem Verteilungsmuster („Hirsutismus“)
Zur Hormonbehandlung bei trans Frauen, die somatisch als Jungen geboren wurden
Als Gestagenersatz oder -derivat bei Antibabypillen-Kombinationspräparaten, z.B. als Therapiemöglichkeit bei PMO-Syndrom ohne Kinderwunsch
Zu den möglichen, teils gravierenden Nebenwirkungen gehören neben der Beeinträchtigung des sexuellen Interesses und der körperlichen Leistungsfähigkeit Gewichtsschwankungen, Depressionen, Kopfschmerzen, Hörstürze, Schwindel und Erhöhung des Thromboserisikos, letztes vor allem bei antiandrogenen oralen Kontrazeptiva.
↑Amelung T1, Kuhle LF, Konrad A, Pauls A, Beier KM.:Androgen deprivation therapy of self-identifying, help-seeking pedophiles in the Dunkelfeld. In: International Journal of Law and Psychiatry. Band35, Nr.3, Mai 2017, PMID 22420933.
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