Aquamediale (Eigenschreibweise aquamediale) ist ein von 2005 bis 2015 jährliches uns seither zweijährlich stattfindendes Festival der interaktiven Kunst und Erlebnis-Kultur im Spreewald. Initiatoren für das Festival waren 2005 Ralf Sander und Sieghard Auer. Das Festival zeitgenössischer temporärer Kunst im öffentlichen Landschaftsraum des Spreewaldes findet in den Sommermonaten Juni bis September mit internationalen Künstlern statt und hat jährlich etwa 100.000 Besucher. In jedem Jahr wird im Rahmen der aquamediale ein Kunstpreis für temporäre Kunst im öffentlichen Landschaftsraum im Spreewald ausgelobt.
Das Festival wurde 2005 erstmals im Rahmen des Kulturprogramms vom Landkreis Dahme-Spreewald durchgeführt. Die Schwerpunkte innerhalb des jährlichen Festivals stellen Ausstellungen, Film- und Videoprogramme, Live-Performances, Symposien und Publikationen dar. Das Festival ist Bestandteil des Brandenburgischen Kultursommer und findet in den Orten Lübben, Alt-Zauche, Golßen, Lübbenau, Goyatz, Straupitz, Schönwalde, Schwielochsee und Pretschen statt.
Regelmäßige Bestandteile der aquamediale sind Krimi- und Hörspielkahnfahrten, die gemeinsam mit dem Deutschlandradio Kultur veranstaltet werden.
Im März 2006 wurde das Kunstfestival aquamediale mit dem Tourismuspreis des Landes Brandenburg ausgezeichnet.
Die thematische Ausrichtung der aquamediale wechselt jährlich und steht in enger Beziehung zum Naturraum Spreewald. Ökologische, soziale, klimatische und technische Aspekte werden schwerpunktmäßig in Klang- und Licht-Installationen, Graffiti und Aktionskunstprojekten umgesetzt. Die Besucher erleben das Kunstfestival bevorzugt vom Wasser aus. Zahlreiche Kahnfahrten, die zu thematischen Schwerpunkten – mitunter auch nachts – angeboten werden, bringen dem Besucher die unterschiedlichen Installationen unter freiem Himmel und auf dem Wasser näher.