
Aurora Elvira Williams Baussa (* 13. August 1962 in Antofagasta) ist eine chilenische Wirtschaftsingenieurin und Politikerin. Sie war von März 2014 bis März 2018 unter Präsidentin Michelle Bachelet und von August 2023 bis März 2026 unter Präsident Gabriel Boric Ministerin für Bergbau.
Williams wurde am 13. August 1962 in Antofagasta geboren. Sie studierte Wirtschaftsingenieurwesen (Ingeniería Comercial) an der Universidad Católica del Norte (UCN), wo sie 1985 ihren Abschluss erwarb.
Anschließend absolvierte sie ein Diplomstudium in Wirtschaftsingenieurwesen an der Universidad de Antofagasta. Zudem erwarb sie einen Masterabschluss in Unternehmensführung und -verwaltung an der Universität Lleida in Spanien sowie einen MBA in Unternehmensführung und -entwicklung an der IEDE Business School in Chile.
Williams war sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor tätig. Sie bekleidete Führungspositionen bei der Empresa de Servicios Sanitarios de Antofagasta und bei Aguas de Antofagasta, wo sie unter anderem für Kundenmanagement sowie Verwaltung und Finanzen zuständig war.
Während der ersten Regierung von Michelle Bachelet war Williams Regionalministerialsekretärin (Secretaria Regional Ministerial, Seremi) für öffentliche Arbeiten in der Región de Antofagasta.
Anschließend wechselte sie erneut in die Privatwirtschaft und war unter anderem als Leiterin für Verwaltung und Finanzen bei der Hafenkonzessionärin Antofagasta Terminal Internacional (ATI) tätig.
Williams gehörte der Radikalen Partei (PR) an.
Nach dem Wahlsieg von Michelle Bachelet wurde Williams im Januar 2014 als künftige Bergbauministerin vorgestellt. Mit dem Amtsantritt Bachelets am 11. März 2014 übernahm sie das Ministerium und folgte Hernán de Solminihac nach.
Sie war nach Karen Poniachik die zweite Frau an der Spitze des chilenischen Bergbauministeriums.
Als Bergbauministerin war Williams zugleich Vorsitzende der Verwaltungsräte der staatlichen Bergbaugesellschaft Empresa Nacional de Minería (ENAMI) und der chilenischen Kupferkommission Comisión Chilena del Cobre (Cochilco).
Während ihrer Amtszeit wurden unter anderem die Kapitalisierung des staatlichen Kupferunternehmens Codelco zur Finanzierung seiner Investitionsvorhaben und ein Mechanismus zur Stabilisierung des Kupferpreises für den Kleinbergbau gesetzlich geregelt. Zudem wurde eine nationale Kommission zur Erarbeitung einer staatlichen Lithiumpolitik eingesetzt.
Williams blieb während der gesamten zweiten Amtszeit Bachelets im Amt und schied am 11. März 2018 aus dem Ministerium aus. Ihr Nachfolger wurde Baldo Prokurica.
Nach dem Ende ihrer ersten Amtszeit als Ministerin war Williams zunächst Geschäftsführerin der Corporación Municipal de Desarrollo Social de Antofagasta.
Später war sie wieder im Bergbausektor tätig. Unter anderem übernahm sie die Leitung des operativen Bereichs des Centro Integrado de Pilotaje de Tecnologías Mineras (CIPTEMIN). Diese Funktion übte sie unmittelbar vor ihrer erneuten Ernennung zur Bergbauministerin aus.
2022 wurde Williams als erste Frau in den Verwaltungsrat der Unternehmensgruppe CRAMSA berufen.
Am 16. August 2023 ernannte Präsident Gabriel Boric Williams im Rahmen einer Kabinettsumbildung erneut zur Bergbauministerin. Sie folgte Marcela Hernando nach.
Während ihrer zweiten Amtszeit gehörten die Umsetzung der nationalen Lithiumstrategie und die Entwicklung des staatlichen Engagements im Lithiumsektor zu den Aufgaben des Ministeriums. Daneben befasste sich das Ressort mit der Entwicklung des Kupferbergbaus sowie der Förderung von Investitionen und Genehmigungsverfahren im Bergbausektor.
Williams blieb bis zum Ende der Amtszeit Borics am 11. März 2026 Bergbauministerin. Ihr Nachfolger wurde Daniel Mas.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Williams, Aurora |
| ALTERNATIVNAMEN | Williams Baussa, Aurora Elvira |
| KURZBESCHREIBUNG | chilenische Wirtschaftsingenieurin und Politikerin |
| GEBURTSDATUM | 13. August 1962 |
| GEBURTSORT | Antofagasta |