Audenhain

Audenhain
Gemeinde Mockrehna
Koordinaten: 51° 30′ N, 12° 51′ OKoordinaten: 51° 30′ 2″ N, 12° 50′ 41″ O
Höhe: 93 m
Fläche: 20,47 km²
Einwohner: 879 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1999
Postleitzahl: 04862
Vorwahl: 034244
Audenhain (Sachsen)
Audenhain (Sachsen)
Lage von Audenhain in Sachsen

Audenhain ist ein Ortsteil der Gemeinde Mockrehna im sächsischen Landkreis Nordsachsen. Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß seiner Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Geographie

Spätromanische Saalkirche
Paltrockwindmühle

Der Ort Audenhain liegt südöstlich des Hauptortes Mockrehna zwischen den Städten Eilenburg und Torgau an den Staatsstraßen 16 und 20. Nördlich des Ortes verlaufen die Bundesstraße 87 und die Bahnstrecke Halle–Cottbus. Jenseits der Bahnstrecke beginnt der Naturpark Dübener Heide.

Das Dorf gliedert sich in Oberaudenhain, Niederaudenhain und den Ortskern und ist mit einer Länge von etwa sieben Kilometern eines der längsten Dörfer in Sachsen. Durch den Ort fließt der Schwarze Graben, der von insgesamt 88 Brücken im Ort überspannt wird.

Geschichte

Audenhain wurde 1314 erstmals urkundlich erwähnt.

Am 23. Dezember 1901 wurde per königlichem Erlass aus der Landgemeinde Audenhain im Kreis Torgau, die den Namen Niederaudenhain erhielt, die sogenannte Obergemeinde abgetrennt, aus der die Landgemeinde Oberaudenhain gebildet wurde.

Am 20. Juli 1950 wurden die bisher selbständigen Gemeinden Ober- und Niederaudenhain zur neuen Gemeinde Audenhain zusammengeschlossen. Am 1. März 1994 wurden Klitzschen und Langenreichenbach nach Audenhain eingemeindet. Am 1. Januar 1999 wurde Audenhain mit vier weiteren Gemeinden zur erweiterten Gemeinde Mockrehna zusammengeschlossen.

Sehenswürdigkeiten

Paltrockwindmühle: Die Audenhainer Windmühle wurde 1751 erstmals erwähnt und war ursprünglich eine Bockwindmühle. Erst 1938 wurde zur Paltrockwindmühle umgebaut und blieb bis 1996 in Betrieb. 1991/1993 wurde sie saniert und ist seitdem wieder mit Flügelbetrieb. Heute ist sie wegen der komplett erhaltenen Mahl- und Schrottechnik als Technisches Denkmal zu besichtigen. In der Mühlenstube finden regelmäßig Ausstellungen statt.

Weitere Sehenswürdigkeiten:

Kultur

Audenhain verfügt über einen Heimat- und Kulturverein, der jährlich das Brückenfest organisiert, über einen Sportverein, einen Rassegeflügelzuchtverein, einen Schützenverein sowie über den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr. Außerdem hat Audenhain einen eigenen Jugendclub, welcher 2019 sein 25-jähriges Bestehen feierte.

Persönlichkeiten

Commons: Audenhain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Ortsteil Audenhain. Gemeindeverwaltung Mockrehna, abgerufen im August 2026.
  2. ↑ Ortsteile mit Einwohnerzahlen. In: Webauftritt. Gemeinde Mockrehna, abgerufen im August 2026.
  3. ↑ Hauptsatzung. (PDF; 3698 kB) § 13. In: Webauftritt. Gemeinde Mockrehna, abgerufen im August 2026.
  4. 1 2 3 4 5 Audenhain auf den Seiten der Gemeinde Mockrehna (Memento des Originals vom 3. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. ↑ Regierungsbezirk Merseburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Merseburg. Stück 5, 1902, ZDB-ID 2795305-1, S. 47, Nr. 144.
  6. ↑ Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 279 (PDF).
  7. ↑ Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  8. ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  9. ↑ Webseite der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde