August Stimpfl
Leben und Werk
August Stimpfl besuchte bis 1941 die Kunstgewerbeschule in Innsbruck. Von 1942 bis 1945 war er zum Kriegseinsatz in Russland , im Kaukasus und in Norwegen . Von 1948 bis 1951 studierte er bei Robin Christian Andersen und Herbert Boeckl an der Wiener Akademie der bildenden Künste .
1951 heiratete er Johanna Praxmarer, das Paar bekam zwei Töchter.
Von 1965 bis 1970 beschäftigte sich Stimpfl mit Arbeiten technoiden Charakters unter Anwendung einer computerbasierten Arbeitsweise. Danach beschäftigte er sich in der Bildgestaltung wieder mit dem menschlichen Körper und hier vor allem mit der Frau, seit den 1970er Jahren zeichnete er fast ausschließlich weibliche Akte. 1980 war er mit Reiner Schiestl zu einem Studienaufenthalt in New York .
Seine Malereien in Acryl wurden in zahlreichen mitteleuropäischen Städten ausgestellt, unter anderem in Wien, Basel, München, Stuttgart und Zürich. Zu seinen weiteren Techniken zählten kleinere Zeichnung sowie Radierungen und Monotypien . Ein Schwerpunkt in seinem Schaffen war Kunst am Bau , wobei er häufig mit dem ebenfalls aus Imst stammenden Architekten Norbert Heltschl zusammenarbeitete.
Stimpfl wird neben Max Weiler und Paul Flora zu den wichtigsten Tiroler Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg gezählt.
Ausstellungen (Auswahl)
Galerie im Taxispalais , Innsbruck, 1965
Stadtturmgalerie, Innsbruck, 1974
Art Basel , 1980
Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum , 1982
Sonnentempel , Bayreuth, 1983
Künstler aus Tirol , Bonn, Innsbruck, Linz, Lienz, Bozen, 1992/93
Retrospektive über 25 Jahre , Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Schloss Maretsch , Bozen, 1994
Werke im öffentlichen Raum
Sgraffito Kraniche und Sonnenuhr am Haus Mitterhoferstraße 11 in Innsbruck
Wandmalerei, Volksschule Oberstadt, Imst, 1952
Wandmalerei Apokalyptische Reiter , Michaelskapelle, Friedhof Imst, 1956
Wandmalereien Schutzmantelmadonna und „Freiheit der Kinder“, Volksschule Pettneu am Arlberg , 1957
Sgraffito Sonnenuhr und Kraniche, Wohnhaus Mitterhoferstraße 11, Innsbruck, 1957
Wandbild: Hl. Franziskus mit den Tieren, Wohnhaus Am Grettert 22, Imst, 1958
Glasfenster, Kapelle der Sonnbergschule, Imst, 1959
Wandbild, Schulzentrum Inzing , 1962
Glasbetonwand, Ambo, Türflügel, Pfarrkirche hl. Josef der Arbeiter , Landeck-Bruggen, 1963
Glasgemälde, Kirche zu den hll. Engeln , Imst-Brennbichl , 1967
Fassadengestaltung, Sparkasse Reutte , 1975 (mit Norbert Strolz )
künstlerische Gestaltung, Totenkapelle Imsterberg , 1978
Wandkeramik und Tür, Kapelle des Bildungshauses St. Michael, Pfons , 1978
Fresko im Altarraum, Antoniuskapelle, Imst, um 1991
Wandmalerei Vögel, Fisch, Blume , Volksschule Elbigenalp
Literatur
Christoph Bertsch (Hrsg.): Kunst in Tirol, 20. Jahrhundert : wesentlich erweiterter und neu durchgesehener Bestandskatalog der Sammlung des Institutes für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck samt einer Dokumentation der Legate und Nachlässe in zwei Bänden. Band 2, Innsbruck 1997, S. 724–727 urn : nbn:at:at-ubi:2-7291
Einzelnachweise
↑ August Stimpfl ( Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive ) , Galerie Welz, Salzburg. Abgerufen am 14. Juli 2012.
↑ Ivona Jelcic: Norbert Heltschl 1919–2017. In: Tiroler Tageszeitung vom 7. Dezember 2017
↑ Ein unentdeckter Archipel – Der tiroler Maler August Stimpfl. In: film.at. Abgerufen am 6. April 2023 .
↑ Tafatsch, Schmid-Pittl: Volksschule Oberstadt. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 8. November 2019 .
↑ Praxmarer, Schmid-Pittl: Friedhofskapelle, Michaelskapelle, Kriegergedächtniskapelle. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 8. November 2019 .
↑ Wachter, Wiesauer: Volksschule Pettneu. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 8. November 2019 .
↑ Müller, Wiesauer: Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden: Sonnenuhr und Kraniche. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 8. November 2019 .
↑ Praxmarer, Schmid-Pittl: Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden: Wandbild: Hl. Franziskus mit den Tieren. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 8. November 2019 .
↑ Praxmarer, Schmid-Pittl: Hauskapelle, Kapelle der Sonnbergschule. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 8. November 2019 .
↑ Frick, Wiesauer: Schulzentrum Inzing. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 8. November 2019 .
↑ Pümpel, Wiesauer: Pfarrkirche hl. Joseph der Arbeiter. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 8. November 2019 .
↑ Praxmarer, Wiesauer: Kirche zu den hl. Engeln in Brennbichl, Schutzengelkirche. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 8. November 2019 .
↑ Hausmann, Wiesauer: Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden: Wandmalereien. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 19. Dezember 2016 .
↑ Wachter, Schmid-Pittl: Friedhofskapelle, Kriegergedächtniskapelle, Totenkapelle. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 8. November 2019 .
↑ Frick, Wiesauer: Hauskapelle, Kapelle St. Michael, Michaelskapelle. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 8. November 2019 .
↑ Wachter, Schmid-Pittl: Hofkapelle, Kapelle Hl. Antonius, Antoniuskapelle. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 8. November 2019 .
↑ Bader, Wiesauer: Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden: Wandmalerei Vögel, Fisch, Blumen. In: Tiroler Kunstkataster . Abgerufen am 8. November 2019 .