Beata Kempa

Beata Kempa (2024)

Beata Agnieszka Kempa (* 11. Februar 1966 in Syców als Beata Agnieszka Płonka) ist eine polnische Politikerin (PiS, SP). Von 2005 bis 2019 war sie Abgeordnete des Sejm in der V., VI., VII. und VIII. Wahlperiode und von 2019 bis 2024 Mitglied des Europäischen Parlaments. Von 2015 bis 2019 war sie Ministerin ohne Geschäftsbereich in den Kabinetten von Beata Szydło und Mateusz Morawiecki.

Leben

1990 schloss sie das Studium der Verwaltungswissenschaften an der Universität Breslau ab. Bei den Jahren Selbstverwaltungswahlen 1998 wurde sie zur Stadträtin von Syców gewählt. Einige Jahre lang arbeitete sie als Sozialarbeiterin für Erwachsene. 2002 bewarb sie sich für das Wahlkomitee „OBYWATELSKA WSPÓLNOTA SAMORZĄDOWA“ bei den Selbstverwaltungswahlen 2002 um das Bürgermeisteramt in Syców. Sie erreichte den zweiten Wahlgang, in dem sie mit 46,8 % der Stimmen Stanisław Czajka (PSL) unterlag. Ihr gelang aber der Wiedereinzug in den Stadtrat. Bei der ersten Europawahl nach dem EU-Beitritt Polens trat sie 2004 für die Prawo i Sprawiedliwość (PiS) an, wurde aber nicht gewählt.

Bei den Parlamentswahlen 2005 wurde sie über die Liste der PiS für den Wahlkreis Wrocław Abgeordnete des Sejm. Vom 22. Mai 2006 bis zum 15. November 2007 war sie Staatssekretärin im Justizministerium. Bei den Parlamentswahlen 2007 wurde sie mit 10.228 Stimmen zum zweiten Mal Abgeordnete für die PiS. Sie war Stellvertretende Vorsitzende der Sejm-Kommission für Justiz sowie Mitglied der Sejm-Kommission für Abgeordneten-Angelegenheiten und der Untersuchungskommission zur Aufklärung der Todesumstände von Barbara Blida. Bei der Europawahl 2009 bewarb sie sich erneut erfolglos um ein Mandat. Anfang 2011 wurde sie auf Beschluss der Parteigremien Vorsitzende der PiS in Kielce.

Nach den Wahlen vom 9. Oktober 2011, bei denen sie erneut ein Sejmmandat errang, wurde sie am 4. November zusammen mit drei weiteren Politikern aus der PiS ausgeschlossen und gründete mit ihnen eine neue Gruppierung mit dem Namen Solidarna Polska (SP), deren stellvertretende Fraktionsvorsitzende sie wurde. Im März 2012 wurde sie auch zur stellvertretenden Vorsitzenden der gleichnamigen Partei gewählt. Auf den Parteitagen 2013 und 2017 wurde sie jeweils im Amt bestätigt. Bei der Europawahl 2014 war sie Spitzenkandidatin der SP im Wahlkreis Niederschlesien / Oppeln. Die Partei scheiterte jedoch mit 4,0 % der Stimmen an der 5-%-Hürde. 2014 wurde sie stellvertretende Vorsitzende der Sejm-Fraktion Zjednoczona Prawica (ZP), die im Vorfeld des unter Führung der PiS gebildeten gleichnamigen Wahlbündnisses der politischen Rechten gegründet wurde.

Nach dem Wahlsieg der ZB bei der Parlamentswahl 2015 wurde Kempa, die erneut ein Mandat gewonnen hatte, zur Leiterin der Kanzlei der Ministerpräsidentin im Kabinett Szydło sowie zur Ministerin ohne Portefeuille ernannt. Bei der Europawahl 2019 kandidierte sie als Kandidatin der SP auf der Liste der PiS mit Erfolg für das Europäische Parlament, wurde aber 2024 nicht wiedergewählt. Nachdem sich die inzwischen in Suwerenna Polska umbenannte SP im Oktober 2024 wieder der PiS angeschlossen hatte, wurde sie in das politische Komitee der PiS aufgenommen.

Kempa ist verheiratet, hat eine Tochter und einen Sohn.

Ehrungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Biuletyn Informacji Publicznej Instytutu Pamięci Narodowej. Abgerufen am 16. März 2019.
  2. ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 30. Oktober 2026.
  3. ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 30. Oktober 2026.
  4. ↑ Ergebnis in Dziennik Ustaw 2004, Nr. 137, S. 9640.
  5. ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 30. Oktober 2026.
  6. ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 30. Oktober 2026.
  7. ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 30. Oktober 2026.
  8. ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 30. Oktober 2026.
  9. ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 30. Oktober 2026.
  10. ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 30. Oktober 2026.
  11. ↑ Nachricht in Dziennik Ustaw 2015, S. 1912.
  12. ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 30. Oktober 2026.
  13. ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 30. Oktober 2026.
  14. ↑ Najwięksi przegrani wyborów. Oni nie pojadą do Brukseli onet.pl, 9. Juni 2024.
  15. ↑ „Zmiany w PiS. Nowi wiceprezesi, Błaszczak z nową funkcją“ auf dorzeczy.pl, abgerufen am 30. Oktober 2026.
  16. ↑ „Uroczystość wręczenia odznaczeń państwowych oraz aktów odwołania“ auf www.prezydent.pl, abgerufen am 30. Oktober 2026.
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