Beate Minsel, geborene Führ (* 19. März 1946), ist eine deutsche Psychologin.
Minsel hat an der Universität Hamburg Psychologie studiert und dort den ersten Abschluss als Diplompsychologin erworben, 1976 hat sie hier mit der Arbeit Veränderung der Erziehungseinstellungen von Eltern durch Trainingskurse promoviert. Danach wurde sie Wissenschaftliche Assistentin für Psychologie an der Universität Trier. Später wechselte sie an das Staatsinstitut für Frühpädagogik in München.
Ihre Arbeiten konzentrieren sich auf die Familie und die Möglichkeiten der Elternbildung. Hierbei unterscheidet sie drei Formen der Elternbildung, nämlich die institutionelle, die informelle und die funktionelle Elternbildung. Institutionelle Elternbildung ist Elterninformation bzw. -training durch einen Dozenten innerhalb einer Institution (z. B. Wohlfahrtsverband, konfessionelle Einrichtung). Informelle Elternbildung wird durch Druckmedien und Massenmedien verbreitet. Funktionelle Elternbildung hat eine politische Zielsetzung: die Eltern werden zur Mitarbeit und Mitbestimmung in der Betreuungseinrichtung ihrer Kinder herangezogen und gestalten so die Veränderungen im innerfamiliären und außerfamiliären Bereich selbst. Während ihrer Tätigkeit am Staatsinstitut für Frühpädagogik hat sie mit Wassilios E. Fthenakis eine längsschnittlich angelegte Studie über Rolle der Väter, deren Partnerinnen und deren Kinder durchgeführt, wobei die Autoren herausarbeiten, dass eine aktiv gelebte Vaterschaft erheblichen Einfluss auf die Kinder hat.
Sie war von 1991 bis 1995 in der Sprechergruppe der Fachgruppe Pädagogische Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.
Beate Minsel ist in zweiter Ehe mit Andreas Krapp verheiratet.
| Personendaten | |
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| NAME | Minsel, Beate |
| ALTERNATIVNAMEN | Führ, Beate (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Psychologin |
| GEBURTSDATUM | 19. März 1946 |