Bahnea

Bahnea
Bachnen
Bonyha
Bahnea (Rumänien)
Bahnea (Rumänien)
Basisdaten
Staat: Rumänien Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 23′ N, 24° 29′ OKoordinaten: 46° 22′ 42″ N, 24° 29′ 16″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe:312 m
Fläche:91,65 km²
Einwohner:3.528 (1. Dezember 2021)
Bevölkerungsdichte:38 Einwohner je km²
Postleitzahl:547055
Telefonvorwahl:(+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen:MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024)
Gemeindeart:Gemeinde
Gliederung:Bahnea, Bernadea, Cund, Daia, Gogan, Idiciu, Lepindea
Bürgermeister :Ioan-Alin Jors (PNL)
Postanschrift:Str. 1 Decembrie 1918, nr. 50
loc. Bahnea, jud. Mureș, RO–547055
Website:

Bahnea (veraltet Bachnea; deutsch Bachnen, ungarisch Bonyha) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort Bahnea ist auch unter der ungarischen Bezeichnung Szászbonyha und der deutschen Bachen bekannt.

Geographische Lage

Lage der Gemeinde Bahnea im Kreis Mureș

Die Gemeinde Bahnea liegt im Kokeltal (Podișul Târnavelor) im Süden des Kreises Mureș. Am Fluss Târnava Mică (Kleine Kokel), der Kreisstraße (Drum județean) DJ 151B und der Bahnstrecke Blaj–Târnăveni–Praid, befindet sich der Ort Bahnea 18 Kilometer nordöstlich von der Stadt Târnăveni (Sankt Martin) und 30 Kilometer südlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.

Die sechs eingemeindeten Dörfer befinden sich zwischen einem bis 15 Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt.

Geschichte

Der Ort Bahnea wurde erstmals 1291 urkundlich erwähnt. Im Mittelalter war der Ort eine Siebenbürger-Sächsische Marktgemeinde. Nach 1600 siedelten hier zahlreiche Magyaren an und die evangelische Kirche wurde die heutige reformierten Kirche. Auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Cund (Reußdorf), bei von den Einheimischen genannt Hünenrain, sind archäologische Objekte der Jungsteinzeit und beim Kaltbrunnbach aus der Bronzezeit, gefunden worden. Letztere befinden sich im Brukenthal-Museum in Hermannstadt.

Auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Bernadea (Bernhardsdorf), auf dem Areal von den Einheimischen genannt Dâmbău, befindet sich eine archäologische Grabungsstätte mit Reste einer Siedlung aus unterschiedlichen Zeitalter; von der Latènezeit bis in die Jungsteinzeit, und auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Lepindea (ungarisch Leppend) archäologische Funde der Spätbronzezeit.

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde mehrheitlich dem Stuhlbezirk Dicsőszentmárton (Târnăveni) in der Gespanschaft Klein-Kokelburg, anschließend dem historischen Kreis Târnava-Mică und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Bevölkerung

Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnie
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 4634 1962 1369 869 434
1941 5926 2375 1970 1071 510
1977 4748 2152 1763 386 447
1992 3862 1551 1481 71 764
2002 3812 1452 1348 17 995
2011 3739 1224 1130 15 1385
2021 3528 1398 783 10 1337 (1148 Roma)

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumäniendeutschen 1941 (die meisten in den eingemeindeten Dörfern Cund und Idiciu) registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Rumänen (2787) wurde 1966, die der Magyaren (2218) 1956 und die der Roma (1290) 2011 ermittelt.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeit

Commons: Bahnea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).
  2. ↑ Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 12. Dezember 2024 (rumänisch).
  3. ↑ Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Abgerufen am 11. März 2018 (ungarisch).
  4. ↑ Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  5. ↑ Institutul Național al Patrimoniului – Cund - Pumnalul de bronz de la Cund - Pârâul izvorului rece, abgerufen am 7. Oktober 2022 (rumänisch).
  6. 1 2 3 4 5 6 Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)
  7. ↑ Repertoriul Arheologic al României – Lepindea, abgerufen am 14. März 2018 (rumänisch).
  8. ↑ Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB).
  9. ↑ Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).
  10. ↑ Bild des Landsitze Bethlen
  11. ↑ Angaben zur Holzkircheirche in Bernadea bei biserici.org, abgerufen am 14. März 2018 (rumänisch)
  12. ↑ Angaben zur evangelischen Kirche in Cund bei biserici.org, abgerufen am 14. März 2018 (rumänisch)
  13. ↑ Angaben zur evangelischen Kirche in Idiciu bei biserici.org, abgerufen am 14. März 2018 (rumänisch)
  14. ↑ Angaben zu Kata Bethlen bei oszk.hu abgerufen am 14. März 2018 (deutsch, ungarisch)