| Intesa Sanpaolo S.p.A. | |
|---|---|
| Staat | |
| Sitz | Turin |
| Rechtsform | Società per azioni |
| ISIN | IT0000072618 |
| BIC | BCITITMMXXX |
| Gründung | 2007 |
| Website | intesasanpaolo.com |
| Geschäftsdaten 2025 | |
| Bilanzsumme | 959,89 Mrd. EUR |
| Mitarbeiter | 90.789 |
| Geschäftsstellen | 3.569 |
| Leitung | |
| Vorstand | Gian Maria Gros-Pietro |
| Unternehmensleitung | Carlo Messina |
Die Intesa Sanpaolo S.p.A. ist eine italienische Großbank und Holding von Finanzdienstleistungsunternehmen mit Sitz in Turin. Das Kreditinstitut ist an der Borsa Italiana im Leitindex FTSE MIB sowie im EURO STOXX 50 gelistet.
Aufgrund seiner Systemrelevanz unterliegt das Institut der direkten Aufsicht durch die Europäische Zentralbank im Rahmen des Single Supervisory Mechanism (SSM).

Im August 2006 wurde die Fusion der Sanpaolo IMI mit der Banca Intesa angekündigt, die mit dem rechtlichen Vollzug am 1. Januar 2007 zur Entstehung des unter dem Namen Intesa Sanpaolo firmierenden, zweitgrößten Kreditinstituts Italiens führte. Die Vorgängergesellschaft Banca Intesa war ihrerseits 1998 aus der Fusion der Mailänder Sparkasse Cassa di Risparmio delle Provincie Lombarde (CARIPLO) mit dem Banco Ambroveneto hervorgegangen und hatte 1999 zudem die traditionsreiche Banca Commerciale Italiana übernommen. Bereits vor dem Zusammenschluss mit Sanpaolo IMI kontrollierte das Institut ein umfangreiches internationales Netzwerk, zu dem unter anderem die kroatische Privredna banka Zagreb (PBZ), die slowakische Všeobecná úverová banka (VÚB), die serbische Banca Intesa Beograd, die ägyptische Bank of Alexandria sowie die russische KMB Bank (die heutige Banca Intesa Russia) gehörten.
Die Intesa Sanpaolo überstand die ab 2007 einsetzende globale Finanz- und Staatsschuldenkrise ohne Inanspruchnahme staatlicher Kapitalhilfen, was primär auf ein konservatives Geschäftsmodell mit Fokus auf das klassische Privatkundengeschäft und ein kundenzentriertes Investmentbanking zurückgeführt wurde. Trotz eines historisch bedingt hohen Bestands an italienischen Staatsanleihen bescheinigten die Stresstests der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) dem Institut regelmäßig eine solide Kapitalbasis. Bereits in den Jahren 2011 und 2012 lag die harte Kernkapitalquote auch unter Berücksichtigung von Marktwertberichtigungen über den geforderten Zielwerten, während zahlreiche europäische Wettbewerber zu dieser Zeit einen erheblichen Rekapitalisierungsbedarf aufwiesen.
Infolge der Bildung der Technokratenregierung unter Mario Monti im Jahr 2011 wechselte der langjährige CEO Corrado Passera als Minister für Industrie und Infrastruktur in die Politik. Sein Nachfolger Enrico Cucchiani leitete die Bank bis September 2013, woraufhin Carlo Messina das Amt des CEO übernahm. Unter Messinas Führung entwickelte sich das Institut zu einer der profitabelsten Großbanken der Eurozone.
Nachdem die Gruppe zwischen 2014 und 2021 mehrere in Schieflage geratene italienische Regionalbanken übernommen hatte, konzentrierte sie sich in der Folgezeit verstärkt auf die internationale Konsolidierung im Wealth Management sowie auf die Expansion in Südosteuropa. Im Oktober 2020 erwarb die Bank zunächst eine Mehrheitsbeteiligung an der Schweizer Bank Reyl & Cie, bevor sie am 30. Januar 2026 die restlichen Anteile übernahm und damit die vollständige Kontrolle über das Institut erlangte. Parallel dazu wurde im August 2022 die luxemburgische Privatbank CBP Quilvest vollständig integriert, um den Standort Luxemburg als Hub für das internationale Vermögensverwaltungsgeschäft auszubauen. Ihre Präsenz in Osteuropa festigte die Gruppe zudem durch die Übernahme der rumänischen First Bank im Mai 2024, die schließlich zum 1. November 2025 operativ mit der Intesa Sanpaolo Bank Romania fusioniert wurde.
Die Intesa Sanpaolo betreut weltweit knapp 14 Millionen Kunden und ist in Italien mit rund 2600 und im Ausland mit über 900 Filialen vertreten.
Im Bankenvergleich gemessen an der Marktkapitalisierung belegt die Intesa Sanpaolo mit Stand April 2026 Platz 6 in der Eurozone.
Stand 31. Dezember 2025:
Die Intesa Sanpaolo operiert mit sechs Divisionen:
Obwohl Intesa Sanpaolo seit 2023 nicht mehr auf der Liste der global systemrelevanten Banken (G-SIB) des Financial Stability Board geführt wird, gilt das Institut innerhalb der Eurozone weiterhin als bedeutendes Institut und wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) direkt beaufsichtigt. Die Bank verfügt über eine Präsenz in den wichtigsten Finanzzentren der Welt sowie über ein breites Netzwerk in Zentral- und Osteuropa sowie Nordafrika.
Das internationale Netzwerk wird primär durch die Division IMI Corporate and Investment Banking gesteuert und umfasst drei strategische Hubs sowie Filialen und Repräsentanzen:
(Stand: April 2026)
Die Aktionärsstruktur der Intesa Sanpaolo setzt sich maßgeblich aus italienischen Stiftungen sowie nationalen und internationalen institutionellen Anlegern zusammen.
Die beiden größten Anteilseigner sind rechtlich eigenständige, gemeinnützige Stiftungen, die aus der Privatisierung der ursprünglichen öffentlich-rechtlichen Institute hervorgingen (Fondazioni di origine bancaria). Sie werden von Gremien verwaltet, in die lokale öffentliche Institutionen, Universitäten und Handelskammern Vertreter entsenden, verfügen jedoch über eine private Rechtsform. Sie gehören zu den ältesten und finanzstärksten philanthropischen Stiftungen Europas:
Koordinaten: 45° 4′ 6,1″ N, 7° 40′ 56,6″ O