August Israel

August Israel (* 31. März 1836 in Eibau; † 25. August 1906 in Blasewitz) war ein deutscher Pädagoge und Philanthrop.

Leben und Wirken

August Israel wurde am 31. März 1836 als ältestes von sechs Kindern des Webers und späteren Appreturmeisters Friedrich Israel in Eibau geboren. Bereits während seiner Schulzeit in seinem Heimatdorf erhielt er Klavierunterricht. Danach besuchte er ab 1851 das Proseminar in Zittau und ab 1852 das Landständische Seminar in Bautzen, um Lehrer zu werden. Im Alter von 20 Jahren schloss er die Seminarausbildung ab und arbeitete als Hilfslehrer in Zittau. Nach zwei Jahren folgte er einem Ruf nach Annaberg, wo er als Übungsschullehrer und später als Oberlehrer am örtlichen Lehrerseminar wirkte.

Dort lernte er Laura Peucker (1831–1901) kennen. Die beiden heirateten 1859.

1866 wurde er für ein Pädagogikstudium in Leipzig vorübergehend vom Schuldienst beurlaubt und kehrte ein Jahr später nach Annaberg zurück.

Israel war von 1869 bis 1898 der erste Direktor des neugegründeten Lehrerseminars in Zschopau.

Nach seiner Pensionierung zog er mit seiner Frau nach Blasewitz bei Dresden, wo diese am 13. April 1901 starb. Sie wurde auf dem Zschopauer Friedhof beerdigt.

Am 25. August 1906 starb August Israel in Blasewitz und wurde am 28. August 1906 unter großer Anteilnahme der Einwohner ebenfalls in Zschopau beerdigt. Die Grabplatte befindet sich heute im Besitz des Zschopauer Gymnasiums.

August Israel war Mitglied des Allgemeinen Sächsischen Lehrervereins und gründete den Sächsischen Seminarlehrerverein, dessen Vorsitzender er bis zu seinem Ruhestand war. Außerdem rief er den Zschopauer Lehrerverein ins Leben, dessen monatliche Sitzungen er 25 Jahre lang leitete. Weiterhin war er Gründer und langjähriger Leiter der Zschopauer Kinderbewahranstalt, Mitglied im Schulausschuss, im Kirchenvorstand und in der Landessynode der evangelischen Kirche. Er unternahm 29, meist vierwöchige Alpenreisen und war Mitglied des Deutschen und des Österreichischen Alpenvereins. Die Bibliothek des Seminars mit mehr als 12.000 Bänden verwaltete er selbst.

Ehrungen und Würdigungen

Werke (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Stadtarchiv Dresden, Standesamt Blasewitz, Sterbe-Neben-Register 1905, Nr. 56.
  2. ↑ Anmerkung: Auf Israels Veranlassung wurde am 10. Juni 1888 an einem Altarpfeiler der Zschopauer Kirche eine Bronzetafel zum Gedenken an den Zschopauer Pfarrer Valentin Weigel (1533–1588) angebracht. Die ursprüngliche Grabplatte Weigels war beim Standbrand von 1748 verloren gegangen. Sie enthielt u. a. den Spruch „O Mensch lerne dich selber kennen und Gott, so hast du genug hie und dort“. Im Jahr 1990 wurde zum Gedenken an Weigel an der Außenwand der Zschopauer Kirche eine Gedenktafel angebracht.
Personendaten
NAME Israel, August
KURZBESCHREIBUNG deutscher Pädagoge und Philanthrop
GEBURTSDATUM 31. März 1836
GEBURTSORT Eibau
STERBEDATUM 25. August 1906
STERBEORT Blasewitz