Barbara Dobrick

Barbara Dobrick (* 11. Juni 1951 in Hamburg) ist eine deutsche Journalistin, Literaturkritikerin und Schriftstellerin.

Werdegang

Dobrick wuchs in Hamburg auf. Sie lebte von 1993 bis 2024 an der schleswig-holsteinischen Westküste. Dann zog sie nach Lübeck. Die Journalistin und Literaturkritikerin arbeitete unter anderem für den NDR, den SWR und DeutschlandRadio Kultur. Sie hat Gedichte, Romane und Sachbücher geschrieben.

Rezensionen

Aber sprich nur ein Wort

Kirsten Dietrich (Deutschlandfunk Kultur) empfand Dobricks Roman als „so nah an einer Autobiographie, dass man schon aufpassen muss, um das nicht zu verwechseln“, zumal „die Eckdaten im Leben der Hauptfigur denen“ von Dobricks Biographie entsprechen würden. Dobricks „Kritik an institutionalisierter Religion“ gewinne vor allem deshalb an Relevanz, weil sie die „Sehnsucht nach Religiösem und nach Verwurzelung im Glauben und in Ritualen“ in ihrem Buch niemals verrate.

Als „ein Buch, das auf der gegenwärtigen Retro-Welle mitschwimmt“, sah dagegen Beate Bäumer (Hamburger Abendblatt) den Roman zur 1951 geborenen Johanna an, der „Tochter einer Konvertitin und eines ‚Taufscheinkatholiken‘“. Um „eine Familiensaga zu erzählen“, gäbe „die Geschichte von Johanna und ihrer Sippe“ aus ihrer Sicht „zu wenig her“, und etwas über das „katholische Hamburg der 50er-Jahre zu erfahren“ sei nicht möglich, da „sich die Geschichte wesentlich in Johannas Elternhaus, auf dem Bürgersteig davor und im Garten dahinter“ abspiele.

Angela Graf (VHG) sieht Dobricks Botschaft darin, dass die Bedeutung, „einem Glauben zu folgen, für einen Glauben zu sterben“ (nicht nur heute) „mehr hinterfragt werden“ sollte, „denn was diese Haltung in unserer Geschichte angerichtet hat, ist noch nicht allzu lange her“.

Vom Lieben & Sterben

Aus Sicht von Herbert A. Gornik (Deutschlandfunk Kultur) ist Dobricks Buch „endlich ein beratendes Sachbuch, in dem uns als Angehörigen die Schuld- und Versagensängste durch Aufklärung genommen werden; durch Aufklärung über das seelische Erleben krebskranker Menschen einerseits und vor allem durch tabulose Aufklärung über unser Erleben als Angehörige. Denn sauer zu sein auf das Verhalten Krebskranker ist ebenso ein Tabu wie das Gespräch über den bevorstehenden Tod selbst.“

Werke

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Autorenprofil Barbara Dobrick. (Memento des Originals vom 19. Dezember 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: S. Fischer Verlag.
  2. ↑ Autorenprofil Barbara Dobrick. In: Verlag Herder.
  3. ↑ Kirsten Dietrich: Kein blinder Glaube. In: Deutschlandfunk Kultur. 11. April 2006.
  4. ↑ Beate Bäumer: Katholische Kindheit. In: Hamburger Abendblatt. 13. März 2007.
  5. ↑ Angela Graf: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte. In: VHG. Band 92, 2006.
  6. ↑ Herbert A. Gornik: Ein schmerzvoller Balanceakt. In: Deutschlandfunk Kultur. 9. November 2010.
  7. ↑ Wenn alte Eltern sterben. In: Neue Westfälische. 1. April 2014.
Personendaten
NAME Dobrick, Barbara
KURZBESCHREIBUNG deutsche Journalistin und Autorin
GEBURTSDATUM 11. Juni 1951
GEBURTSORT Hamburg