Barbara Bansi

Barbara Bansi, gezeichnet von Ingres, um 1798 (oder Elisa Garnerin, gezeichnet von Sergent-Marceau?)

Anna Barbara Bansi (auch Babette; * 26. Oktober 1777 in Fläsch; heimatberechtigt in Ardez; † 27. Mai 1863 in Paris) war eine französische Malerin Bündner Herkunft.

Leben

Barbara Bansi war die Tochter des reformierten Pfarrers Heinrich Bansi und der Ursina geborene Lorsa aus Silvaplana. Im Alter von sechs Jahren wurde sie Pflegetochter des Zürcher Textilkaufmanns Johann Caspar Schweizer, mit dem sie 1786 nach Paris übersiedelte. Bansi konvertierte zur römisch-katholischen Konfession. Sie heiratete 1808 den Florentiner Chirurgen Lorenzo Nannoni, der vier Jahre später starb.

In Paris war Bansi Schülerin der Maler François Gérard und Joseph-Benoît Suvée. Jean-Auguste-Dominique Ingres porträtierte sie. Beim Salon de Paris stellte sie 1801 ein Frauenporträt aus. Von 1802 bis 1814 hielt Bansi sich in Italien auf, wo sie unter anderem die Mutter Napoleons auf Ischia begleitete. Sie kehrte nach Paris zurück und wurde dort 1815 Erzieherin am „königlichen Internat für Mädchen Saint-Denis“. In der Klosterschule Sainte-Clotilde war sie ab 1823 Lehrerin für Malerei.

Werke

Bansi wurde bekannt als Karikaturistin und Porträtmalerin. Das Staatsarchiv Graubünden verwahrt ihren Nachlass.

Die Zeichnung Römische Prozession wurde 2025 von der Zentralbibliothek Zürich anlässlich der Ausstellung In Frauenhand gezeigt, mit folgendem Kommentar: «Während ihres Italienaufenthaltes entstand die Zeichnung Römische Prozession. Obwohl zum Katholizismus konvertiert, lehnte sie die Theatralik von Bussprozessionen ab. Die Zeichnung stellt ihr Talent für die Karikatur unter Beweis.»

Literatur

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Belege

  1. ↑ Portrait de mademoiselle Barbara Bansi. Louvre, abgerufen am 16. Oktober 2025.
  2. ↑ Jürg Simonett: Heinrich Bansi. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 29. August 2017.
  3. 1 2 3 4 Rita Cathomas-Bearth: Barbara Bansi. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 17. Januar 2002.
  4. ↑ Neil Jeffares: Bansi, Anna Barbara, Mme Nannoni. In: Dictionary of Pastellists Before 1800. 22. April 2023, PDF, englisch.
  5. ↑ Versunken in Vergessenheit. Anna Barbara Bansi (1777–1863). In: In Frauenhand. Künstlerinnen aus fünf Jahrhunderten. Zentralbibliothek Zürich. 2025, abgerufen am 21. November 2025.
Personendaten
NAME Bansi, Barbara
ALTERNATIVNAMEN Bansi, Anna Barbara (vollständiger Name); Nannoni, Anna Barbara (Ehename); Bansi, Babette
KURZBESCHREIBUNG französische Malerin
GEBURTSDATUM 26. Oktober 1777
GEBURTSORT Fläsch, Drei Bünde
STERBEDATUM 27. Mai 1863
STERBEORT Paris, Frankreich