Durch Stipendien oder im Rahmen von Projekten lebte und arbeitete Killisch nach der deutschen Wiedervereinigung für längere Zeit in Frankreich, Italien, Irland, Japan und den USA. Er nahm 1990 an der Gruppenausstellung L’autre Allemagne hors les murs in der Grande Halle de la Villette in Paris teil. Noch im selben Jahr stellte er mit anderen Berliner Künstlern im deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig aus. Mit der Wanderausstellung „Berlin Art Scene“ war Killisch 1991 im Sezon Museum of Art in Tokio, und zwei Jahre später in der National Museum Art Gallery in Singapur und im Hong Kong Museum of Art. Die Ausstellungen fanden in Kooperation und mit Unterstützung des Goethe-Instituts statt. In den späten 1990ern hatte er viele Ausstellungen in Galerien und Museen in Berlin, Leipzig, Frankfurt am Main und Bonn.
2001 war Klaus Killisch in einer Ausstellung der German House Gallery in New York zu sehen, zum ersten Mal in den USA. Im Jahr darauf zeigte ihn das Goethe-Institut in Washington, D.C. In San Antonio war er 2004 in der Galerie der SAPL Foundation im Rahmen der Ausstellung „Art in Berlin“ vertreten. Das im Jahre 2006 gestartete internationale Kunstprojekt „Collective Task“ vereint über 25 Künstler aus verschiedenen Ländern in einem gemeinsamen Aufgabenzirkel. Killisch war Gründungsmitglied der Gruppe. 2012 präsentierte die „Collective Task“-Gruppe im Museum of Modern Art in New York ihr Projekt. Im Juni 2014 organisierte die Literaturwerkstatt das Poesiefestival Berlin und Killisch und andere „Collective Task“-Künstler traten auf.
Bedeutende Einzelausstellungen Killischs waren 1999 in der Tokioer „Plaza Gallery“, sowie „A Long Strange Trip“, eine Hommage an die Band Grateful Dead im Museum Junge Kunst in Frankfurt Oder u.v.a.
Laut dem Berliner Kunstkritiker Christoph Tannert ist Killischs Werk von unterschiedlichen kulturellen Strömungen beeinflusst. So verbinden viele seiner Werke Einflüsse aus der Literatur, Popmusik, Modefotografie und moderner Malerei zu einem Gesamtkunstwerk. Dieses geschehe beispielsweise mit dem Verbinden von Acrylfarben, Öl, Collagen und LPs auf der großformatigen Leinwand.
Wie groß seine Bewunderung für Bands wie Grateful Dead, aber auch Can waren, zeigte Killisch in Großprojekten und Ausstellungen. So war er Teil der Ausstellung „HALLELUHWAH! Homage à CAN“ in Berlin und Stuttgart.
Der New Yorker Dichter Robert Fitterman schrieb über Killisch und sein Werk: „One of the many contributions that Klaus Killisch’s artwork brings to the conversation about recombining, freestlye collage is the absolute joy he takes in recovering the iconic markers of our shared cultural history.“
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen
1987 und 1989: Leipzig, Galerie EIGEN+ART
1988: Berlin, Galerie Passage (mit Beate Palucka-Alvarez, Suse Rast und Sabine Herrmann)
1991: Leipzig, Galerie im Kraftwerk, „Das Gewitter“, Adaption zu Jakob Becker (mit Neo Rauch)
1993: Frankfurt am Main, Dresdner Bank (mit Sabine Herrmann)
1993: Berlin, Dogenhaus Galerie / Galerie im Kabinett, „Verlorenes Paradies“
1995: Jyväskylä, Finnische Bank, Winter Festival
1998: Berlin, Kulturbrauerei, „Antike Welten“
1999: Tokyo, Plaza Gallery
2000: Malmö, Galerie PingPong, „Perfect World“
2001: Berlin, Village Cinemas, „7Bilder 7Western“
2004: Rheinsberg, Hotel am See
2005: Berlin, raum5, „HAIR“
2007: Berlin, Guardini Galerie, PANDORA MOTEL (mit Mikael Eriksson)
DIN ART 4. 560 Künstler und 1 Formular – Sammlung Klaus Hömberg 1985 bis 1997. Museumsstiftung Post und Telekommunikation. Edition Braus, Heidelberg 2001, ISBN 978-3-926318-94-7
Lothar Lang: Malerei und Grafik in Ostdeutschland. Verlag Faber und Faber, Leipzig 2002, ISBN 978-3-932545-97-9.
Karin Thomas in: Kunst in Deutschland seit 1945. Dumont Verlag, Köln 2004, ISBN 978-3-8321-7452-1.
Ricardo von Brasch: Künstler treffen in Berlin. Verlag Prestel, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-7913-4046-3.
Thomas Günther: Poesie des Untergrundes. Katalog. Edition Galerie auf Zeit, Berlin und New York 2011, ISBN 978-3-00-033875-5.
Kuhrmann, Liebermann, Dogerloh: Die Berliner Mauer in der Kunst. Ch. Links, Berlin 2011, ISBN 978-3-86153-652-9, S. 132–135.
Uwe Warnke in: brennzeiten, Die Keramikwerkstatt Wilfriede Maaß 1980–1989–1998. Lukas Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86732-195-2.
Annette Tietz, Paula Boettcher in: Weltenwechsel. Sammlung Siegfried Seiz: Figürliche Malerei aus dem letzten Jahrzehnt der DDR und heute. Oertel+Spörer Verlag, Reutlingen 2015, ISBN 978-3-88627-385-0.
Christoph Tannert in: PASSION – FAN-VERHALTEN UND KUNST. Künstlerhaus Bethanien, Berlin 2015, ISBN 978-3-941230-45-3.
Christoph Tannert in: Bonjour Tristesse. dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk / Brandenburgische Kulturstiftung, Cottbus 2015, ISBN 978-3-942798-61-7.