| Baccarat | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Meurthe-et-Moselle (54) | |
| Arrondissement | Lunéville | |
| Kanton | Baccarat | |
| Gemeindeverband | Territoire de Lunéville à Baccarat | |
| Koordinaten | 48° 27′ N, 6° 44′ O | |
| Höhe | 257–365 m | |
| Fläche | 13,53 km² | |
| Einwohner | 4.089 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 302 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 54120 | |
| INSEE-Code | 54039 | |
| Website | www.ville-baccarat.fr | |
Rue de la Division Leclerc in Baccarat am rechten Ufer der Meurthe | ||
Baccarat [] (deutsch veraltet: Burgambach) ist eine französische Stadt mit 4089 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Lunéville und zum Kanton Baccarat. Die Einwohner von Baccarat werden Bachamois(es) genannt.
Baccarat ist bekannt für das Kristallglas der Manufaktur Baccarat, das hier seit dem 18. Jahrhundert hergestellt wird.
Baccarat liegt zwischen Lunéville und Saint-Dié an der Meurthe, deren Tal sich hier nach Austritt aus den Vogesen weitet. Die sich beiderseits des Flusses erstreckende Stadt grenzt im Sürwesten nahtlos an den oberhalb gelegenen Ort Deneuvre.
1764/65 gründete der Bischof von Metz, Louis-Joseph de Montmorency-Laval, mit Erlaubnis von Ludwig XV. die Glashütte Sainte Anne. Sie entwickelte sich zu einem bekannten Hersteller von Kristallglas mit 2000 Mitarbeitern im Jahr 1869 und prägte die Entwicklung der Stadt, nach der das Baccarat-Glas benannt ist.


Nachdem Baccarat zu Beginn des Ersten Weltkrieges in der Schlacht in Lothringen von der deutschen 7. Armee erobert worden war, wagten die französischen Truppen am 25. August 1914 in der Schlacht von Baccarat einen verlustreichen Rückeroberungsversuch um die Brücke über die Meurthe, der fehlschlug. Am 12. September zogen sich die deutschen Truppen aus der zerstörten Stadt zurück.
Am 12. August 1944 sprangen bei Baccarat etwa 90 Soldaten des Kommandounternehmens Operation Loyton des britischen Special Air Service mit Fallschirmen ab. Am 31. Oktober 1944 befreiten Soldaten der 2e division blindée Baccarat von der deutschen Besatzung. Generalmajor Leclerc hatte dort etwa zwei Wochen sein Hauptquartier, dann rückte seine Division zusammen mit US-Truppen zur Befreiung von Straßburg vor.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2019 |
| Einwohner | 6067 | 5856 | 5590 | 5433 | 5022 | 4746 | 4663 | 4192 |


Baccarat liegt an der Nationalstraße N 59, die heute – autobahnähnlich ausgebaut – das bebaute Gebiet auf der Ostseite umfährt. Die ebenfalls durch den Ort verlaufende N 435 wurde 1973 zur Departementsstraße D 935 abgestuft.
Die Stadt hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Lunéville–Saint-Dié, der 1864 von der Compagnie des chemins de fer de l’Est eröffnet wurde. 1881 kam eine Zweigstrecke nach Badonviller hinzu, die 1994 stillgelegt wurde. Aktuell wird der Bahnhof von Regionalzügen des TER Grand Est bedient.
Baccarat unterhält seit 1965 eine Städtepartnerschaft mit der badischen Stadt Gernsbach.