
Marcela Ximena Hernando Pérez (* 12. Februar 1960 in Santiago de Chile) ist eine chilenische Ärztin und Politikerin der Radikalen Partei (PR). Sie war von 2006 bis 2007 Intendantin der Región de Antofagasta, von 2008 bis 2012 Bürgermeisterin von Antofagasta und von 2014 bis 2022 Mitglied der chilenischen Abgeordnetenkammer. Von März 2022 bis August 2023 war sie Bergbauministerin in der Regierung von Gabriel Boric. Seit März 2026 gehört sie erneut der Abgeordnetenkammer an.
Hernando wurde am 12. Februar 1960 in Santiago de Chile geboren. Ihre Schulausbildung absolvierte sie am Liceo María Auxiliadora in Santiago. 1979 begann sie ein Medizinstudium an der Universität von Chile, das sie 1985 als Ärztin abschloss. Im folgenden Jahr ließ sie sich in Antofagasta nieder und arbeitete dort als Ärztin.
Ab 1992 absolvierte Hernando ein Aufbaustudium in öffentlicher Gesundheit an der Faculté Xavier Bichat der Universität Paris und beschäftigte sich am Centre International de l’Enfance in Paris mit der wirtschaftlichen Bewertung von Gesundheitsprogrammen. 1996 absolvierte sie am Internationalen Histadrut-Institut in Israel eine Weiterbildung zur Organisation kommunaler Gesundheitsdienste und zum Management von Katastrophen mit einer großen Zahl von Verletzten.
Darüber hinaus absolvierte Hernando Masterstudiengänge in Unternehmensführung an der Universidad Católica del Norte, in öffentlichem Management an der Universität Barcelona sowie in Management und öffentlicher Politik an der Universidad Adolfo Ibáñez.
Ihre berufliche Tätigkeit im öffentlichen Gesundheitswesen begann in der Región de Antofagasta. Sie war unter anderem Leiterin der Primärversorgung und später Direktorin des Gesundheitsdienstes der Region. Von März bis Juni 2005 war sie Regionalministerialsekretärin (Secretaria Regional Ministerial, Seremi) für Gesundheit in der Región de Antofagasta.
Am 11. März 2006 wurde Hernando während der ersten Regierung von Michelle Bachelet zur Intendantin der Región de Antofagasta ernannt. Sie übte das Amt bis zum 1. Dezember 2007 aus.
Bei der Kommunalwahl 2008 wurde sie als unabhängige Kandidatin zur Bürgermeisterin von Antofagasta gewählt. Sie amtierte von Dezember 2008 bis Dezember 2012.
Hernando war zunächst Mitglied des Partido por la Democracia (PPD). Später gehörte sie der Radikalen Partei an.
Bei der Parlamentswahl in Chile 2013 wurde Hernando für den damaligen 4. Wahlbezirk der Región de Antofagasta in die chilenische Abgeordnetenkammer gewählt. Sie trat ihr Mandat am 11. März 2014 an.
Bei der Parlamentswahl in Chile 2017 wurde sie für den neu gebildeten 3. Wahlbezirk wiedergewählt, der die Gemeinden Antofagasta, Calama, María Elena, Mejillones, Ollagüe, San Pedro de Atacama, Sierra Gorda, Taltal und Tocopilla umfasst. Ihr zweites Mandat dauerte von März 2018 bis März 2022.
Während ihrer parlamentarischen Tätigkeit gehörte Hernando unter anderem dem ständigen Ausschuss für Bergbau und Energie an. 2019 führte sie den Vorsitz dieses Ausschusses.
Bei der Parlamentswahl in Chile 2021 kandidierte Hernando für den Senat in der Región de Antofagasta, wurde jedoch nicht gewählt.
Nach dem Wahlsieg von Gabriel Boric wurde Hernando am 21. Januar 2022 als künftige Bergbauministerin vorgestellt. Mit dem Amtsantritt Borics am 11. März 2022 übernahm sie das Ministerium und folgte Juan Carlos Jobet nach.
Während ihrer Amtszeit wurde unter anderem die Reform der Bergbaulizenzabgaben (royalty minero) parlamentarisch behandelt. Das entsprechende Gesetz wurde im August 2023 veröffentlicht und führte ein neues Abgabensystem für große Bergbauunternehmen ein.
Bei der Kabinettsumbildung vom 16. August 2023 schied Hernando aus der Regierung aus. Ihre Nachfolgerin wurde Aurora Williams, die das Bergbauministerium bereits von 2014 bis 2018 geleitet hatte.
2024 kandidierte Hernando für das Amt der Regionalgouverneurin der Región de Antofagasta. Im ersten Wahlgang am 26. und 27. Oktober erreichte sie 18,90 Prozent der Stimmen und zog damit in die Stichwahl ein. Bei der Stichwahl am 24. November 2024 unterlag sie ihrem Gegenkandidaten.
Bei der Parlamentswahl in Chile 2025 kandidierte Hernando erneut für die Abgeordnetenkammer. Sie wurde für den 3. Wahlbezirk der Región de Antofagasta gewählt und trat das Mandat am 11. März 2026 an. Damit kehrte sie nach vierjähriger Unterbrechung in den Nationalkongress von Chile zurück.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hernando, Marcela |
| ALTERNATIVNAMEN | Hernando Pérez, Marcela Ximena |
| KURZBESCHREIBUNG | chilenische Ärztin und Politikerin |
| GEBURTSDATUM | 12. Februar 1960 |
| GEBURTSORT | Santiago de Chile |