Beatrix Zobl

Beatrix Zobl (* 1970 in Salzburg) ist eine österreichische Künstlerin.

Leben und Werk

Beatrix Zobl studierte Kunstgeschichte an der Universität Salzburg und der Universität Wien, wo sie auch den interdisziplinären Universitätslehrgang „Museums- und Ausstellungsdidaktik“ absolvierte. Arbeitsstipendien führten Beatrix Zobl nach Chicago, Budapest und in die Studios der Glen Arbor Art Association Michigan.

Die Künstlerin beschäftigt sich vorrangig mit dem Medium Fotografie sowie Drucktechnik, Installation, Text und Video. Ihr besonderes Interesse gilt dem Verhältnis von Individuum und Gesellschaft. Dieses Spannungsfeld setzt sie in ihrer künstlerischen Arbeit mittels Performance, Dokumentation und Fiktion in Szene. Beatrix Zobl arbeitet auch als Kuratorin, Konzept- und Projektentwicklerin. Sie begleitet die künstlerische Umsetzung von Projekten oft mehrere Jahre lang.

Zobl war Gründungsmitglied der Gruppe trans wien, die von 1996 bis 2001 Arbeiten am Wiener-Westgürtel umsetzte. Die Künstlergruppe baute im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative Urban Wien – Gürtel Plus einen Gürtelbogen um, die Wienstation. Für ihre Arbeit mit trans wien wurde Zobl mit dem Projektwerkstatt-Preis des Offenen Kulturhauses Oberösterreich in Linz ausgezeichnet. Von 2009 bis 2014 leitete sie gemeinsam mit Ula und Wolfgang Schneider das Kunst- und Stadtteilprojekt „Soho in Ottakring“ im Brunnenviertel von Wien-Ottakring. Unter Einbeziehung konzeptueller und prozessorientierter künstlerischer Arbeiten in engem Zusammenhang mit der Entwicklung eines Stadtgebietes wurde Soho in Ottakring zu einem „Urban Art Project“. Beatrix Zobl wurde für ihre künstlerische Tätigkeit mit einigen Preisen geehrt. Unter anderem erhielt sie 2010 den Theodor-Körner-Preis für Systems of Desire: Arbeiten, 2012 den Bank Austria Kunstpreis (mit Soho in Ottakring) und 2019 den Staatspreis Schönste Bücher Österreichs.

Arbeiten der Künstlerin befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, zum Beispiel in der Fotosammlung des Bundes, dem Museum der Moderne Salzburg und in der Sammlung des Landes Niederösterreich. Beatrix Zobl lebt und arbeitet in Wien.

Projekte und Ausstellungen (Auswahl)

Auszeichnungen

Publikationen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Gesprächsreihe über feministische Raumnahme. In: derstandard.at. 28. Oktober 2009, abgerufen am 3. Februar 2024.
  2. ↑ Company. In: oe1.orf.at. 7. Februar 2022, abgerufen am 3. Februar 2024.
  3. ↑ Staatspeis, Company Fotografien und Fragmente über das Arbeiten. In: schoenstebuecher.at. 2019, abgerufen am 3. Februar 2024.
  4. ↑ Isabelle Marboe: Welten Sichten: A World named Soho. In: artmagazine.cc. 30. Mai 2003, abgerufen am 3. Februar 2024.
  5. ↑ Grätzel-Aufschwung mit Soho. In: derstandard.at. 22. Mai 2003, abgerufen am 3. Februar 2024.
  6. ↑ Harald Klauhs: Kunst goes Company. In: diepresse.at. 1. Mai 2009, abgerufen am 3. Februar 2024.
  7. ↑ CIA/Community in Arbeit. In: koer.or.at. Abgerufen am 8. Februar 2024.
  8. ↑ SALÓ – Jahresausstellung 2016. In: salzburger-kunstverein.at. 9. Dezember 2016, abgerufen am 3. Februar 2024.
  9. ↑ Arbeiten in Berndorf. In: oe1.orf.at. 5. Februar 2021, abgerufen am 3. Februar 2024.
  10. ↑ Gustav Schörghofer: Beatrix Zobl: Das Ozeanische Gefühl. In: jesuitenkunst.at. Februar 2022, abgerufen am 3. Februar 2024.
  11. ↑ Helmut de Waal: Was im Besteck steckt. In: skug.at. 20. September 2023, abgerufen am 3. Februar 2024.
  12. ↑ Metall und Moral. In: oe1.orf.at. 11. September 2023, abgerufen am 3. Februar 2024.
  13. ↑ Magic Moment. In: stadt-salzburg.at. 2024, abgerufen am 17. Dezember 2025.
  14. ↑ zwischen fluide und fest wuchert … und flirtet der horizont. In: fluideundfest.eu. 2025, abgerufen am 17. Dezember 2025.
  15. ↑ Theodor Körner Preise 2010 vergeben. In: artmagazine.cc. 29. April 2010, abgerufen am 3. Februar 2024.
  16. ↑ Publikation "COMPANY" aus der Edition Angewandte wurde der Deutsche Fotobuchpreis 20/21 in Bronze (Longlist) verliehen! In: dieangewandte.at. 11. November 2020, abgerufen am 27. Mai 2025.