Axel Kutsch

Axel Kutsch (* 16. Mai 1945 in Bad Salzungen; † 30. Juli 2025) war ein deutscher Schriftsteller und Herausgeber.

Leben und Werk

Axel Kutsch verbrachte Kindheit und Jugend in Stolberg (Rheinland). und Aachen. Nach zweijährigem Redaktionsvolontariat war er von 1971 bis 1999 als Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen tätig. Seit 1983 veröffentlichte er Gedichtbücher und edierte Anthologien zeitgenössischer Lyrik im deutschen Sprachraum, darunter das von 2008 bis 2022 im Verlag Ralf Liebe erscheinende Jahrbuch Versnetze. Für Das Gedicht verfasste er in den 1990er Jahren Rezensionen zu Lyrikbänden.

Gedichte von Kutsch wurden im deutschen Sprachraum im Rundfunk (BR, DW, DLF, NDR, SWR, WDR), in Literaturzeitschriften, Schulbüchern und Anthologien (Artemis & Winkler/Patmos Verlag, Aufbau-Verlag, Beltz & Gelberg, dtv, DVA, Luchterhand, Reclam, Schöningh, S. Fischer) sowie international in Australien, Belgien, Frankreich, Kanada, Rumänien, den USA und im Iran veröffentlicht.

Nach einer frühen Phase zeit- und gesellschaftskritischer Lyrik wurden die Gedichte von Axel Kutsch in den 1990er Jahren zunehmend spielerischer und ironischer: „Er setzt auf jenen heiteren, aber darum nicht weniger tiefen Unernst, den erlauchte Vorgänger wie Christian Morgenstern oder Joachim Ringelnatz gepflegt haben.“ Der Kölner Stadt-Anzeiger resümierte: „Hinter all den Späßen, Verwandlungen, Tricks oder auch Kalauern steckt der Gedanke, dass Gedichte etwas Gemachtes sind [...] Kutsch als Kauz, der den Witz leichthin auf die Versfüße stellt.“

2023 erschien im Verlag Ralf Liebe Am Rande der Sprache steht ein Gedicht. Das lyrische Werk 1969–2022, 2024 die Axel Kutsch gewidmete Anthologie und kein Gedicht will Abschied von dir nehmen mit deutschsprachiger Lyrik der Gegenwart.

Einzeltitel

Herausgabe (Auswahl)

Beiträge in Anthologien

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Der Vers-Vernetzer – Zum Tod des Dichters Axel Kutsch. In: 54books.de. 12. August 2025, abgerufen am 12. August 2025.
  2. ↑ Ulla Jürgensonn: Zum Tod des Lyrikers: „Gibt kaum jemanden unter den zeitgenössischen deutschen Dichtern, der Axel Kutsch nicht etwas zu verdanken hat“. In: Kölner Stadtanzeiger. 1. August 2025, abgerufen am 13. August 2025.
  3. ↑ Traueranzeigen von Alex Kutsch. In: wirtrauern.de. 16. August 2025, abgerufen am 13. Oktober 2025.
  4. ↑ Faltblatt, Freibord, Das Gedicht, Matrix, Muschelhaufen, Signum u. v. a.
  5. ↑ Odeur de feu / Geruch von Feuer. 17 poètes d'Allemagne / 17 deutsche Dichterinnen und Dichter, ins Französische übersetzt und herausgegeben von Rüdiger Fischer, Écrits des Forges, Québec (Kanada) 2008.
  6. ↑ Ringelnatz-Enkel parodiert moderne Dichter - Axel Kutsch verfasste satirische Gedichte, Ostsee-Zeitung vom 15. Januar 2000 über Wortbruch.
  7. ↑ Stets den Versen auf den Fersen - Gedichtbände von Amir Shaheen, Axel Kutsch, Ulrike Draesner, Kölner Stadt-Anzeiger vom 30. Juli 2005 über Ikarus fährt Omnibus.
  8. ↑ Am Rande der Sprache steht ein Gedicht. In: Verlag Ralf Liebe. Abgerufen am 21. November 2024.
  9. ↑ und kein Gedicht will Abschied von dir nehmen. Verlag Ralf Liebe, abgerufen am 21. November 2024.
Personendaten
NAME Kutsch, Axel
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller
GEBURTSDATUM 16. Mai 1945
GEBURTSORT Bad Salzungen
STERBEDATUM 30. Juli 2025