Axel Wilhelmowitsch Gadolin

Axel Wilhelmowitsch Gadolin

Axel Wilhelmowitsch Gadolin (russisch Аксель Вильгельмович Гадолин; * 24. Juni 1828 in Somero, Großfürstentum Finnland; † 15. Dezemberjul. / 27. Dezember 1892greg. in Sankt Petersburg) war ein russischer Chemiker und Mineraloge.

Der Neffe des Chemikers Johan Gadolin besuchte das finnische Kadettenkorps. Nach dessen Abschluss im Jahr 1847 wurde er Kapitän der russischen Garde-Artillerie, 1849 Repetent der Physik an der Artillerieschule und 1856 Direktor der technischen Artillerieschule in St. Petersburg. 1866/67 wurde er Professor für Technologie an der Michael-Artillerie-Akademie in Sankt Petersburg und später auch Inspektor der Arsenale.

1868 erhielt er den Lomonossow-Preis. 1871 wurde er zum Ritter geschlagen und 1876 zum Generalleutnant befördert. 1878 emeritierte er. Er war Mitglied der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, der Kaiserlichen St. Petersburger Mineralogische Gesellschaft und der Sankt Petersburger Mathematischen Gesellschaft. Er arbeitete auf dem Gebiet der Geognosie (heute wird der Begriff Geologie verwendet), physikalischen Chemie, Materialwissenschaft und Werkstofftechnik und Meteorologie. Er leitete die 32 Kristallklassen als Untergruppen der Kristallsysteme aus theoretischen Betrachtungen ab.

Veröffentlichungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Deutschsprachige Physiker im alten St. Petersburg
  2. ↑ R. Tigerstedt: 3. Gadolin, Axel. In: John Rosén, Theodor Westrin, B. F. Olsson (Hrsg.): Nordisk familjebok konversationslexikon och realencyklopedi. 1. Auflage. Band 5: Folkvisor–Grimnesmål. Gernandts boktryckeri, Stockholm 1882, Sp. 766–767 (schwedisch, runeberg.org).
Personendaten
NAME Gadolin, Axel Wilhelmowitsch
ALTERNATIVNAMEN Гадолин, Аксель Вильгельмович (russisch)
KURZBESCHREIBUNG russischer Chemiker und Mineraloge
GEBURTSDATUM 24. Juni 1828
GEBURTSORT Somero
STERBEDATUM 27. Dezember 1892
STERBEORT Sankt Petersburg