Die Ortsstelle befindet sich fünf Kilometer nordwestlich von Kutusowo(Schirwindt) am Rande des HochmooresBolschije Kusty „Große Sträucher“ (dt. Große Plinis, auch Königsbruch genannt) und ist über einen Weg zu erreichen, der von der Regionalstraße 27A-012 (ex R 509) bei der Ortsstelle des verlassenen Dorfes Pieragen/Niklashagen nach Norden abzweigt.
Geschichte
Die Gemeinde Baltruschen auf einem Messtischblatt von 1936
Baltruschen war um 1780 ein Schatullort. 1874 wurde die Landgemeinde Baltruschen in den neu gebildeten AmtsbezirkSchirwindt im Kreis Pillkallen eingegliedert. 1923 wurde die Landgemeinde Paszuiszen (s.u.) an die Landgemeinde Baltruschen angeschlossen (wobei der Anschluss eigentlich umgekehrt erfolgte, aber der Name der kleineren Gemeinde übernommen wurde). 1938 wurde Baltruschen in Sorgenfelde umbenannt. 1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen erhielt er nicht mehr.
Einwohnerentwicklung
Jahr
Einwohner
Bemerkungen
1867
31
1871
30
1885
13
1905
9
1910
7
1933
90
einschließlich Paszuiszen
1939
69
Paszuiszen
Der westlich von Baltruschen gelegene im Unterschied zum zunächst Groß Paszuiszen genannten Nachbarort Lindicken zunächst mit Klein Paszuiszen oder auch mit Warupatschen bezeichnete Ort war um 1780 ein königliches Bauerndorf. 1874 kam auch die Landgemeinde Paszuiszen in den Amtsbezirk Schirwindt.
Einwohnerentwicklung
Jahr
Einwohner
1867
109
1871
145
1885
125
1905
79
1910
74
Kirche
Baltruschen/Sorgenfelde und Paszuiszen gehörten zum evangelischen Kirchspiel Schirwindt.
1234Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874
12Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888
12Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907
12M. W. Ehrenreich:Landkreis Pillkallen.In:Gemeindeverzeichnis 1900.U. Schubert,archiviertvomOriginalam25.Oktober 2022;abgerufen am 22.Dezember 2025(Stand 1. Dezember 1910).
↑Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939
↑Michael Rademacher:Landkreis Pillkallen.Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006.In:eirenicon.com.Abgerufen am 1.Januar 1900