| Sopron | |
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Empfangsgebäude im Jahr 2012 | |
| Daten | |
| PLC | HU2725 |
| Eröffnung | 1876 |
| Architektonische Daten | |
| Architekt | Gyula Szánthó (Empfangsgebäude) |
| Lage | |
| Stadt/Gemeinde | Sopron |
| Komitat | Győr-Moson-Sopron |
| Staat | Ungarn |
| Koordinaten | 47° 40′ 40″ N, 16° 35′ 12″ O |
| Eisenbahnstrecken | |
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Bahnstrecke Győr–Sopron–Ebenfurth | |
| Liste der Bahnhöfe in Ungarn | |
Der Bahnhof Sopron (ungarisch Sopron vasútállomás) ist ein Bahnhof der Raab-Oedenburg-Ebenfurter Eisenbahn (GySEV) in Sopron (deutsch Ödenburg oder Oedenburg). Es handelt sich um den zentralen Knotenbahnhof im westlichsten Ungarn. Durch den Bahnhof verlaufen die Strecken Győr–Sopron, Sopron–Szombathely, Wiener Neustadt–Mattersburg–Sopron, Sopron–Ebenfurth sowie die Verbindung Sopron–Deutschkreutz (Sopronkeresztúr).
Alle diese Strecken (Ausnahme: Sopron–Szombathely) wurden im Jahr 1920 durch die neu entstandenen Staatsgrenzen im Zuge des Wechsels deutschsprachiger Gebiete in Westungarn als Burgenland zur Republik Österreich zerschnitten, blieben aber dennoch durchgehend in Betrieb.
Der Bahnhof liegt in Sopron am Zusammentreffen von Állomás utca, Mátyás király utca und Bartók Béla utca. Das Empfangsgebäude befindet sich an der Südwestseite der Állomás utca. Am südöstlichen Ende des Bahnhofs wurde 2014 die Straßenunterführung Kőszegi út eröffnet, am nordwestlichen Ende bereits 1987 die Straßenunterführung Frankenberg út.

Der Bahnhof wurde für die GySEV zentrumsnahe in Sopron errichtet und war der zweite Bahnhof der Stadt. Vorher bestand in Sopron bereits seit 29 Jahren ein weiterer Bahnhof, der heutige Bahnhof Sopron-Déli.
Die GySEV wurde am 2. Jänner 1876 in Betrieb genommen. Der Bahnhof wurde allerdings nicht rechtzeitig fertig gestellt. Seine Eröffnung fand erst im Jahr 1880 statt.
Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte und danach nur notdürftig wiederhergestellte alte Empfangsgebäude wurde abgerissen; an seiner Stelle sollte ein moderner, repräsentativer Bahnhof entstehen. Die Pläne für das neue Empfangsgebäude stammen von Gyula Szánthó, dem Architekten der GySEV. Es wurde 1977 eröffnet. Aus Sicht der Fahrgäste bot der neue Bahnhof völlig andere Verhältnisse. Es wurden Inselbahnsteige errichtet und durch einen Bahnsteigtunnel verbunden.
Am Standort des alten Gebäudes, vor dem das heutige errichtet wurde, liegen heute Gleise.
Die zweigeschossige Galerie-Wartehalle wird zur Eingangsseite hin von großen Glasflächen begrenzt. Die Eingangsfassade verwendet hochwertige Materialien (hölzerne Attika, Verkleidung des Uhrturms) sowie damals zeitgemäße architektonische Lösungen, etwa die bepflanzte Galerie, ansprechende Materialwechsel und den Turm. Auffälligstes Element des Gebäudeensembles ist der weiße Uhrturm, in dem sich auch der Schornstein der Zentralheizung befindet.
Die Renovierung des stark frequentierten Empfangsgebäudes wurde 2022 abgeschlossen.
Der Bahnhof wurde jahrzehntelang im Korridorverkehr von österreichischen Zügen benutzt, die vom Nordburgenland über Sopron ins Mittelburgenland und zurück fuhren. Für kommerzielle Halte gab es für die Inselbahnsteige getrennte Zugänge zum Empfangsgebäude. Für Fahrgäste von und nach Österreich bestand bis zum Entfall der Grenzkontrollen die Notwendigkeit der grenzpolizeilichen und zollrechtlichen Überprüfung bei der Aus- bzw. Einreise.
Seit dem Beitritt Ungarns zum Schengen-Raum und der Gründung des Verkehrsverbundes Ost-Region in Österreich ist Sopron auch mit rein österreichischen Fahrausweisen inklusive Verbundfahrausweisen erreichbar, dazu zählt auch das Klimaticket.
Im Bahnhof Sopron ist die GySEV-Dampflokomotive 324.1518 ausgestellt. Ihre ursprüngliche MÁV-Nummer war 324.087.

Im Jahr 1914 wurde im österreichischen Kursbuch ein Bahnhofsrestaurant ausgewiesen. 1928 schien diese Angabe nicht mehr auf.
Ein ungarischer Spezialartikel liefert zahlreiche Informationen zur Bahnhofsrestauration. Ziel der Restaurants war, Fahrgäste mit günstiger, aber ordentlicher Gastronomie versorgen. Typisch waren Wiener Schnitzel mit Semmel, Faschiertes, frisch gezapftes Bier sowie Himbeer- oder Erdbeersirup. Zur Ausstattung gehörten karierte Tischdecken und Werbeplakate. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden aufgrund des herrschenden sozialistischen Systems Privatunternehmen im Bahnbereich nicht mehr gelitten. Die GySEV musste den Gastronomiebetrieb selbst übernehmen. Die dafür nötige Genehmigung zur Übernahme von der Utasellátó wurde auf der Verwaltungsratssitzung vom 19. November 1968 behandelt, und zum 1. Januar 1973 wurde der Gastronomiedienst der GySEV (Vendéglátó Szolgálat) gegründet.
Der Bahnhof wird von zahlreichen Stadtbuslinien bedient.
Zwischen den Jahren 1900 und 1923 befand sich eine der Endstationen der örtlichen Straßenbahn vor dem Bahnhof.