Archae.o.pteryx

archae.o.pteryx

Das Ensemble für erstaunliche Musik Archae.o.pteryx (Eigenschreibweise in durchgehender Kleinschreibweise) war ein in Deutschland ansässiges Ensemble, das ausschließlich Werke der zeitgenössischen Musik interpretiert hat. Im Kern bestand es aus dem Blockflötisten Ulrich Ludat aus Saarbrücken und dem Schlagzeuger Armin Sommer aus Edenkoben und bestand von 1990 bis 2006.

Geschichte

Das Ensemble wurde 1990 von den Musikern Ulrich Ludat und Armin Sommer als Duo Archaeopteryx gegründet, später in archae.o.pteryx umbenannt, und arbeitete 16 Jahre lang kontinuierlich an der Erweiterung des Repertoires für die Besetzung Blockflöte(n) und Schlagzeug.

Es arbeitete mit Komponisten wie beispielsweise Aseon Han, Theo Brandmüller, Michael Beil, Mesías Maiguashca, Harald Muenz, Bernfried Pröve, Gerhard Stäbler und Annette Schlünz zusammen. Das Ensemble hatte seinen Sitz in Saarbrücken, sein Proberaum befand sich zunächst ebenfalls dort, wurde später nach Offenbach an der Queich verlegt. Zahlreiche Konzerte führte das Ensemble quer durch Deutschland, nach Frankreich und Los Angeles.

In den Anfängen des Ensembles, noch als Duo Archaeopteryx bezeichnet, bestand das Repertoire ausschließlich aus Kompositionen für Blockflöte(n) und Schlagwerk. Da dieses quantitativ sehr eingeschränkt war und mit wenigen Ausnahmen professionellen Ansprüchen nicht genügte, gaben die Mitglieder des Ensembles zunächst bei befreundeten Komponisten neue Werke in Auftrag. Später folgten Kompositionsaufträge auch bei renommierten Komponisten wie Maria de Alvear oder Valerio Sannicandro. Die Ursprungsbesetzung erwies sich als problematisch, beispielsweise weil die Instrumentarien der beiden Interpreten sehr verschiedenen dynamischen Welten angehören. Daher wurde recht bald mit Verstärkung experimentiert, was dann zur Verwendung auch von präfabrizierten Audio-Zuspielungen (Tonband) und von Liveelektronik führte. Insbesondere Ludat verließ gegen Ende des Bestehens des Ensembles immer mehr sein angestammtes Instrumentarium, um sich anderen Klang erzeugenden Methoden und der Performance zuzuwenden.

1994 erhielten die Gründer des Ensembles das Kulturförderstipendium der Landeshauptstadt Saarbrücken. Die Konzerte des Ensembles Archae.o.pteryx wurden vom Deutschen Musikrat, dem Kultursommer Rheinland-Pfalz, der Landeshauptstadt Saarbrücken und zahlreichen anderen Kultur fördernden Institutionen unterstützt. Im Jahre 2005 wurde das Ensemble für die Aufnahme in das Kulturprogramm des Goethe-Instituts vorgeschlagen.

Zum Ende des Jahres 2006 stellte das Ensemble offiziell seine Zusammenarbeit ein, trat jedoch im Jahr 2007 noch einige Mal auf.

Uraufführungen

Aufnahmen

Tonträger

Bibliografie

Einzelnachweise

  1. ↑ Harald Muenz: Kein Komponieren ohne Notieren, Aufsatz zur Publikation im Rahmen von Ausstellung und Symposium „Der unfassbare Klang. Notationskonzepte heute“, Linz 2014, S. 2
  2. ↑ Woxx Agenda 2004 bei archiv.woxx.lu: „Duo Archaeopteryx, Werke von Ludat, Stäbler und Sanni candro, Thermen a m Viehmarkt, Trier, 21 h. Im Rahmen der Musikfestwochen“
  3. ↑ Körperlose Musik, NMZ 2/2005
  4. ↑ Ankündigung 6/2005 in Neue Musikzeitung: „19.6.: Ulrich Ludat, spamming, und Harald Muenz, chatting, Kammerspiele Mainz“
  5. ↑ 16. Kulturtage des Landkreises Südliche Weinstraße bei kunstportal-pfalz.de
  6. ↑ Programm S. 41, PDF, S. 22, bei niseema.de
  7. ↑ Cliff! (Memento des Originals vom 6. August 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf deutschlandradio.de, 29. November 2004
  8. ↑ Cliff! in der ARD-Hörspieldatenbank
  9. ↑ CDs (Memento des Originals vom 6. August 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. bei haraldmuenz.de: „Ausschnitt [14:35] gespielt von archae.o.pteryx (Armin Sommer, Ulrich Ludat) und Harald Muenz (Klangregie)“
  10. ↑ Positionen 66 bei books.google.de