Bellmuth Gemeinde Ranstadt | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 22′ N, 9° 1′ O |
| Höhe: | 158 m ü. NHN |
| Fläche: | 2,52 km² |
| Einwohner: | 170 (2022) |
| Bevölkerungsdichte: | 67 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Oktober 1971 |
| Postleitzahl: | 63691 |
| Vorwahl: | 06041 |
Bellmuth ist der nach Einwohnerzahl kleinste Ortsteil der Gemeinde Ranstadt im hessischen Wetteraukreis.
Bellmuth liegt am südwestlichen Teil des Vogelsberges am Laisbach. Der Hauptort Ranstadt liegt westlich und ist über die Kreisstraße 198 zu erreichen.
Die Ersterwähnung von Bellmuth erfolgte um 1040 in einer Schenkung an das Kloster Fulda. Etwa um das Jahr 1160 entstand das Kopiar Codex Eberhardi, in dem diese Schenkung als „Bellemunt“ genannt wird.
Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Bellmuth:
„Bellmuth (L. Bez. Nidda) evangel. Filialdorf; liegt 1 St. von Nidda, hat 15 Häuser und 89 Einw., die bis auf 1 Kath. evangelisch sind, und unter welchen 15 Bauern und 2 Handwerker sich befinden. Auch hat der Ort 1 Oelmühle. – Mit Bellmuth, das in einer ziemlich alten, aber undatirten fuldischen Schenkungsurkunde vorkommt, waren die von Ortenberg eine Zeitlang und bis 1345 von den Grafen von Ziegenhain belehnt.“
Ein US-Bomber stürzte am 12. Mai 1944 nahe Bellmuth ab, der bei einem Angriff auf Frankfurt beschädigt wurde. Von den zehn Besatzungsmitgliedern starben fünf.
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 1. Oktober 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Ranstadt, Bellmuth, Bobenhausen I, Dauernheim und Ober-Mockstadt freiwillig zur Großgemeinde Ranstadt. Als Sitz der Gemeindeverwaltung wurde der Ortsteil Ranstadt bestimmt. Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Ranstadt wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.
Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten, denen Bellmuth angehört(e):
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Bellmuth 156 Einwohner. Darunter waren 3 (1,9 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 30 Einwohner unter 18 Jahren, 66 zwischen 18 und 49, 30 zwischen 50 und 64 und 27 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 69 Haushalten. Davon waren 24 Singlehaushalte, 12 Paare ohne Kinder und 24 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 15 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 48 Haushaltungen lebten keine Senioren.
| • 1791: | 78 Einwohner |
| • 1800: | 78 Einwohner |
| • 1806: | 88 Einwohner, 14 Häuser |
| • 1829: | 89 Einwohner, 15 Häuser |
| • 1867: | 115 Einwohner, 23 bewohnte Gebäude |
| • 1875: | 126 Einwohner, 22 bewohnte Gebäude |
| Bellmuth: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2022 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1791 | 78 | |||
| 1800 | 78 | |||
| 1806 | 88 | |||
| 1829 | 89 | |||
| 1834 | 120 | |||
| 1840 | 128 | |||
| 1846 | 129 | |||
| 1852 | 141 | |||
| 1858 | 128 | |||
| 1864 | 129 | |||
| 1871 | 123 | |||
| 1875 | 126 | |||
| 1885 | 141 | |||
| 1895 | 134 | |||
| 1905 | 143 | |||
| 1910 | 138 | |||
| 1925 | 139 | |||
| 1939 | 130 | |||
| 1946 | 187 | |||
| 1950 | 172 | |||
| 1956 | 149 | |||
| 1961 | 144 | |||
| 1967 | 147 | |||
| 1970 | 146 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 156 | |||
| 2022 | 185 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS; Zensus 2011; 2022 | ||||
| • 1829: | 88 evangelische, einen katholischen Einwohner |
| • 1961: | 133 evangelische (= 92,36 %), 10 katholische (= 6,94 %) Einwohner |
Die Fachwerkkirche wurde im Jahre 1731 erbaut. Neben ihr stehen heute noch das Backhaus und die Hofreite Thum.
Anmerkungen
Einzelnachweise