| Belhade | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Landes (40) | |
| Arrondissement | Mont-de-Marsan | |
| Kanton | Grands Lacs | |
| Gemeindeverband | Cœur Haute Lande | |
| Koordinaten | 44° 23′ N, 0° 41′ W | |
| Höhe | 32–65 m | |
| Fläche | 28,55 km² | |
| Einwohner | 227 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 8 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 40410 | |
| INSEE-Code | 40032 | |
Pfarrkirche Saint-Vincent-de-Xaintes | ||
Belhade ist eine französische Gemeinde mit 227 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Landes in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Sie gehört zum Arrondissement Mont-de-Marsan und zum Kanton Grands Lacs.
Der Name in der gascognischen Sprache lautet Vathlada. Er leitet sich vermutlich aus den gascognischen Wörtern Vath Lada (deutsch breites Tal) ab.
Die Einwohner werden Belhadais und Belhadaises genannt.
Die Gemeinde Belhade liegt im Zentrum der Landes de Gascogne, des größten Waldgebietes Westeuropas, ca. 60 Kilometer nordnordwestlich von Mont-de-Marsan in der historischen Provinz Gascogne an der Grenze zum Département Gironde.
Umgeben wird Belhade von den Nachbargemeinden:
| Mano | Saint-Symphorien (Gironde) | |
| Moustey | Argelouse | |
| Pissos | Sore |
Belhade liegt im Einzugsgebiet des Flusses Eyre:
Die Petite Leyre und der Ruisseau de Castera, Nebenflüsse des Eyre, durchqueren das Gebiet der Gemeinde ebenso wie Zuflüsse der Petite Leyre,
Die Flüsse Barade de Sore, Barade de Labourdasse und Craste du Brana bewässern ebenfalls das Gemeindegebiet.
Die Gemeinde trägt seit 2010 die Auszeichnung „Eine Blume“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Ortschaften verliehen wurde.

Der Landstrich wurde bereits von den Römern besetzt. Ihr Lager erlaubte die Überwachung der umliegenden fruchtbaren Hochflächen und der Römerstraße, die unweit vorbeilief. Die ersten Erwähnungen der Familie Belhade datieren auf das Jahr 1079, als ein Bernard de Baslade im Dezember des Jahres Zeuge einer Schenkung war. Zwischen 1104 und 1126 war Bertrand de Baslade Bischof von Bazas. Vor 1350 wurde Belhade zum Baronat erhoben, vermutlich das erste in den Landes. Grundherr André de Belhade heiratete in dem Jahr Jeanne Amaubin, die Tochter eines Bürgers aus Bordeaux. Vermutlich erwarb die Familie d’Albret die Grundherrschaft in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts im Zuge des Ausbaus ihres Herrschaftsgebiets. Spätestens 1444 gelangte sie in die Hände der Familie Lanes. Zwei große Familien von Parlamentariern aus Bordeaux folgten der Familie Lanes, 1592 die Familie Babiaut und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts die Familie Pontac. Jacques de Pontac war Berater des französischen Königs und Generalprokurator. Im September 1654 erhob König Ludwig XIV. zugunsten von Jacques de Pontac das Baronat zur Grafschaft. Am 22. Februar 1759 erbte die Familie Lavie, ebenfalls eine Parlamentarierfamilie aus Bordeaux die Grafschaft und behielt sie bis zum Ende der Französischen Revolution. Im 19. Jahrhundert etablierte sich eine Tuchproduktion im Zentrum der Gemeinde, die einen regen Erfolg in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts feiern konnte.
Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von 545. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1990er Jahren auf rund 100 Einwohner, bevor eine Wachstumsphase einsetzte, die heute noch andauert.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2010 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 146 | 134 | 126 | 112 | 101 | 132 | 153 | 192 | 227 |


Handel und Dienstleistungen sind die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Gemeinde.
Belhade ist erreichbar über die Routes départementales 120, 356 und 651.