Dieser Artikel behandelt aktuelle Nachrichten und Ereignisse im April 1979.
Tagesgeschehen
Sonntag, 1. April 1979
Bonn/Deutschland: Die von der Bundesregierung im Januar beschlossene einseitige Aufkündigung des Runderlasses zum Schutz des öffentlichen Dienstes vor Verfassungsfeinden tritt in Kraft. Prüfer von Bewerbungen auf eine Stelle im öffentlichen Dienst haben nun prinzipiell von der Verfassungstreue der Bewerber auszugehen. Der Erlass aus dem Jahr 1972 erging als Reaktion auf staatsfeindliche Gewalt im Zuge der 68er-Bewegung.
München/Deutschland: Die Herausgeber des 1956 erstmals erhältlichen JugendmagazinsBravo melden, dass die einzelnen Ausgaben der Zeitschrift im ersten Quartal 1979 die Schwelle von 1,5 Millionen Käufern überschritten haben.
Wichita Falls/Vereinigte Staaten: In der Stadt im US-BundesstaatTexas sterben durch den so genannten „Red-River-Valley-Tornado“ 42 Menschen und circa 20.000 Menschen verlieren ihr Obdach. Der Tornado zieht mit verminderter Stärke Richtung Oklahoma ab, wo er weitere Schäden verursacht. Insgesamt liegt die Zahl der Todesopfer bei 56.
Mittwoch, 11. April 1979
Kampala/Uganda: Die Streitkräfte Tansanias erobern die ugandische Hauptstadt. Sie können Idi Amin, den Verursacher des Uganda-Tansania-Kriegs, aber nicht ergreifen, denn der „Feldmarschall Al Hadschi Doktor Idi Amin Dada, Herr aller Tiere der Erde und aller Fische der Meere und Bezwinger des Britischen Empires in Afrika im Allgemeinen und Uganda im Speziellen“ (Auszug aus dem offiziellen Titel) floh rechtzeitig aus der Kampfzone.
Sonntag, 15. April 1979
Ulcinj/Jugoslawien: Bei einem Erdbeben der Stärke 7,3MS im Adriatischen Meer vor der Küste der Republik Montenegro sterben circa 120 Menschen und rund 100.000 weitere verlieren ihr Obdach. Über große Verwüstungen wird auch aus dem angrenzenden Staat Albanien berichtet.
Hanoi/Vietnam: Die Regierung Vietnams empfängt gut zwei Monate nach Beginn des Chinesisch-Vietnamesischen Kriegs den stellvertretenden Außenminister der Volksrepublik China Han Nianlong zu Friedensgesprächen. Eines der wichtigsten Themen wird die genaue Festlegung der Grenze zwischen den beiden Staaten sein.
Freitag, 20. April 1979
Great Barrier Reef: Eine Tauchexpedition im Auftrag des australischen Innenministeriums identifiziert ein Schiffswrack im vor der australischen Nordostküste gelegenen Great Barrier Reef als die HMS Pandora von 1779. Die Mannschaft der Pandora griff nach der Meuterei auf der Bounty auf Tahiti 14 der Meuterer auf, doch auf der Rückreise nach Großbritannien sank das Schiff im August 1791, wobei neben 31 Männern der Mannschaft vier der Gefangenen ums Leben kamen.