Antonio Hurtado

Antonio Miguel Hurtado Gutierrez (* 13. Oktober 1959 in Puertollano, Spanien) ist ein spanischer Energietechniker, der in Deutschland lebt und arbeitet. Von 2007 bis 2026 hatte er die Professur für Wasserstoff- und Kernenergietechnik an der Technischen Universität Dresden inne.

Leben

Antonio Hurtado verbrachte seine Kindheit in Spanien und kam im frühen Jugendalter nach Deutschland, wo seine Eltern als Gastarbeiter lebten. Er wuchs in Duisburg auf, beendete die Schule mit dem mittleren Schulabschluss und absolvierte von 1975 bis 1978 eine Lehre zum Technischen Zeichner. Hurtado erwarb an der Abendschule das Fachabitur und studierte bis 1986 an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg Maschinenbau. Anschließend war er zwei Jahre als Entwicklungsingenieur bei Mannesmann/Demag tätig und war ab 1988 an der Professur Reaktorsicherheit und -technik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen tätig. Er promovierte 1990 an der RWTH Aachen zum Thema Untersuchungen zum massiven Lufteinbruch in Hochtemperaturreaktoren und beendete hier 1996 auch seine Habilitation mit dem Titel Untersuchungen zu innovativen Konzepten in der Kerntechnik. Anschließend ging Hurtado in die Wirtschaft: Er war unter anderem als Geschäftsführer der Berliner Stadtreinigungsbetriebe tätig; von 2005 bis 2007 wirkte er als Geschäftsführer von Alliander in Deutschland.

Zum 1. August 2007 wurde Hurtado zum Professor für Wasserstoff- und Kernenergietechnik an der Technischen Universität Dresden berufen. Ab 2009 leitete das Institut für Energietechnik der TUD. Von April 2017 bis August 2020 gehörte er als Prorektor für Universitätsentwicklung dem Rektorat der TUD an. Zum 31. März 2026 wurde Hurtado emeritiert.

Hurtado wurde 2003 ehrenamtlich Aufsichtsratsmitglied beim 1. FC Union Berlin und im April 2004 Aufsichtsratsvorsitzender. In seine Zeit bei Union Berlin fällt die finanzielle Sanierung des Vereins, die Sanierung des Stadions An der Alten Försterei und der Aufstieg des Vereins aus der Oberliga über die Regionalliga in die Zweite Bundesliga. Hurtado habe „in einer existenziellen Krise Verantwortung für den 1. FC Union Berlin übernommen. Als Aufsichtsratsvorsitzender hat er die positive Entwicklung des Vereins mit eingeleitet und gestaltet“, so Union-Präsident Dirk Zingler 2012. Im März 2012 legte er sein Amt nieder; im Februar 2013 zeichnete ihn der Verein mit der Ehrennadel in Gold aus.

Hurtado ist verheiratet und hat drei Söhne; er lebt in Dresden und Berlin.

Publikationen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Jana Mundus: Forscher mit Fußball-Gen. saechsische.de, 25. März 2018.
  2. ↑ Kurzvita Antonio Hurtado. In: Jochem Unger, Antonio Hurtado: Alternativ Energietechnik. 4., überarbeitete Auflage. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2011, S. 3.
  3. ↑ 1. FC Union Berlin: Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrates. fc-union-berlin.de, 22. Februar 2012.
  4. ↑ Übersicht der Träger der Ehrennadel in Gold auf fr-union-berlin.de
  5. ↑ Pressemitteilung: Prorektor Planung der TUD gewählt. tu-dresden.de, 10. März 2017.