Armand David

Armand David
Davids Erkundungen in China

Jean Pierre Armand David (* 7. September 1826 in Espelette nahe Bayonne; † 10. November 1900 in Paris), auch Père David, war ein französischer Naturforscher mit umfangreichen Kenntnissen in Geologie, Mineralogie, Vogelkunde, Zoologie und Botanik. Er gehörte dem katholischen Orden der Lazaristen an. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „David“.

Leben und Wirken

1862 wollte er in Peking eine Schule für junge Chinesen gründen, verlagerte seine Aktivitäten aber schon bald auf die Zoologie und legte Sammlungen im Auftrag des Muséum national d’histoire naturelle (Naturwissenschaftliches Museum) in Paris an. 1868 führte sein Weg durch die mongolische Hochebene um Kuku-choto und dann zum Hoangho. 1872 war er im Gebiet von Chengde, damals Jehol, wo die Strecke seiner Exkursionen zu Fuß der Strecke Peking-Moskau entspricht. 1874 reiste er für 25 Monate an die Nordostgrenze des tibetischen Hochlandes. Aus gesundheitlichen Gründen musste er China dann verlassen.

Im März 1869 sah David als erster Europäer einen erlegten Großen Panda (Ailuropoda melanoleuca), den er wissenschaftlich beschrieb.

Gemeinsam mit Émile Oustalet schrieb er Les Oiseaux de la Chine (2 Bände, 1877), worin er anmerkte, dass er 772 verschiedene Vogelarten beobachtet hatte; insgesamt sandte er mehr als 1300 Bälger von 470 Vogelarten an das Museum in Paris.

Ehrungen

Die Gattung Davidia Baill. (1871) der Familie der Tupelogewächse (Nyssaceae) wurde nach ihm benannt.

Nach David wurden die Armands Kiefer (Pinus armandii Franch.), die Davids-Lilie (Lilium davidii), der Taschentuchbaum (Davidia involucrata), der Schmetterlingsflieder (Buddleia davidii), der Davids-Ahorn (Acer davidii) sowie der Pater-David-Maulwurf (Talpa davidiana) und der Davidshirsch (Elaphurus davidianus) benannt.

Am 1. April 1872 wurde David als korrespondierendes Mitglied in die Académie des sciences aufgenommen.

Schriften (Auswahl)

Bücher

Zeitschriftenbeiträge

Literatur

Nachrufe

Tagebuch

Einzelnachweise

  1. ↑ V. Chansigaud: The History of Ornithology. London 2009, S. 118.
  2. ↑ Verzeichnis der Mitglieder seit 1666: Buchstabe D. Académie des sciences, abgerufen am 9. Februar 2020 (französisch).
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