August Gottlob von Lederer

Freiherr August Gottlob von Lederer (* 27. Mai 1723 in Großenhain (Sachsen); † 21. Oktober 1795 in Wien) war k.k. Hofrat und Geheimer Staats-Offizial. Er wurde Stammvater des freiherrlichen Hauses und seit 1778 der erste Freiherr von Lederer.

Bereits 1750 war Lederer Mitglied im niederländischen obersten Rat (conseil suprème) in Wien. Von dort kam er im Jahr 1758 als Sekretär zum niederländischen Departement und 1762 als Auditeur zur Rechenkammer nach Brüssel. Dort fiel er durch sein Verhandlungsgeschick dem Minister Kaunitz auf und wurde dann zu den Verhandlungen zum Hubertusburger Frieden hinzugezogen. Außerdem erhielt er die Führung des Sekretariats. Die niederländische Kanzlei wurde 1795 aufgelöst.

Für seine Leistungen erhielt er am 3. April 1763 den erbländisch-österreichischen Adel. Im Jahr 1766 wurde er zum wirklichen Hofrat im niederländischen Departement und geheimen Hof- und Staatsoffizialen befördert. 1771 erhielt er das Ritterkreuz des St. Stephans-Orden. Dadurch konnte er am 1. Mai 1778 (mit dem Diplom vom 21. Februar 1778) in den Freiherrenstand erhoben werden.

Familie

Lederer heiratete 1757 Sabine von Trientl (* 26. Februar 1735; † 9. Februar 1796). Das Paar hatte 17 Kinder, von denen fünf den Stamm fortsetzten:

⚭ 1807 Josepha Donna de Landacheverry y Naval († 1817)
⚭ 1822 Antonia Donna de Barrere († 18. November 1882)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ zusammen mit Hofrat Philipp von Durieux († 1808)
  2. ↑ Alfred von Arneth: Geschichte Maria Theresia’s: 1763–1780, Band 10, S. 221 (Google Buch).
  3. ↑ Oestreichische militärische Zeitschrift, 1823, S. 256
  4. ↑ Constantin von Wurzbach: Lederer, Joseph Paul Gottlob Freiherr von. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 14. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1865, S. 296 (Digitalisat).
  5. ↑ Constantin von Wurzbach: Lederer, Karl Joseph Alois Freiherr von. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 14. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1865, S. 297 (Digitalisat).
  6. ↑ Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 1886, Anhang XI. Nr. 512
  7. ↑ Luis Martínez de Viergol y Noblet