Inzing

Inzing
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Inzing
Inzing (Österreich)
Inzing (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Tirol Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 19,37 km²
Koordinaten: 47° 16′ N, 11° 12′ OKoordinaten: 47° 16′ 20″ N, 11° 12′ 0″ O
Höhe: 616 m ü. A.
Einwohner: 4.169 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 215 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6401
Vorwahl: 05238
Gemeindekennziffer: 7 03 19
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Kohlstatt 2
6401 Inzing
Website: www.inzing.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Walch (Aktives Inzing )
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(15 Mitglieder)
  • 5 AI
  • 4 JUF
  • 2 ZUKUNFT
  • 1 AAB
  • 1 FI
  • 1 FUD
  • 1 MFG
Lage von Inzing im Bezirk Innsbruck-Land
Lage der Gemeinde Inzing im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)AbsamAldransAmpassAxamsBaumkirchenBirgitzEllbögenFlaurlingFritzensFulpmesGnadenwaldGötzensGries am BrennerGries im SellrainGrinzensGschnitzHall in TirolHattingInzingKematenInnsbruckKolsassKolsassbergLansLeutaschMatrei am BrennerMiedersMilsMuttersNattersNavisNeustift im StubaitalOberhofen im InntalObernberg am BrennerOberperfussPatschPettnauPfaffenhofenPolling in TirolRanggenReith bei SeefeldRinnRumSt. Sigmund im SellrainScharnitzSchmirnSchönberg im StubaitalSeefeldSellrainSistransSteinach am BrennerTelfes im StubaiTelfsThaurTrinsTulfesUnterperfussValsVölsVoldersWattenbergWattensWildermiemingZirlTirol
Lage der Gemeinde Inzing im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
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Inzing von Süden
Inzing von Süden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Inzing ist eine Gemeinde mit 4169 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde ist Mitglied im Klimabündnis Tirol und liegt im Gerichtsbezirk Telfs.

Geografie

Hundstalsee mit Apollontempel

Inzing liegt im Inntal zwischen Innsbruck bzw. Zirl im Osten und Telfs bzw. Hatting im Westen. Südlich des Dorfes ragt das Rangger Köpfl empor, nördlich der Zirler Berg. Der höchstgelegene Punkt der Gemeinde befindet sich am Gipfel der Peiderspitze auf 2808 m ü. A. in den nördlichen Sellrainer Bergen (Stubaier Alpen).

Inzing befindet sich am Südufer des Inns, der tiefste Punkt der Gemeinde liegt am Innufer auf 598 m ü. A. Südlich im Gebirge liegt der Hundstalsee auf 2289 m ü. A., welcher über den Seebach und Enterbach in den Inn entwässert.

Gemeindegliederung

Zu Inzing gehören sieben Weiler:

Die Gemeinde besteht neben dem Haufendorf am Schwemmkegel des Enterbachs noch aus verschiedenen bergbäuerlich geprägten Dörfern und Rotten am Inzingerberg, dem Ausläufer der Mittelgebirgsterrasse nach Westen hin.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):

Bis 2025 waren noch die folgenden Ortschaften ausgewiesen:

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Inzing.

Nachbargemeinden

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Inzing 1034 in den Traditionen des Hochstifts Freising: quicquid proprietatis … in loco Inigozingo curtifera III. Es ist jedoch nicht gesichert, dass es sich bei dieser Erwähnung tatsächlich um Inzing handelt und nicht vielmehr um gleichnamige Örtlichkeiten in Oberösterreich (GB Peuerbach und GB Perg) oder Bayern (Lkr. Passau). Lauthistorisch wäre eine Entwicklung von Inigozingo zu Inzing eher unwahrscheinlich. Die erste wirklich sichere Nennung findet sich in der Urkunde der Abtei St. Georgenberg mit Incingen im Jahr 1283.

Die barocke Pfarrkirche weist spätbarocke Fresken auf.

Schon früh erbauten die Ritter von Eben (Ortsteil) – der genaue Zeitpunkt ist unbekannt – im Dorf oberhalb der Kirche einen Wohnturm, den die Inzinger heute allgemein mit „Schlößl“ bezeichnen. Dieses spätgotische „Schlößl“ wurde um 1920 im Stil des Historismus umgebaut. Die Wappenmotive der Ritter von Eben finden sich noch heute im Wappen der Gemeinde Inzing wieder.

Erwähnt wurde Inzing auch in der Italienischen Reise von Johann Wolfgang von Goethe (1786).

Die Gemeinde Hatting wurde 1974 Inzing angeschlossen und 1993 wieder als eigene Gemeinde abgetrennt.

Inzing wurde in der Vergangenheit von mehreren großen Muren heimgesucht. Bei der letzten im Jahr 1969 kamen drei Menschen ums Leben.

Bevölkerungsentwicklung

EinwohnerJahr500100015002000250030003500400045001860189019201950198020102040EinwohnerEinwohnerentwicklung von Inzing

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Schulgebäude der Gemeinde Inzing

Sport

Fußballplatz Inzing

Inzing verfügt über ein reges Vereinsleben. Die beiden Hauptvereine sind der Allgemeine Sportverein Inzing (ASVI) mit den Sektionen Leichtathletik, Radfahren und Schi und die Sportunion Inzing mit den Sektionen Damengymnastik, Stocksport, Hänge- und Paragleiten, Fußball, Rodeln, Tennis, Tischtennis und Volleyball.

Neben diesen beiden Vereinen gibt es noch den Ringsportclub Inzing (RSCI), den Billardclub Inzing und den Modellbauclub Inzing – MBCI (Modellflugsport) als unabhängige Vereine. In den Sportarten Volleyball, Ringen und Billard ist Inzing überregional vertreten. Die Sektion inzingvolley der SU spielt in der zweiten österreichischen Bundesliga Damen. Der Ring-Sport-Club Inzing (RSCI) kämpft in der ersten österreichischen Liga.

Außerdem verfügt Inzing über eine Naturrodelbahn (Ginzes-Eben) und war Austragungsort der Naturbahnrodel-Weltmeisterschaft 1979.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Industrie ist durch das Industriegebiet am östlichen Ortsrand geprägt. Neben klein- und mittelständischen Unternehmen haben auch einige Konzerne Zweigstellen bzw. Niederlassungen in Inzing (z. B. DHL, Caterpillar, Scania, Stiegl).

Verkehr

Inzing liegt an der Völser Straße L 11 und ist über die Ausfahrt Zirl-West an die Inntalautobahn A 12 angebunden. Der Ort verfügt über eine Haltestelle an der Arlbergbahn, die von den Linien S-Bahn Tirol#S4 und S-Bahn Tirol#S5 der S-Bahn Tirol bedient wird. Züge verkehren im 30-Minuten-Takt über Innsbruck bis Fritzens-Wattens bzw. bis Telfs. Weiters verkehrt in den Wintermonaten ein Schibus zum nahe gelegenen Schigebiet Rangger Köpfl.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat insgesamt 15 Sitze. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Tirol 2022 hat der Gemeinderat folgende Verteilung:

Bürgermeister

Wappen

Blasonierung: In schwarzem Schild rechts vier Spitzen rot-weiß wechselnd und links oben ein goldenes Dreizackeisen.

Das Gemeindewappen wurde 1966 verliehen. Der Dreizack stammt aus dem Wappen der 1451 ausgestorbenen Herren von Eben, deren Stammburg am Inzingerberg stand. Die Spitzen in den Tiroler Landesfarben erinnern daran, dass sich die Inzinger Schützen im Freiheitskampf 1809 besonders auszeichneten und eine französische Standarte eroberten.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

Commons: Inzing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. ↑ Peter Anreiter: Die Frühnennungen der Nord- und Osttiroler Gemeindenamen (von den Anfängen bis 1500). Teil 4. Edition Praesens, Wien 2005.
  3. ↑ Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 329, Anh Nr. 19.
  4. ↑ Peter Anreiter: Die Frühnennungen der Nord- und Osttiroler Gemeindenamen (von den Anfängen bis 1500). Teil 2. Edition Praesens, Wien 2004.
  5. ↑ https://pisch.at/Ernst/Dorfbuch.html
  6. ↑ Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2022 | Gemeinde Inzing. Land Tirol, abgerufen am 26. Juli 2022.
  7. ↑ Landesgesetzblatt für Tirol. Nr. 36/1966 (Digitalisat).
  8. ↑ Eduard Widmoser: Tiroler Wappenfibel. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 1978, ISBN 3-7022-1324-4, S. 20.