| Film | |
| Titel | Banditen! |
|---|---|
| Originaltitel | Bandits |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2001 |
| Länge | 118 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Metro-Goldwyn-Mayer |
| Stab | |
| Regie | Barry Levinson |
| Drehbuch | Harley Peyton |
| Produktion |
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| Musik | Christopher Young |
| Kamera | Dante Spinotti |
| Schnitt | Stu Linder |
| Besetzung | |
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Banditen! (Originaltitel Bandits) ist eine US-amerikanische schwarze Komödie mit Bruce Willis, Billy Bob Thornton sowie Cate Blanchett und erschien 2001. Regie führte Barry Levinson nach einem Drehbuch von Harley Peyton.

Ein Fernsehjournalist konnte mit den Banditen Joe Blake und Terry Lee Collins ein Interview aufnehmen, bevor diese scheinbar getötet wurden. Die Handlung des Films wird in Form einer Rückblende erzählt.
Im Oregon State Prison, einem Gefängnis in Salem im US-Bundesstaat Oregon, sitzen zwei sehr unterschiedliche Kriminelle: der draufgängerische Joe Blake und der zu Hypochondrie und Pessimismus neigende Terry Lee Collins. Joe sieht eines Tages eine Baustelle auf dem Gefängnisgelände, bringt einen Betonmischer in seine Gewalt, durchbricht mit ihm alle Zäune und kann gemeinsam mit Terry rechtzeitig fliehen, bevor das schwere Gefängnistor geschlossen wird, obwohl die Wachen auf sie schießen.
Terry kommt auf die Idee, die Direktoren von Banken abends in ihren Wohnungen zu überfallen, am nächsten Morgen gemeinsam mit ihnen in die Banken zu gehen und das Geld zu rauben. Nach diesem Schema gelingen ihnen gemeinsam mit Joes Neffen Harvey, der eigentlich Stuntman sein möchte, einige Überfälle. Eines Tages treffen die beiden die frustrierte Hausfrau Kate Wheeler, die mit einem desinteressierten reichen Manager verheiratet ist, keine Kinder hat und sich in der Villa auf dem Land langweilt. Zwischen ihr und Joe entwickelt sich eine Romanze. Später kommen sich auch Kate und Terry Lee näher, als sie ihm nach einem allergischen Anfall erste Hilfe leistet. Fortan rivalisieren die beiden Männer um ihre Gunst, die Spannungen entladen sich schließlich in einer Prügelei zwischen beiden. Doch verlangt Kate von beiden, sich miteinander zu versöhnen.
Inzwischen ist bereits eine Million Dollar auf die Ergreifung der „Overnight Banditen“ ausgesetzt. Die Komplizen setzen zu ihrem letzten und spektakulärsten Coup an. Kate verrät scheinbar Joe und Terry an die Polizei, allerdings nur, um die Belohnung zu bekommen. Joe und Terry stürmen eine Bank, geben aber vor den Angestellten und Kunden vor, in einen heftigen Streit zu geraten; sie schießen aufeinander und bleiben scheinbar tot liegen. Doch haben sie mit Platzpatronen aufeinander geschossen, die angeblichen Schusswunden waren manipuliert: Per Fernsteuerung hat Harvey, ein Elektroniktüftler, kleine Plastikbeutel mit roter Farbe zum Platzen gebracht.
Als angebliche Besatzung eines Notarztwagens legt Harvey gemeinsam mit seiner Freundin die scheinbar toten Bankräuber in Leichensäcke. Dann fährt der Wagen mit Warnsirenen unbehelligt fort. Nach mehreren Blocks steigen Joe und Terry sowie die Freundin aus. Neffe Harvey provoziert einen Unfall, springt aus dem umgestürzten Wagen und bringt per Fernsteuerung eine dort angebrachte Sprengladung zur Explosion, so dass der Wagen völlig ausbrennt. Polizei und Presse sind der Meinung, die Leichen der beiden Bankräuber seien dabei verbrannt.
Doch diese setzen sich gemeinsam mit Kate, die beide liebt, nach Mexiko ab. Dort übernehmen sie ein Restaurant, das sie zum Nachtclub ausbauen wollen.
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 64 % |
| Metacritic (Metascore) | 60/100 |
| AllMovie | |
| CinemaScore | B |
| Lexikon des internationalen Films | |
| Roger Ebert |
Banditen! erhielt ein verhaltenes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes zwar mehrheitlich freundliche Besprechungen und ordnet den Film damit als „Frisch“ ein. Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel aber nur „Durchwachsen oder Durchschnittlich“ aus.
Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times, es komme selten vor, dass ein Film drei solch „liebenswerte“ Charaktere habe und selbst so „unsympathisch“ sei. Er sei so sehr darauf bedacht, „clever“ und „verrückt“ zu sein, dass er alles andere vernachlässige. Einzelne Szenen würden funktionieren.
„Eine hervorragend besetzte Gaunerkomödie, die ihr ganzes Pulver in der ersten Hälfte des Films verschießt und danach nur noch müde Selbstimitationen abliefert.“
„Wer diese Geschichte als modernes Märchen betrachtet, wird seinen Spaß haben. Denn für voll kann man diese Gaunerkomödie mit Anleihen an dem Westernklassiker Zwei Banditen nicht nehmen. So stehen auch die Zwistigkeiten der Ganoven stärker im Vordergrund als deren kriminelles Potential. Das nicht immer perfekte Timing machen die gut agierenden Darsteller mit witzigen Dialogen und spaßiger Situationskomik wett.“
Billy Bob Thornton und Cate Blanchett wurden für den Golden Globe Award nominiert und gewannen den Florida Film Critics Circle Award. Cate Blanchett wurde außerdem für den Screen Actors Guild Award und den AFI Film Award nominiert. Billy Bob Thornton gewann den National Board of Review Award und wurde für den Phoenix Film Critics Society Award nominiert.
Neben der Filmmusik von Komponist Christopher Young sind folgende Lieder Teil des Soundtracks:
Billy Bob Thornton gilt als Exzentriker und hat unter anderem Angst vor altem Mobiliar sowie der Frisur von Benjamin Disraeli (1804–1881), was für seine Filmfigur Terry übernommen wurde. Bruce Willis’ Töchter Scout LaRue (Monica Miller) und Tallulah Belle (Erika Miller) spielen im Film Nebenrollen. Jane Fonda hat einen Cameo-Auftritt.
Der Film startete am 12. Oktober 2001 in den US-Kinos sowie am 1. November 2001 in Deutschland. Gegenüber einem geschätzten Budget von 75 Mio. US-Dollar spielte er an den weltweiten Kinokassen nur rund 68 Mio. US-Dollar ein, davon 42 Mio. US-Dollar in Nordamerika. Inflationsbereinigt entspricht dies inzwischen Gesamteinnahmen von etwa 120 Mio. US-Dollar. In Deutschland kam er auf 515.079 Kinobesucher und erreichte damit Platz 61 der Jahrescharts.