Arnold Schleiff

Arnold Schleiff (* 4. Dezember 1911 in Halle (Saale); vermisst nach Oktober 1945) war ein deutscher Theologe.

Leben

Schleiff studierte an der Friedrichs-Universität Halle und der Friedrich-Schiller-Universität Jena Evangelische Theologie. 1932 wurde er mit seinem Bruder Peter Schleiff im Corps Thuringia Jena recipiert. Am 6. Dezember 1937 wurde er in Jena zum Dr. theol. promoviert. Er habilitierte sich am 24. Februar 1939. Von 1939 bis 1945 war er Pfarrer in Lichtenhagen (Kreis Königsberg) und Dozent für Kirchengeschichte an der theologischen Fakultät der Albertus-Universität Königsberg. 1940 zum Heer (Wehrmacht) einberufen, nahm er später am Deutsch-Sowjetischen Krieg teil. Gegen Ende des Krieges war er Offizier und Abteilungsadjutant in der Festung Königsberg. Nach Otto Laschs Kapitulation am 9. April 1945 führte Schleiff eine große Gruppe deutscher Soldaten in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Im Kriegsgefangenenlager Georgenburg in Ostpreußen wurde er unverwundet und gesund bis zum Herbst 1945 gesehen. Dann wurden die Soldaten zur Arbeit in einem Gulagsbergwerk und die Offiziere zur politischen Umerziehung auf Antifa-Schulen abtransportiert. Über Schleiffs weiteres Schicksal ist nichts bekannt.

Bibliographie

Einzelnachweise

  1. ↑ Kösener Corpslisten 1996, 174/1096.
  2. ↑ Dissertation: Selbstkritik der lutherischen Kirchen im 17. Jahrhundert.