Unter Autointoxikation (Synonym: Autotoxikose) versteht man den seltenen Zustand einer „Selbstvergiftung“ des Körpers mit Krankheitswert. (Etymologie: griechisch aut(o) = selbst, eigen; griechisch toxos = Gift; lateinisch intoxicatio = Vergiftung) durch Substanzen oder Gifte die im eigenen Körper (endogen) gebildet werden. Diese Substanzen sind entweder körpereigene Stoffwechselprodukte oder stammen im Rahmen einer Infektion von Mikroorganismen (insbesondere als Bakterientoxine). Dieser Artikel beschreibt nicht die Selbsttötung (Suizid) oder den entsprechenden Versuch dazu durch eine bewusst eingeleitete Vergiftung.
Prinzipiell muss zwischen einem vermehrten Anfall derartiger Substanzen bei und/oder der verminderten Entfernung aus dem Körper bei bestimmten Krankheiten unterschieden werden.
Auch eine Azidose oder Alkalose kann in einem erweiterten Sinne als eine Autointoxikation verstanden werden.
Mitunter wird von Befürwortern der Colon-Hydro-Therapie (CHT) eine mögliche Autotoxikose durch eine mögliche mangelhafte Darmentgiftung bzw. intestinale Autointoxikation nahegelegt.
Im 19. Jahrhundert gab es Vermutungen über autotoxische Vorgänge als Ursachen für eine große Anzahl an Erkrankungen.
Der Körper produziert laufend Stoffwechselprodukte, die auf verschiedenen Wegen den Körper jedoch wieder verlassen (Entgiftung / Eliminierung). Nur im Rahmen von bestimmten Erkrankungen können die Konzentrationen Werte erreichen, um Symptome oder weitere Schäden hervorzurufen.
Diese Erkrankungen können dazu führen, dass eine geregelte Ausscheidung von Stoffwechselprodukten oder Bakterientoxinen nicht erfolgt oder abnorme Konzentrationen dieser Substanzen entstehen können.