Tulfes | ||
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| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Innsbruck-Land | |
| Kfz-Kennzeichen: | IL | |
| Fläche: | 27,71 km² | |
| Koordinaten: | 47° 15′ N, 11° 32′ O | |
| Höhe: | 923 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.717 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 62 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 6075 | |
| Vorwahl: | 05223 | |
| Gemeindekennziffer: | 7 03 60 | |
| NUTS-Region | AT332 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Schmalzgasse 27 6075 Tulfes | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Martin Wegscheider (Gemeinsam für Tulfes) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2022) (13 Mitglieder) |
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| Lage von Tulfes im Bezirk Innsbruck-Land | ||
Tulfes von Südosten | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Tulfes ist eine Gemeinde im Bezirk Innsbruck-Land im Bundesland Tirol (Österreich) mit 1717 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Hall in Tirol.
Tulfes liegt auf einer Mittelgebirgsterrasse 6 km von Hall und 12 km von Innsbruck entfernt, am Fuß des 2677 m hohen Glungezer. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Inntalboden über das Mittelgebirge bis zum hinteren Voldertal, umfasst aber nur die linke Seite des Tals, die rechte gehört zu Volders.
Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde und einzigen Ortschaft Tulfes (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):
Bis 2025 war Volderwald (499 Einwohner; Stand 2025) ebenfalls als Ortschaft ausgewiesen.
Die Gemeinde umfasst neben dem Dorf Tulfes die Rotten Bramor, Dörfli, Gasteig, Halsmarter, Heißangerer und Oberlavieren, den Weiler Moser, die zerstreuten Häuser Tulfein, Tulferberg, Voldertal und Volderwald sowie mehrere Einzelhöfe, Hütten und Almen.
| Ampass | Hall in Tirol | Mils |
| Rinn Ellbögen |
Volders | |
| Matrei am Brenner | Navis |
Funde aus dem ersten Jahrtausend v. Chr. zeigen erste Besiedlungsspuren, wie eine Gefäßscherbe und eine illyrische Lappenaxt. Ebenfalls noch aus der vorchristlichen Zeit stammen die Überreste einer Wallburg aus der Latènezeit.
Der Kolbenturm ist das älteste bis heute erhaltene Bauwerk in Tulfes. Er wurde um das Jahr 1200 vom Geschlecht der Kolb erbaut.
Der Name Tulfes stammt vom lateinischen tellevo, was so viel wie nutzbare Erde bedeutet. 1240 wurde eine Auseinandersetzung um ein Gut in „Volrar Gasteige“ urkundlich festgehalten, das ist Volderwald der heutigen Gemeinde. Der Name „Tulfes“ wurde erstmals 1266 genannt, als ein Rüdiger auf die Vogtei in Tulfes verzichtetr. Darauf folgten mehrere Nennungen in den Jahren 1270, 1288 und 1294 mit den Schreibweisen „Tulfes“, „Tulves“ oder „Tulferberg“. Daraus geht hervor, dass Tulfes dem Landesfürsten von Tirol gehörte, aber dass auch bayrische Klöster in Tulfes Grund besaßen. Dabei wurden jeweils einzelne Höfe genannt, es lässt sich aber daraus nicht ableiten, wann der Ort entstand.
Als steuerzahlende Gemeinde wurde Tulfes 1312 im Inntaler Steuerbuch aufgeführt, dabei wurden 47 Bauern namentlich genannt.
Zum Bau der Kirche St. Thomas gibt es keine Unterlagen, die Kirche wurde erstmals 1332 im „Stiftsarchiv Wilten“ erwähnt. Sie gehörte zur Pfarre Ampass und hatte bis 1721 keinen ortsansässigen Priester. Eine eigene Pfarre wurde Tulfes im Jahr 1891.
Im Jahr 1964 zerschellte ein viermotoriges Flugzeug der englischen Fluggesellschaft Cunard Eagle Airways am Glungezer, alle 83 Insassen starben. 1971 wurde Adelheid von Österreich (1914–1971), die Tochter des letzten österreichischen Kaiserpaares Karl und Zita, in Tulfes begraben.
Heute spielt neben der Landwirtschaft der Tourismus eine Rolle, mit dem Ausflugs- und Schiberg Glungezer. Im Südosten des Ortsrandes befindet sich die Talstation der Glungezerbahn. Daneben ist Tulfes ein beliebtes Wohngebiet in der Nähe des städtischen Ballungsraums Innsbruck-Hall.
Die Anzahl der jährlichen Nächtigungen stieg von 41.000 im Jahr 2010 auf 49.000 im Jahr 2019. Tulfes ist eine Gemeinde mit zwei Saisonen. Die stärksten Monate Februar und Juli haben jeweils rund 8.000 Übernachtungen.
Bei den Gemeinderatswahlen 2016 wurden 13 Mandatare gewählt:
| Wählergruppe | 2022 | 2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Prozent | Stimmen | Mandate | Prozent | Stimmen | Mandate | Koppelung | |
| Gemeinsam für Tulfes (GFT) | 48,86 | 495 | 7 | 44,36 % | 425 | 6 | |
| AKTIVES TULFES Hannes Angerer (AT) | 24,09 | 244 | 3 | ||||
| JUNGES TULFES (JUTU) | 13,82 | 140 | 2 | ||||
| Team Tulfes (TEAMT) | 13,23 | 134 | 1 | 24,84 % | 238 | 3 | A |
| LISTE TULFES | 21,71 % | 208 | 3 | A | |||
| FPÖ und Unabhängige Liste Tulfes | 9,08 % | 87 | 1 | ||||
Chronik der Bürgermeister:
Seit 1976 führt Tulfes ein Gemeindewappen: In Rot ein silberner Sturzsparren, darauf eine schwarze, von der unteren Sparrenspitze bis zum oberen Schildrand reichende Speerspitze.
Winkelmaßund Speer sind die Zeichen des Kirchenpatrons des heiligen Apostel Thomas.