
Arne Laudal (* 25. September 1892 im Dorf Laudal oder im benachbarten Holum, beide Orte kommen ab 1964 zu Marnardal, ab 2020 zu Lindesnes, Provinz Vest-Agder; † 9. Mai 1944 im Trandumer Wald/Trandumskogen, Ullensaker) war ein norwegischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Er lebte in Oddernes, ab 1965 Stadtteil von Kristiansand. Sein Einsatzgebiet war Südnorwegen, insbesondere die Region Agder.
Er war der Sohn von Bent Torkelson Løvdal (1853–1932) und Ragnhild Tobiasdatter (1857–1939). Er heiratete 1925 Helga Stray (1902–1972) und hatte mit dieser zwei Kinder, darunter den Sohn Lasse. Ausgebildet zum Unteroffizier, leitete er in Kristiansand von 1930 bis 1939 die Unteroffiziersschule der 3. Division. 1935 diente er sechs Monate in einer Militärabteilung in Deutschland, 1939 wurde er zum Stabschef und 1940 zum Major befördert. In letzterer Funktion nahm er an den Abwehrkämpfen in Südnorwegen teil, um den Durchbruch der Deutschen nach Norden aufzuhalten.
Nach der Kapitulation Norwegens 1940 schloss er sich der größten norwegischen Widerstandsbewegung, der Milorg, an und baute diese weiter mit auf. Er war Bezirksleiter der Organisation im Südland/Sørlandet, dem Gebiet zwischen Stavanger und Kragerø. Er „organisierte Gruppen, die mit Fallschirmen abgeworfene Waffen und Lasten in Empfang nahmen, bildete Partisanen aus, sammelte Informationen über die Bewegungen der Deutschen und ihre Verteidigungspläne und hatte Funkverbindung mit England.“
Im Herbst 1942 wurden in Südnorwegen mehrere Widerstandsgruppen enttarnt und viele Widerstandskämpfer verhaftet, darunter zuletzt auch Laudal, der in der Nacht vom 6. zum 7. Dezember 1942 in seinem Haus verhaftet und im Gestapo-Hauptquartier in Kristiansand, dem „Archiv/Arkivet“, bis zum 14. Februar 1943 eingesperrt wurde. Auch sein 16-jähriger Sohn Lasse wurde verhaftet, später aber wieder freigelassen. Danach kam er bis zum 9. Mai 1944 in das Konzentrations- und Polizeihäftlingslager Grini, wo er auf seinen Prozess wartete. Am 13. April 1944 verurteilte ihn das SS- und Polizeigericht Nord, Oslo, Kristinelundveien 22, „wegen Aktivitäten für einen feindlichen Staat und Spionage“ zum Tode. Ein Erschießungskommando führte am 9. Mai 1944 auf dem Militärgelände im Trandumer Wald das Urteil gegen ihn und fünf seiner Kameraden aus. Die Leichen wurden vor Ort, Grab 17 auf der heutigen Gedenkstätte, in einem Massengrab beerdigt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Laudal, Arne |
| KURZBESCHREIBUNG | norwegischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und die deutsche Besatzung |
| GEBURTSDATUM | 25. September 1892 |
| GEBURTSORT | Laudal/Holum, heute zu Lindesnes |
| STERBEDATUM | 9. Mai 1944 |
| STERBEORT | Trandumer Wald, Ullensaker |