BTX-Format

Gehäuse-
formate

Das BTX-Format („Balanced Technology Extended“) war als Nachfolger des ATX-Formats als Formfaktor für PCs geplant. Der neue Standard wurde erstmals 2003 auf dem Intel Developer Forum vorgestellt, konnte sich aber aufgrund fehlender Akzeptanz nicht gegenüber dem etablierten ATX-Format durchsetzen und wurde von Intel im Oktober 2006 vom Markt genommen. Ähnlich wie beim ATX-Format existieren zusätzliche Formfaktoren für kleinere Gehäuse, einmal MicroBTX und das noch kleinere Format PicoBTX.

Technik

Geöffnetes BTX-Computergehäuse
Freigelegte BTX-Hauptplatine

Das BTX-Gehäuse ist in Zonen aufgeteilt, in denen sich nur bestimmte Bauteile, wie beispielsweise der Hauptprozessor, befinden dürfen.

Vorteile

Nachteile

Durch das umgedrehte Einstecken der PCI- und PCI-Express-Karten in der Hauptplatine liegt deren mit Kondensatoren, Chips und anderen elektronischen Bauteilen bestückte Seite oben, was zu einem raschen Verstauben führt. Der Staub lässt sich auf dieser Seite der Karten nur schwer wieder entfernen (z. B. mit Druckluftsprays). Bei ATX-Gehäusen weist die glatte, unbestückte Seite der Karten nach oben – der sich dort ansammelnde Staub lässt sich damit sehr leicht abwischen.

Abmessungen

Verbreitung

BTX-Hardware, d. h. Gehäuse und Mainboard, war überwiegend in Form von fertigen PCs besonders für Geschäftskunden auf dem Markt vorzufinden. Als vermutlich letzte auf Intel-Prozessoren basierende Mainboards wurden Boards von Fujitsu mit Sockel 775 sowie Sockel 1156 im BTX-Format angeboten, die unter anderem „PCIe x16“ und DDR3-Arbeitsspeicher unterstützten.

Quellen

  1. ↑ Fujitsu: CELSIUS W480 WorkStation (englisch), Stand: 16. September 2011
  2. ↑ Fujitsu: P5731 Desktop-PC. (Memento des Originals vom 4. November 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (englisch), Stand: 21. Juli 2011