| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 48° 30′ N, 11° 46′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Freising | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Zolling | |
| Höhe: | 524 m ü. NHN | |
| Fläche: | 16,1 km² | |
| Einwohner: | 2734 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 170 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 85395 | |
| Vorwahl: | 08168 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FS | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 78 115 | |
| LOCODE: | DE AKC | |
| Gemeindegliederung: | 23 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 5 85395 Attenkirchen | |
| Website: | www.attenkirchen.de | |
| Erster Bürgermeister: | Mathias Kern (WIR) | |
| Lage der Gemeinde Attenkirchen im Landkreis Freising | ||

Attenkirchen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Freising. Der Ort gilt als südliches Tor zur Hallertau, Deutschlands größtem Hopfenanbaugebiet.
Die Gemeinde liegt im tertiären Hügelland ungefähr 13 Kilometer nördlich der Kreisstadt Freising und einige Kilometer nördlich des Ampertals. Attenkirchen liegt an der B 301 (Hallertauer Hopfenstraße). In der Gemeinde beginnen die hohen Holz-Draht-Gerüste der Hopfengärten die Landschaft zu prägen.
Es gibt 23 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Der Ort wurde in einer Freisinger Urkunde vom 30. Juli 830 erstmals erwähnt. Damals schenkte der Priester Uualdperth (Waldpercht) seinen Besitz an die Kirche Zartinchircha und an den Freisinger Dom. Im Ort bestand eine offene Hofmark mit Untertanen in Attenkirchen, Gfeichet, Einhausen und Reit. Sie war ab 1447 im Besitz der Ranolzhauser, ab 1465 der Westendorfer, dann ab 1483 der Pullinger und Lung von Tandern war. 1560 erwarb Jakob von Thurn zu Au die gesamte Hofmark, die 1616 an die Herren von Flitzing ging. Von 1632 bis ins 19. Jahrhundert war die Hofmark im Besitz der Grafen von Lodron. Politisch gehörte Attenkirchen damals zum Rentamt Landshut und Landgericht Moosburg. Der Ort wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbstständige politische Gemeinde.
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden am 1. April 1971 die Gemeinden Pfettrach und Teile der Gemeinden Sillertshausen und Wimpasing eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Gebietsteile der ehemaligen Gemeinde Reichertshausen hinzu.
Nach der Landkreisreform forderten die Bewohner von Sillertshausen und Held ihre Umgemeindung nach Au. Am 1. Januar 1982 wurde das kleine Gebiet mit damals etwa 40 Einwohnern an den Markt Au in der Hallertau abgetreten.
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1517 auf 2761 um 1244 Einwohner bzw. um 82 %.
Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Zolling.
Im Gemeinderat sind seit Mai 2026 drei Gruppierungen vertreten. Entsprechend den Ergebnissen der Gemeinderatswahl vom 8. März 2026 stellt die im September 2019 gegründete parteiübergreifende Wählergemeinschaft WIR sieben der 14 Gemeinderäte, die 2014 aus Teilen der CSU-Fraktion hervorgegangene UWG fünf und die Grüne offene Liste zwei Gemeinderäte:
| Partei / Wählergruppe | 2026 | 2020 | ||
|---|---|---|---|---|
| % | Sitze | % | Sitze | |
| WIR | 50,7 | 7 | 38,5 | 5 |
| Unabhängige Wählergemeinschaft Attenkirchen (UWG) | 33,4 | 5 | 20,8 | 3 |
| Grüne offene Liste (GOL) / B90/Grüne | 15,9 | 2 | 15,2 | 2 |
| CSU / Bürgerblock (2026 nicht angetreten) | — | — | 25,5 | 4 |
| Gesamt | 100 | 14 | 100 | 14 |
| Wahlbeteiligung | 68,9 % | 64,1 % | ||
Bürgermeister Mathias Kern (WIR) wurde bei der Bürgermeisterwahl am 8. März 2026 im ersten Wahlgang mit 74,8 % in seinem Amt bestätigt. Seine Gegenkandidatin Sabine Grimps (UWG) musste sich mit 25,2 % geschlagen geben.
In der Gemeinderatssitzung am 11. Mai 2026 wurde Florian Riedl (WIR) erstmals mit zehn von 15 Stimmen zum 2. Bürgermeister gewählt, Sabine Grimps (UWG) mit zwölf Stimmen zur 3. Bürgermeisterin gewählt, Walter Schlott (Grüne offene Liste) wurde einstimmig vom zum weiteren Stellvertreter von Bürgermeister Kern bestimmt. Somit sind alle drei Gruppierungen in der politischen Führung der Gemeinde Attenkirchen beteiligt.
Bürgermeister Mathias Kern ist der einzige Mandatsträger aus der Gemeinde Attenkirchen im Kreistag des Landkreises Freising. Dort gehört er der Kreistagsfraktion der SPD an.
| Blasonierung: „In Blau ein rot bewehrter silberner Löwe, der eine goldene Hopfendolde in den Pranken hält.“ | |
| Wappenbegründung: Der Löwe ist aus dem Wappen der Grafen Lodron übernommen, die von 1632 bis in das 19. Jahrhundert Inhaber der Hofmark Attenkirchen waren. Die Hopfendolde verweist auf den Hopfenanbau, der in der am südlichen Rand der Hallertau an der Deutschen Hopfenstraße gelegenen Gemeinde noch immer ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor ist. Die Farben Silber und Blau entsprechen den bayerischen Landesfarben.
1985 genehmigt |
Die Flagge ist Weiß-Blau-Gelb.

Durch den Ort führt die B 301 von Abensberg nach Freising. Bis zur Stilllegung der Kleinbahn war Attenkirchen über die Hallertauer Lokalbahn von Langenbach nach Enzelhausen an das Schienennetz angeschlossen. Heute befinden sich die nächsten Bahnhöfe in Freising bzw. Pfaffenhofen an der Ilm. Die ehemalige Trasse der Hallertauer Lokalbahn wird seit einiger Zeit genutzt, um einen Bahntrassenradweg anzulegen, der die Hallertau für diese Art des Verkehrs erschließen soll, u. a. zur Förderung des Tourismus. Es besteht eine ÖPNV-Anbindung mit der MVV-Buslinie 662 (Freising-Mainburg).
Die Gemeinde organisiert alle zwei Jahre das Hallertauer Bierfestival.