Barbara Fatzer (* 1948 in Frauenfeld) ist eine Schweizer Kunsthistorikerin, Archivarin und Journalistin aus dem Kanton Thurgau. Sie ist eine der Mitbegründerinnen und die erste Archivarin des Thurgauer Frauenarchivs.
Barbara Fatzer studierte Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Zürich, das sie 1978 mit dem Lizentiat abschloss.
Von 1978 bis 1984 lebte und arbeitete sie mit ihrem Ehemann Peter Hasenfratz (* 1947 † 14. Februar 1999 in Thundorf) in Tansania und Südkamerun. Diese Zeit in Afrika prägte ihr späteres Engagement für die Thurgauer Frauengeschichte massgeblich. Sie beobachtete, dass die finanzielle Unabhängigkeit der lokalen afrikanischen Frauen, die diese durch die Vermarktung ihrer Feldfrüchte erlangten, in starkem Kontrast zur damaligen Situation der Frauen in der Schweiz stand.
1984 kehrte Fatzer in die Schweiz zurück und setzte sich seitdem aktiv für die Sichtbarkeit von Frauen im Thurgau ein. Sie war in führender Rolle im Verein Thurgauerinnen gestern, heute, morgen tätig, aus dem später das Thurgauer Frauenarchiv hervorging. Dort war sie als Archivarin für den Aufbau des Archivs zuständig.
Als Archivarin stand sie vor der Herausforderung, dass Beiträge von Frauen in traditionellen Archiven nicht gut dokumentiert waren. Die Suche nach Archivalien gestaltete sich daher als mühsam. Gemäss Fatzer sind alle Biografien wichtig und sie machte sich an die langwierige Arbeit, um Spuren des weiblichen Alltags zu sichern. Ihre Arbeit konzentrierte sich darauf, vernachlässigte Quellen wie Tagebücher, Kochbücher, Schulhefte, Briefe oder Protokolle aufzuspüren und zu archivieren, um die Lücken in der offiziellen Geschichtschreibung zu schliessen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fatzer, Barbara |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Kunsthistorikerin, Archivarin und Journalistin aus dem Kanton Thurgau |
| GEBURTSDATUM | 1948 |
| GEBURTSORT | Frauenfeld |